Ergebnis 1 bis 5 von 5
  1. #1
    Tine_hello ist offline Stranger
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    Frage 2-jährige: Trotzphase und Schlafensritual

    Liebe Leser und Leserinnen,

    ich brauche mal wieder Eure Hilfe. Ich hoffe sehr, Ihr könnt mir Tipps und Anregungen geben.

    Unsere 2-jährige Maus ist momentan sehr schwierig. An sich nichts ungewöhnliches für das Alter, aber ich brauche dringend ein paar gute Ratschläge für den Alltag.
    Das größte Problem ist das Schlafengehen. Sie kann nicht mehr im Gitterbett schlafen, da sie sehr groß und beweglich ist und dort mit Leichtigkeit hinauskommt (oben rüber, macht sich steif und drückt dann den gesamten Körper gleichzeitig über das Gitter). Sie hat sowieso schon monatelang nicht darin geschlafen, sondern auf einer großen Matratze in ihrem Zimmer. Leider, leider ist sie es auch so gewohnt, dass nur Mama sie ins Bett bringt und Mama neben ihr liegt, bis sie schläft. Manchmal ist auch nachts ihre Sehnsucht nach mir so groß, dass sie mich ruft und ich dann auf einer Matratze neben ihrer weiterschlafe. So weit erst mal. Klar, wir haben sie selbst verwöhnt durch dieses Ritual, aber sie war über einen längeren Zeitraum auch sehr krank, so dass es mir selbst wichtig war, bei ihr zu sein. Das ist aber eine andere Story und die Krankheit ist zum Glück vorüber, aber die "Überbleibsel" aus dieser Zeit sind halt noch da.

    Momentan klappt es aber sogar mit dem gerade beschriebenen Ritual nicht. Vor 21:30/22 Uhr schläft unser Schatz nicht (obwohl morgens zw. 7 und 8 Uhr die Nacht für sie ein Ende hat und sie auch keine mehr als 2-stündige Mittagsschlafphase hat). Ich weiß, es liegt am Ritual, sie ist irgendwie verunsichert und mag am liebsten gar nicht mehr ins Bett abends, obwohl sie müde ist. Sie weigert sie partout, ihren Schlafsack anzuziehen, krabbelt immer aus dem Bett, macht Licht an, will in den Flur und in andere Zimmer. Und sie will auf den Arm. Ich soll sie stehend auf den Arm nehmen, ich darf nicht sitzen dabei und sie will nicht auf den Schoß. Sie schreit immer: "Arm, Arm!" Wenn ich ihr erkläre, dass ich sie nicht mehr tragen kann, weil sie zu schwer ist, interessiert sie das nicht. Sie schreit weiter: "Arm!". Wenn ich sie doch mal hochgenommen habe, beruhigt sie sich meist und schläft fast ein, aber sobald ich sie mit dem Hinweis, dass sie zu schwer ist und jetzt Schlafenszeit ist, hinlege, fängt sie wieder zu schreien an, auch wenn ich bei ihr bleibe. Ich kann machen, was ich will, es hilft nichts.

    Ob es hilft, wenn mein Mann es einmal probiert (nach bisher schon mehreren abgebrochenen Versuchen, bei denen sie nach mir kreischte)? Oder ein ganz anderes Ritual? Buch an dann kuscheln auf dem Schoß? Aber sie wird auf den Arm wollen und immer wieder aufstehen und aus dem Zimmer kommen.

    Was sollen wir bloß machen?

    Die zweite Sache ist, dass sie in diesen Wochen so starke Trotzanfälle hat, dass sie sich, wenn ich sie manchmal im Auto anschnallen will, sie sich so durchbiegt, dass es absolut nicht geht. Sie schafft es locker, aufgrund einer Kleinigkeit oder eines Verbots eine Stunde am Stück extrem zu schreien. Danach ist sie natürlich völlig fix und alle und durchgeschwitzt. Außer liebevolle Konsequenz: was macht man da?

    VIIIIIEEEEEELEN DANK schon jetzt für Eure Tipps! #herzlich

    Liebe Grüße

    Tine

  2. #2
    Maxie Musterfrau ist offline 100% Originalnick
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    46.617

    Standard Re: 2-jährige: Trotzphase und Schlafensritual

    Zitat Zitat von Tine_hello Beitrag anzeigen
    Liebe Leser und Leserinnen,

    ich brauche mal wieder Eure Hilfe. Ich hoffe sehr, Ihr könnt mir Tipps und Anregungen geben.

