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  • 2 Post By eveaida
  • 1 Post By Maxie Musterfrau

Thema: 4jähriger trotzt und provoziert uns bis zur Weißglut

  1. #1
    Anyaveganya ist offline Stranger
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    Standard 4jähriger trotzt und provoziert uns bis zur Weißglut

    Hallo,

    Ich habe mich hier angemeldet, da mein Mann und ich total verzweifelt sind. Unser 4jähriger zeigt schon länger problematisches Verhalten. Er ist unser erstes und einziges Kind und wir haben somit keinen Vergleich. Andere Eltern sagen uns, ihre Kinder seien nicht so gewesen.

    Niko war schon immer etwas problematisch. Er war ein Schreikind und schien als Baby schon Zornausbrüche gehabt haben. Phasenweise schrie er nachts an die 20 mal. Gesundheitlich wurde nichts gefunden. Die Hebamme meinte schon er sei ein kleiner Zornickel und steigere sich hinein, wenn ihm etwas nicht passt. Das Geschrei nachts hörte erst mit 20 Monaten auf.

    Im KiGa wurde ich vor 2 Monaten angesprochen, dass er andere Kinder haut, auch oft ohne Grund und eines der wildesten und lautesten Kinder in der Gruppe sei. Wenn jemand was angestellt hat, dann heißt es bei den Kindern gleich: Niko wars, auch wenn er gar nicht da ist. Er hat seinen Stempel als Unruhestifter weg. Letztens sprachen mich 2 größere Kinder an, dass Niko ganz schön frech sei. Er ärgert gern andere. Natürlich sagen wir ihm von klein auf, dass er dies und das nicht darf, weil es weh tut, andere traurig macht oder er doch auch nicht möchte dass man ihm das tut.
    Die Erzieherinnen denken weniger an ADHS, da er sich auch sehr lange still auf eine Sache konzentrieren kann.
    Eher HSP, also Hochsensibilität und daraus folgende Reizüberflutung. Er wird dann sehr laut, versucht alles zu übertönen mit extrem lautem Gelache, Schreien, Hauen und Gegenstände gegen andere Gegenstände hauen.
    Nach dem Gespräch wollte ich bei der U8 die Kinderärztin zu Rate ziehen. Allerdings standen wir letzten Monat am Empfang und uns wurde mitgeteilt, dass der Termin versemmelt wurde. Nicht ins System eingetragen bei der Vergabe und wir bekamen einen Alternativtermin letzte Woche. Da hat der Kleine aber 0 mitgemacht bei Hörtest und Sehtest, so dass abgebrochen wurde und ich die Ärztin nicht zu Gesicht bekam. Er starrte stur weg, sagte er will das nicht, er habe Angst und fertig. Nichts hat geholfen. Nächsten Donnerstag müssen wir nochmals hin.

    Ich muss dazu sagen, dass es so gut wie kein Fernsehen gibt. Wir sind viel draußen damit er toben und Energie loswerden kann.

    Bisher war laut Kinderärztin auch nie was auffällig. Kinder sind halt so. Die Entwicklung erschreckt uns allerdings mehr und mehr.

    Er widerspricht grundsätzlich. Wir diskutieren schon gar nicht mehr mit ihm und ignorieren die Widerworte. Es wird ihm kurz erklärt warum und fertig. Bei manchen Dingen gibts einfach keine Kompromisse, bspw Zähneputzen, ins Bett gehen oder wenn es Reis gibt statt Nudeln.

    Das nächste Problem ist diese sehr laute Art. Wehe er bekommt einen Besen in die Hand, dann wird der Hund damit gejagt, gegen alles gehauen etc. Solche Situationen versuchen wir so gut wie möglich zu vermeiden. Das Problem besteht schon länger.

    Gestern hat er Opas Auto zerkratzt, weil dieser ihm keinen Luftballon geben wollte.

    Wenn er etwas nimmt, das er nicht nehmen darf und man ihm sagt er soll es bitte hergeben, dann wirft er es einfach weg. Wenn er es net haben darf dann niemand anderes.

