Ergebnis 1 bis 5 von 5
  1. #1
    Lhyla ist offline Stranger
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    Standard Nach selbstgewollter Trennung: Neunfang in der Heimat?

    Hallo!
    Da ich gerade wirklich seeeeeehr fertig mit den Nerven bin, brauche ich dringend Rat von euch.
    Ich habe meinen Ex-Freund, mit dem ich zwei Kinder 5 Jahre und 7 Jahre habe, vergangenen Herbst in eine eigene Wohnung zitiert. Unsere Beziehung war am Ende, war aber auch schon von Anfang an kompliziert.
    Ich bin damals in eine fremde Stadt gezogen, 800 km von meiner Heimat entfernt. Dort habe ich den Kindsvater kennengelernt. Er ist mit mir zusammen gekommen, obwohl er noch mit seiner Ex zusammen war (er hatte aber behauptet sich zu getrennt zu haben, - erster Schreckmoment)
    Und als ich dahinter gekommen bin - war ich schwanger. Mein Ex hat damals geheult wie ein Schlosshund, wollte mich überreden, abzutreiben. Da ich allerdings 31 war, mit guter Ausbildung, erschien mir das völlig abwegig.
    Wir haben dann aber auch aus Vernunftsgründen beschlossen, es zusammen zu versuchen. Auch weil ich wegen Scheidung ohne Vater aufgewachsen bin und das meinem Kind ersparen wollte.
    Gut.
    Nehmt es mir nicht übel- aber auch Nr. 2 kam recht ungeplant. Wir sind dann aufs Land gezogen in eine Neubausiedlung, von da an wurde alles sehr schlimm. Denn zu der ohnehin nicht sehr glücklichen Beziehung (Kindsvater arbeitet immer 150%, ich war plötzlich Hausfrau und Mutter ohne Freunde und Familie) kam eine fremde Umgebung, in der ich mich von Anfang an schrecklich unwohl gefühlt hatte. Ich bat ihn so oft mit uns umzuziehen, aber da stieß ich auf taube Ohren.
    Ich hab gekämpft wie eine Löwin. Freunde gefunden. Babysitter gefunden. 6 kleinere Jobs ausprobiert (die alle nicht meinem alten Job entsprachen, aber machbar mit 2 Kindern ohne Hilfe waren), Heimweh runter geschluckt, mit einer katastrophalen Gesundheit gekämpft. Zur Psychotherapie gegangen. Glücklich war ich überhaupt nicht, aber es war ok soweit, denn ich liebe meine Kinder und Geldsorgen hatten wir nie.
    Bis in mir vor knapp zwei Jahren der Wunsch nach einem weiteren Kind aufkeimte. Und Ich wusste nicht, wie heftig ein echter Kinderwunsch sein kann! Ich habe meinen Partner angefleht mir den Wunsch zu erfüllen. Aber er wollte nicht. Er sagt für sowas wie Heiraten und drittes Kind, fehle ihm die Basis und außerdem wäre ich viel zu oft schlecht gelaunt. Jedes Mal, wenn er auf ein Kondom bestand, tat mir das sooo weh.
    Bis ich im Herbst einen Schlussstrich zog... Nun war der Plan, dass ER auszieht in Wohnung um die Eckeund ich erstmal in der Neubausiedlung wohnen bleibe mit den Kindern. Als er auszog ging es mir plötzlich so schlecht, als wäre jemand gestorben. Es hat mir komplett den Boden unter den Füßen weggerissen. Hier auf dem Land, wo ich nie sein wollte- allein mit den Kindern! Ich wollte sofort in die Beziehung zurück.
    Wir gaben uns also eine zweite Chance.
    Erst dachte ich, es KÖNNTE klappen. Plötzlich hatte er mal Zeit für seine Kinder. Wir gingen zu einer Paartherapie, doch sehr bald stellte sich heraus, dass sich vom Prinzip her nichts ändert. Er arbeitete nach wie vor 150%, ich habe keine Chance dabei beruflich wieder Fuß zu fassen- und wie gesagt, ich bin sehr gut ausgebildet und MÖCHTE gerne zumindest ein bisschen beruflichen Erfolg haben. Ich tat mich auch schwer zu verzeihen. Wurde zu oft verletzt in der Beziehung, - er vermutlich auch. Eine "Basis" fanden wir auch diesmal nicht.
    Vor einer Woche habe ich dann den zweiten Versuch für gescheitert erklärt.
    Diesmal spüre ich, wie richtig es ist, mich von ihm zu trennen. Das Problem ist aber, dass ich merke, wie ich dennoch in eine heftige Depression verfalle.
    Ich will so unendlich gerne wieder in meine Heimat ziehen. Aber das sind 800 km vom Kindsvater entfernt. Er würde nicht dagegen klagen, da er weiß wie groß mein Heimweh immer war. Aber andererseits bin ich hier jetzt so dermaßen sozial eingebunden, dass ich auch hier ein halbes Leben aufgebe und meinen Kindern auch sehr viel zumute.
    Nun meine eigentlich Frage: Depressionen aushalten, versuchen zu bleiben oder den Schritt ins Ungewisse aber in die Heimat wagen? Habt ihr weise Ratschläge? Erfahrungen? Einen Tipp??

  2. #2
    Avatar von Sommerschnee
    Sommerschnee ist offline old hand
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    Standard Re: Nach selbstgewollter Trennung: Neunfang in der Heimat?

    Wenn du hier nie glücklich warst - und so hört es sich an - würde ich an deiner Stelle wieder heimziehen. Hättest du dort Unterstützung durch Eltern/Geschwister? Wie sieht die Kinderbetreuung dort aus (Ganztagesschule, Kiga-Plätze)? Wie sieht die Arbeitsplatzsituation dort für dich aus?

    Ätsch!

  3. #3
    Ingrid3 ist offline Legende
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    10.664

    Standard Re: Nach selbstgewollter Trennung: Neunfang in der Heimat?

    kannst du vielleicht mit den Kindern mal für ein paar Wochen in den Ferien in deine alte Heimat fahren? Dir alles anschauen wie es ist, ob du alte Kontakte wieder aufleben lassen kannst, gucken wie es mit Jobs aussieht usw.

    und auf jeden Fall aktiv jetzt etwas dafür tun, dass es dir wieder besser geht. Es kommt mir so vor als würdest du denken: wenn ich wieder in der Heimat bin, ist sofort wieder alles gut. So wird es nicht sein und das sollte dir bewusst sein. Die Verletzungen, die du mit dir rum trägst, hast du immer noch im Gepäck.... Dein Selbstbewusstsein ist dir im Laufe der Beziehung abhanden gekommen und daran solltest du auch arbeiten. Sei dir einfach mal was wert. Was willst du mit einem Mann, dem du letztendlich egal bist?
    Wanda hat gesagt, ich muss das ändern

  4. #4
    Lhyla ist offline Stranger
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    Standard Re: Nach selbstgewollter Trennung: Neunfang in der Heimat?

    vielen dank für eure antworten!
    meine kam etwas träge, da ich mich tatsächlich entschieden habe in die Heimat zu ziehen- mit allen "Nachteilen" die es so bringt. habe mich nach 5 jahren immer für das "bleiben" entschieden und das ging ja nun wirklich nicht gut...

  5. #5
    Stefan1237 ist offline Stranger
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    Standard Re: Nach selbstgewollter Trennung: Neunfang in der Heimat?

    Hi

    in erster Linie bitte Ruhe bewahren und dich einordnen. Danach wirst du die richtigen Entscheidungen treffen können.
    Viele Grüße
    Stefan1237

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