    Unsere 2-jährige Maus ist momentan sehr schwierig. An sich nichts ungewöhnliches für das Alter, aber ich brauche dringend ein paar gute Ratschläge für den Alltag.
    Das größte Problem ist das Schlafengehen. Sie kann nicht mehr im Gitterbett schlafen, da sie sehr groß und beweglich ist und dort mit Leichtigkeit hinauskommt (oben rüber, macht sich steif und drückt dann den gesamten Körper gleichzeitig über das Gitter). Sie hat sowieso schon monatelang nicht darin geschlafen, sondern auf einer großen Matratze in ihrem Zimmer. Leider, leider ist sie es auch so gewohnt, dass nur Mama sie ins Bett bringt und Mama neben ihr liegt, bis sie schläft. Manchmal ist auch nachts ihre Sehnsucht nach mir so groß, dass sie mich ruft und ich dann auf einer Matratze neben ihrer weiterschlafe. So weit erst mal. Klar, wir haben sie selbst verwöhnt durch dieses Ritual, aber sie war über einen längeren Zeitraum auch sehr krank, so dass es mir selbst wichtig war, bei ihr zu sein. Das ist aber eine andere Story und die Krankheit ist zum Glück vorüber, aber die "Überbleibsel" aus dieser Zeit sind halt noch da.

    Momentan klappt es aber sogar mit dem gerade beschriebenen Ritual nicht. Vor 21:30/22 Uhr schläft unser Schatz nicht (obwohl morgens zw. 7 und 8 Uhr die Nacht für sie ein Ende hat und sie auch keine mehr als 2-stündige Mittagsschlafphase hat). Ich weiß, es liegt am Ritual, sie ist irgendwie verunsichert und mag am liebsten gar nicht mehr ins Bett abends, obwohl sie müde ist. Sie weigert sie partout, ihren Schlafsack anzuziehen, krabbelt immer aus dem Bett, macht Licht an, will in den Flur und in andere Zimmer. Und sie will auf den Arm. Ich soll sie stehend auf den Arm nehmen, ich darf nicht sitzen dabei und sie will nicht auf den Schoß. Sie schreit immer: "Arm, Arm!" Wenn ich ihr erkläre, dass ich sie nicht mehr tragen kann, weil sie zu schwer ist, interessiert sie das nicht. Sie schreit weiter: "Arm!". Wenn ich sie doch mal hochgenommen habe, beruhigt sie sich meist und schläft fast ein, aber sobald ich sie mit dem Hinweis, dass sie zu schwer ist und jetzt Schlafenszeit ist, hinlege, fängt sie wieder zu schreien an, auch wenn ich bei ihr bleibe. Ich kann machen, was ich will, es hilft nichts.

    Ob es hilft, wenn mein Mann es einmal probiert (nach bisher schon mehreren abgebrochenen Versuchen, bei denen sie nach mir kreischte)? Oder ein ganz anderes Ritual? Buch an dann kuscheln auf dem Schoß? Aber sie wird auf den Arm wollen und immer wieder aufstehen und aus dem Zimmer kommen.

    Was sollen wir bloß machen?

    Die zweite Sache ist, dass sie in diesen Wochen so starke Trotzanfälle hat, dass sie sich, wenn ich sie manchmal im Auto anschnallen will, sie sich so durchbiegt, dass es absolut nicht geht. Sie schafft es locker, aufgrund einer Kleinigkeit oder eines Verbots eine Stunde am Stück extrem zu schreien. Danach ist sie natürlich völlig fix und alle und durchgeschwitzt. Außer liebevolle Konsequenz: was macht man da?

    VIIIIIEEEEEELEN DANK schon jetzt für Eure Tipps! #herzlich

    Liebe Grüße

    Tine
    Heißt das, dass du keinen einzigend Abend mal außer Haus sein kannst? Keine Freundin treffen oder mal zum Sport etc.? Geh doch einfach mal aus und lass deinen Mann machen. Die beiden werden sich schon zusammenraufen, wenn du nicht in der Nähe bist. Schaffen sie doch tagsüber sicher auch, oder?