    Und immer dieses laute Lachen. Es klingt richtig irre. Anders kann man das nicht sagen. Er lacht um Aufmerksamkeit zu bekommen, er lacht wenn man ihn schimpft etc. Auch wenn er gerade schreit und weint weil er etwas nicht bekommt, wechselt er zwischen schreien und lautem Lachen. Aufmerksamkeit bekommt er sehr viel, auch positiv. Mir kommt es so vor als ob er wie gesagt Aufmerksamkeit möchte und auch lacht um negative Emotionen zu überdecken. Das klingt dann immer total "dreckig" und "psycho" anders kann ich es nicht beschreiben. Bei Oma und Opa hat er gemerkt, dass sie dieses Lachen stört, ebenso wie Schimpfworte. Wir ignorieren es weitgehend und tun als wäre nichts, in der Hoffnung, dass es irgendwann uninteressant wird. Die Großeltern jedoch schimpfen und zeigen, dass es sie ärgert, was Niko ganz toll findet. Ignoriert man dieses Lachen kommt er extra näher und wird immer lauter.
    Mir kommt es vor als ob er wahnsinnig gerne provoziert und auf hartem Konfrontationskurs ist, obwohl viel auf ihn eingegangen wird und es auch viele Kompromisse gibt wo er selbst entscheiden darf.
    Früher ging das alles über hauen und treten, seit er reden kann über Schimpfworte, Widerworte und Lachen. Wenn man doch mal sagt, dass das nicht schön ist und er das nicht sagen soll kommen Lügen wie: Oma/Opa/Erzieherin xy hat gesagt das muss man sagen.

    Letztens war er draußen abends sehr laut und hörte nicht auf seinen Papa, nachdem er ihn zig mal ermahnte leiser zu sein, weil es schon spät ist und er sonst rein müsse. Es war schon nach 20 Uhr und eh Zeit sich bettfertig zu machen. Dann musste er natürlich rein. Ich half ihm beim Umziehen, was er eigentlich alleine kann, aber rumbockte, weil er raus wollte. Er schimpfte wie ein Rohrspatz er wolle raus. Ich sagte: "Wenn du draußen so laut bist, dann musst du aber rein." Da war ich dann die Scheiß-Mama. Ich: Wenn ich eine Scheiß-Mama bin, dann hab ich keine Lust dir zu helfen und nachher eine Geschichte vorzulesen. Machs alleine.
    Und bin weggegangen was mit lautem Schreien und Weinen kommentiert wurde.

    Ich wusste mir in dieser Situation nicht anders zu helfen.

    Es gibt Leute, die schon meinten wir sollten ihm mal ordentlich den Hintern versohlen. Davon halten wir absolut gar nichts. Allerdings ertappe ich mich derzeit öfter dabei nah dran zu sein ihm mal eine zu scheuern. Ich will das nicht, aber das zeigt wie weit es schon ist. Gehauen wurde er bisher noch nie. Daher wunderte mich, dass er so gerne gehauen hat eine Zeit lang. Es wurde ihm von uns nicht vorgelebt.

    Wenn man ihm kurz in einfachen Worten erklären will, warum etwas nicht so läuft wie er es will, hört er absichtlich nicht zu, dreht sich weg, schreit, lacht etc und das so laut, dass man das eigene Wort nicht mehr versteht.

    Ich bin auch viel schuld dran, denn ich habe erst vor wenigen Monaten gelernt Grenzen zu setzen und sein Geschrei auszuhalten. Mein Mann sagte schon lange, dass ich das lernen müsse. Mir kam es nur einfach brutal vor. Seit es bei mir klick gemacht hat bin ich jedoch konsequent. Vorher hat er gelernt, dass er mit Geschrei alles bekommt. Meine Schwiegereltern sind da noch schlimmer und lebten mir das so vor. Ich dachte ich kann mich auf sie in Erziehungsfragen verlassen, da sie selbst 3 Kinder hatten. Heute erkenne ich, dass mein Mann Recht hatte und jetzt haben wir den Salat.

    Im Juni haben wir erst einen Termin bei der Frühförderstelle. Bis dahin platze ich noch.

    Ist sein Verhalten denn noch im Rahmen???!!!! Ich denke nicht, bin aber unsicher

    LG Anya

  2. #2
    Avatar von Wunderblume
    Wunderblume ist offline ~niveauflexibel~
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    05.08.2003
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    19.286

    Standard Re: 4jähriger trotzt und provoziert uns bis zur Weißglut

    Zitat Zitat von Anyaveganya Beitrag anzeigen
    Hallo,

    Ich habe mich hier angemeldet, da mein Mann und ich total verzweifelt sind. Unser 4jähriger zeigt schon länger problematisches Verhalten. Er ist unser erstes und einziges Kind und wir haben somit keinen Vergleich. Andere Eltern sagen uns, ihre Kinder seien nicht so gewesen.

    Niko war schon immer etwas problematisch. Er war ein Schreikind und schien als Baby schon Zornausbrüche gehabt haben. Phasenweise schrie er nachts an die 20 mal. Gesundheitlich wurde nichts gefunden. Die Hebamme meinte schon er sei ein kleiner Zornickel und steigere sich hinein, wenn ihm etwas nicht passt. Das Geschrei nachts hörte erst mit 20 Monaten auf.

    Im KiGa wurde ich vor 2 Monaten angesprochen, dass er andere Kinder haut, auch oft ohne Grund und eines der wildesten und lautesten Kinder in der Gruppe sei. Wenn jemand was angestellt hat, dann heißt es bei den Kindern gleich: Niko wars, auch wenn er gar nicht da ist. Er hat seinen Stempel als Unruhestifter weg. Letztens sprachen mich 2 größere Kinder an, dass Niko ganz schön frech sei. Er ärgert gern andere. Natürlich sagen wir ihm von klein auf, dass er dies und das nicht darf, weil es weh tut, andere traurig macht oder er doch auch nicht möchte dass man ihm das tut.
    Die Erzieherinnen denken weniger an ADHS, da er sich auch sehr lange still auf eine Sache konzentrieren kann.
    Eher HSP, also Hochsensibilität und daraus folgende Reizüberflutung. Er wird dann sehr laut, versucht alles zu übertönen mit extrem lautem Gelache, Schreien, Hauen und Gegenstände gegen andere Gegenstände hauen.
    Nach dem Gespräch wollte ich bei der U8 die Kinderärztin zu Rate ziehen. Allerdings standen wir letzten Monat am Empfang und uns wurde mitgeteilt, dass der Termin versemmelt wurde. Nicht ins System eingetragen bei der Vergabe und wir bekamen einen Alternativtermin letzte Woche. Da hat der Kleine aber 0 mitgemacht bei Hörtest und Sehtest, so dass abgebrochen wurde und ich die Ärztin nicht zu Gesicht bekam. Er starrte stur weg, sagte er will das nicht, er habe Angst und fertig. Nichts hat geholfen. Nächsten Donnerstag müssen wir nochmals hin.

    Ich muss dazu sagen, dass es so gut wie kein Fernsehen gibt. Wir sind viel draußen damit er toben und Energie loswerden kann.

    Bisher war laut Kinderärztin auch nie was auffällig. Kinder sind halt so. Die Entwicklung erschreckt uns allerdings mehr und mehr.

    Er widerspricht grundsätzlich. Wir diskutieren schon gar nicht mehr mit ihm und ignorieren die Widerworte. Es wird ihm kurz erklärt warum und fertig. Bei manchen Dingen gibts einfach keine Kompromisse, bspw Zähneputzen, ins Bett gehen oder wenn es Reis gibt statt Nudeln.

    Das nächste Problem ist diese sehr laute Art. Wehe er bekommt einen Besen in die Hand, dann wird der Hund damit gejagt, gegen alles gehauen etc. Solche Situationen versuchen wir so gut wie möglich zu vermeiden. Das Problem besteht schon länger.

    Gestern hat er Opas Auto zerkratzt, weil dieser ihm keinen Luftballon geben wollte.

    Wenn er etwas nimmt, das er nicht nehmen darf und man ihm sagt er soll es bitte hergeben, dann wirft er es einfach weg. Wenn er es net haben darf dann niemand anderes.

    Und immer dieses laute Lachen. Es klingt richtig irre. Anders kann man das nicht sagen. Er lacht um Aufmerksamkeit zu bekommen, er lacht wenn man ihn schimpft etc. Auch wenn er gerade schreit und weint weil er etwas nicht bekommt, wechselt er zwischen schreien und lautem Lachen. Aufmerksamkeit bekommt er sehr viel, auch positiv. Mir kommt es so vor als ob er wie gesagt Aufmerksamkeit möchte und auch lacht um negative Emotionen zu überdecken. Das klingt dann immer total "dreckig" und "psycho" anders kann ich es nicht beschreiben. Bei Oma und Opa hat er gemerkt, dass sie dieses Lachen stört, ebenso wie Schimpfworte. Wir ignorieren es weitgehend und tun als wäre nichts, in der Hoffnung, dass es irgendwann uninteressant wird. Die Großeltern jedoch schimpfen und zeigen, dass es sie ärgert, was Niko ganz toll findet. Ignoriert man dieses Lachen kommt er extra näher und wird immer lauter.
    Mir kommt es vor als ob er wahnsinnig gerne provoziert und auf hartem Konfrontationskurs ist, obwohl viel auf ihn eingegangen wird und es auch viele Kompromisse gibt wo er selbst entscheiden darf.
    Früher ging das alles über hauen und treten, seit er reden kann über Schimpfworte, Widerworte und Lachen. Wenn man doch mal sagt, dass das nicht schön ist und er das nicht sagen soll kommen Lügen wie: Oma/Opa/Erzieherin xy hat gesagt das muss man sagen.