  3. #3
    2burschen ist offline Carpal Tunnel
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    Standard Re: 2-jährige: Trotzphase und Schlafensritual

    Ich finde 2stunden Mittagsschlaf nicht wenig für 2 Jahre,versuch doch da mal zu kürzen das sie abends früher müde wird.
    Den Vorschlag das du mal weg gehst finde ich auch nicht schlecht,am besten gleich ein paar Tage hintereinander das der Vater und dein Kind sich was eigenes überlegen/dran gewöhnen.

    Wenn sie schon so lange nicht mehr im gitterbett schläft versteh ich nicht wieso sie da wieder rein soll...

    Trotz Anfälle hat unser 2jähriger auch zu genüge, es hört einfach nicht auf, irgendwann wird es vorbei sein....

  4. #4
    Dark-mouse ist offline enthusiast
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    Standard Re: 2-jährige: Trotzphase und Schlafensritual

    Hallo,

    Unser Sohn (knapp 3), macht keinen Mittagsschlaf mehr, seit er 2 ist! Wenn er doch mal schlief oder schläft, ist vor 22.00 auch keine Ruhe. Vielleicht könnt ihr den Mittagsschlaf nach und nach verkürzen? Wir machen stattdessen etwas Mittagspause für uns beide, kuscheln auf dem Sofa und ein Hörspiel anhören. Mein Sohn ist auch seit je her ein schlechter Schläfer und im Gitterbett konnte er nie schlafen. Hatten bis 1 Jähr Familienbett. Mit 13 Monaten bekam er sein eigenes Bett mit Rausfallschutz, so dass er aber selbst raus kann. Er kommt noch immer jede Nacht und schläft dann bei uns weiter. Dafür schläft der kleine Bruder super im Kinderzimmer

    vielleicht wäre das was, ein Kinderbett mit Himmel oder was auch immer ihr gefällt, damit sie es gemütlich hat?

    Ach ja Schlafsack hat er auch nicht mehr seit er 1 ist. Musste bis 18 Moante auch am Bett sitzen bleiben bis er schläft. Mittlerweile klappt es super mit singen und Hörspiel, das er dann allein anhört. Da er aber nur so 10-11 Std schläft, klappt es meist schnell mit dem einschlafen!

    Zu den Trotzanfällen kann ich leider nicht so viel sagen außer viel Geduld euch! Und lasst sie viel selbst ausprobieren. Hilft bei uns gut gegen Trotz und er ist dann viel ausgeglichener.

    Alles Gute euch!

  5. #5
    Dark-mouse ist offline enthusiast
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    Standard Re: 2-jährige: Trotzphase und Schlafensritual

    Achja, ein Buch-Tipp fällt mir da noch ein. Jesper Juul, dein kompetentes Kind. Kennst du das? Ich hab es jetzt erst gelesen und es spricht mich an. Ist nicht jedermanns Sache, aber mir persönlich sagt es mehr zu, als Auszeiten, Strafen, etc. Ich bin weniger am schimpfen als vorher (klang zum Teil schon wie meine Eltern... und kann deutlicher formulieren, was ich will bzw. klarer nein sagen. Klappt ganz gut bei uns, sind aber auch noch am üben Bei meinem Kind zumindest fällt mir auch auf, (kann natürlich bei anderen ganz anders sein), dass es ihm nicht gut geht, wenn er gehäuft Trotzanfälle bzw. Schrei-Anfälle hat (normalerweise ist er eher ausgeglichen). Dann beobachte ich das und versuche die Rahmenbedingungen zu ändern, wenn es denn geht. Beispiel: Er war die letzten 2 Monate viel krank, stark erkältet. Als das endlich vorbei war, wollte ich gleich lossprechen, den normalen Alltag leben, wieder rauskommen :tripple: . Ich hab viel zu viel ausgemacht. Ihn hat es wohl gestresst, ist vielleicht noch angeschlagen und ist auf Besucher-Kinder losgegangen (das hat er nie gemacht). Jetzt entschleunige ich gerade wieder und es wird besser.

    Ich wünsche euch alles Gute! Ich weiß, dass es sehr an den Nerven zehrt

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