    Letztens war er draußen abends sehr laut und hörte nicht auf seinen Papa, nachdem er ihn zig mal ermahnte leiser zu sein, weil es schon spät ist und er sonst rein müsse. Es war schon nach 20 Uhr und eh Zeit sich bettfertig zu machen. Dann musste er natürlich rein. Ich half ihm beim Umziehen, was er eigentlich alleine kann, aber rumbockte, weil er raus wollte. Er schimpfte wie ein Rohrspatz er wolle raus. Ich sagte: "Wenn du draußen so laut bist, dann musst du aber rein." Da war ich dann die Scheiß-Mama. Ich: Wenn ich eine Scheiß-Mama bin, dann hab ich keine Lust dir zu helfen und nachher eine Geschichte vorzulesen. Machs alleine.
    Und bin weggegangen was mit lautem Schreien und Weinen kommentiert wurde.

    Ich wusste mir in dieser Situation nicht anders zu helfen.

    Es gibt Leute, die schon meinten wir sollten ihm mal ordentlich den Hintern versohlen. Davon halten wir absolut gar nichts. Allerdings ertappe ich mich derzeit öfter dabei nah dran zu sein ihm mal eine zu scheuern. Ich will das nicht, aber das zeigt wie weit es schon ist. Gehauen wurde er bisher noch nie. Daher wunderte mich, dass er so gerne gehauen hat eine Zeit lang. Es wurde ihm von uns nicht vorgelebt.

    Wenn man ihm kurz in einfachen Worten erklären will, warum etwas nicht so läuft wie er es will, hört er absichtlich nicht zu, dreht sich weg, schreit, lacht etc und das so laut, dass man das eigene Wort nicht mehr versteht.

    Ich bin auch viel schuld dran, denn ich habe erst vor wenigen Monaten gelernt Grenzen zu setzen und sein Geschrei auszuhalten. Mein Mann sagte schon lange, dass ich das lernen müsse. Mir kam es nur einfach brutal vor. Seit es bei mir klick gemacht hat bin ich jedoch konsequent. Vorher hat er gelernt, dass er mit Geschrei alles bekommt. Meine Schwiegereltern sind da noch schlimmer und lebten mir das so vor. Ich dachte ich kann mich auf sie in Erziehungsfragen verlassen, da sie selbst 3 Kinder hatten. Heute erkenne ich, dass mein Mann Recht hatte und jetzt haben wir den Salat.

    Im Juni haben wir erst einen Termin bei der Frühförderstelle. Bis dahin platze ich noch.

    Ist sein Verhalten denn noch im Rahmen???!!!! Ich denke nicht, bin aber unsicher

    LG Anya
    Seufz. ...ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll... ich brainstorme mal querbeet, ich kann es gerade nicht besser.


    vorweg - das klingt für mich nicht nach HSP sondern eher nach Asperger. Ist aber nur durch eigene Erfahrung begründet und tut auch gerade nichts zur Sache....


    Was heißt "Geschrei aushalten"?

    Ignorieren finde ich die schlimmste Strafe, die man einem Kind antun kann. Und dass Du Dich beleidigt auf (unter!!) sein Kindergarten-Niveau begibst und ihm die Geschichte streichst finde ich auch nicht gut. seufz.

    Hast Du mal daran gedacht, für Euch eine Erziehungsberatung in Anspruch zu nehmen, statt das Kind von einem Termin zum anderen zu schleifen?

    Mit dem Sachen hergeben, bitte ihn mal darum das Teil an einen bestimmten Ort zu legen. ICH finde es nachvollziehbar, dass er es blöd findet, wenn er etwas nicht haben darf, Du aber schon Vielleicht klappt es besser, es einfach neutral irgendwo abzulegen. So ein bisschen hineinversetzen in das Kind wäre schon irgendwie hilfreich... Seufz.


    Seufz. Das alles liest sich vielleicht wieder viel schlimmer als es ist, aber ich hab echt Bauchweh beim Lesen bekommen.... magst Du Dein Kind ein bißchen?? Oder ist er nur noch ein Problem?

    Wir sehen alle den gleichen Himmel - aber wir haben nicht alle denselben Horizont!

  3. #3
    miri1977 ist offline Stranger
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    Standard Re: 4jähriger trotzt und provoziert uns bis zur Weißglut

    Ich bin auch viel schuld dran, denn ich habe erst vor wenigen Monaten gelernt Grenzen zu setzen und sein Geschrei auszuhalten.
    Verhaltensänderungen brauchen Zeit. Bitte habe Geduld mit ihm und Dir.

    Bleibe bei Deinem Kurs, denn meiner Erfahrung nach stimmt es was Du herausgefunden hast: ein Kind braucht Grenzen und Regeln. Auch um sich in seiner Welt orientieren zu können. Wenn er früher durch Geschrei zwar das Gewünschte bekam, erhielt er aber immer noch den gestressten, genervten und gequälten Blick mit dazu. Er bekam was er wollte, konnte sich aber nicht daran erfreuen - denn jedes Kind will auch die Liebe der Eltern spüren: es ist viel schöner, wenn sich die Eltern mitfreuen, als wenn sie sich über das Kind ärgern, wenn das Kind sich eigentlich freuen möchte - das passt dann nicht und macht das Kind nicht glücklich.

    Das heißt: Du musst Regeln aufstellen, die DIR liegen, Du musst sie sinnvoll finden und durchsetzen möchten. Wenn Dus noch nicht getan hast, überlege Dir, in welchen Situationen das Geschrei/ irre Lachen genau auftritt und wie Du die Situation im Vorfeld entschärfen könntest, damit das unerwünschte Verhalten gar nicht auftreten "muss". Überlege was Du machen kannst, wenn es dennoch dazu kommt.
    Vielleicht hilft es auch, ihm zu erklären, warum man nun ein anderes Verhalten von ihm wünscht als früher, dass es z.B. zu anstrengend für Dich ist? Oder vielleicht kann man manchmal mit ihm handeln - klassisches Beispiel: vor dem Supermarkt ausmachen, dass er 1 Süssigkeit für sich aussuchen darf, aber nicht mehr; ( und wenns nicht funktioniert muss man leider nach Hause gehen?). Und binde ihn stärker bei "wichtigen" Tätigkeiten ein, die erkennbar nützlich für alle sind. Zusammen Essen kochen oder ähnliches, das stärkt das Selbstwertgefühl. Dabei kann man ihn loben wie gut er das macht und wie groß er schon ist. Und wenn er bei Situationen, die sonst problematisch waren, wie gewünscht agiert - dann vielleicht nochmal darauf hinweisen, wie einfach und schön und angenehm es für Dich ist - und letztlich auch für ihn.

    Aber wie gesagt, Verhaltensänderungen brauchen Zeit - bei ihm wie bei Dir. In einem halben Jahr sieht es bestimmt anders aus. Es lohnt sich :)
    Und nein, ihn zu hauen, würde nur sein Vertrauen zerstören. Vielleicht ist er zur Zeit wirklich etwas extrem, vielleicht bist Du aber auch nur zu k.o. - mal schauen was die bei der Frühförderstelle sagen. Bis dahin: durchhalten Das wird schon ...

  4. #4
    Avatar von eveaida
    eveaida ist offline enthusiast
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    Standard Re: 4jähriger trotzt und provoziert uns bis zur Weißglut

    Hallo,
    mein Sohn war ähnlich, er störte alle im KIga und schrie herum, haute die anderen Kinder...etc.
    Die Erzieher kamen auch mit ADHS und wollten Ergo. oder sonst was weil mein Sohn ja so auffällig ist..

    Naja, letztlich haben wir ihn mehr gefördert, aber so wie wir das für richtig fanden.
    ADHS in dem Alter konnte ich mir nicht vorstellen und ERGO halte ich für übertrieben. Gott das Kind ist 4!! Da ist man auf Konfrontation aus.

    Konsequenz hat uns sehr geholfen, viel mit raus und sich das mal ansehen, was da passiert. Meiner hat sich oft einfach geärgert, er wollte so viel und schaffte das halt noch nicht, weil er halt erst 4 ist.
    Also habe ich ihn liebevoll aber bestimmt versucht aufzufangen: auch gern mal mit, ok dann schreien wir jetzt und ärgern uns, über was auch immer. Anfangs ärgerte er sich noch mehr, dann musste er fast mitlachen weil ich so rumgeheult, habe weil halt keine Sonne schein. Abgeschlossen habe wir dann mit, geht es jetzt besser? und was brauchen wir jetzt,? was brauchst du jetzt...? Was kann ich für dich tun?, was glaubst du wird dir helfen?, was siehst du für eine Lösung?...den kleine Mann überrascht mich immer wieder mit seine Antworten!!
    Meist hilft jetzt einfach mal tröstend weinen lassen, ja man darf sich auch mal ärgern, auch mal laut...

    Das laute Spielen mit Schreien ist auch Verunsicherung, mein Kleiner weiß nicht wie er mit anderen gut umgehen kann, also lacht er, oft sehr übertrieb uns sehr laut und wird auffällig.
    Dann schnapp ich ihn mir uns wir kuscheln und und ich versuche die Situation zu erklären, frage was er gerne möchte, das die anderen tun oder auch nicht, je nach Situation und versuche herauszufinden wie er das erreichen kann auf eine andere art als mit schreien und auffallen.

    Er hat emotional sicher Nachholbedarf und entwickelt sich dort langsamer als in Richtung Sprachen und anderen Fertigkeiten, daher muss ich dort mehr fördern...
    In der Kita bin ich ja nicht da , ich habe das Gespräch mit den Erziehern aber gesucht erklärt wo mein Kind steht und gebeten, das zu sehen was er gut kann. Also darf er jetzt mit den Vorschulkindern Zahlen und Buchstaben schreiben und mit den Großen basteln, aber mit den Kleinen 2-4 jährigen Rollen- und Gesellschaftsspiele machen, wenn die Erzieherin dabei ist..so ist er seine Entwicklungsstand einfach nähernd und wird besser emotional aufgefangen.

    Für mich bedeutet es ständig kämpfen für dieses Kind, nicht gegen ihn...aber oft gegen meine Ungedult, manchmal gebe ich ihn an den Papa weil es mich so unendlich nervt...Ja Mama muss da euch ganz viel lernen.
    Und das Getrotze,,nun das ist einfach normal in den Alter, da muss man einige Dinge halt wirklich durchsetzen wollen und sehr sehr konsequent sein, auch wenn echt schwer ist...

    Aber es lohnt sich, wir habe viel weniger ärger in der KIta und weniger Frust zuhause, er spiel besser mit einigen Kindern...es gibt auch noch sehr schwere Tage, aber wir Eltern wissen wo wir dran sind und lassen nicht locker...
    miri1977 und Thori gefällt dies.

  5. #5
    Akinnaki ist offline addict
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    Standard Re: 4jähriger trotzt und provoziert uns bis zur Weißglut

    Zitat Zitat von Wunderblume Beitrag anzeigen
    Seufz. ...ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll... ich brainstorme mal querbeet, ich kann es gerade nicht besser.


    vorweg - das klingt für mich nicht nach HSP sondern eher nach Asperger. Ist aber nur durch eigene Erfahrung begründet und tut auch gerade nichts zur Sache....


    Was heißt "Geschrei aushalten"?

    Ignorieren finde ich die schlimmste Strafe, die man einem Kind antun kann. Und dass Du Dich beleidigt auf (unter!!) sein Kindergarten-Niveau begibst und ihm die Geschichte streichst finde ich auch nicht gut. seufz.

    Hast Du mal daran gedacht, für Euch eine Erziehungsberatung in Anspruch zu nehmen, statt das Kind von einem Termin zum anderen zu schleifen?

    Mit dem Sachen hergeben, bitte ihn mal darum das Teil an einen bestimmten Ort zu legen. ICH finde es nachvollziehbar, dass er es blöd findet, wenn er etwas nicht haben darf, Du aber schon Vielleicht klappt es besser, es einfach neutral irgendwo abzulegen. So ein bisschen hineinversetzen in das Kind wäre schon irgendwie hilfreich... Seufz.


    Seufz. Das alles liest sich vielleicht wieder viel schlimmer als es ist, aber ich hab echt Bauchweh beim Lesen bekommen.... magst Du Dein Kind ein bißchen?? Oder ist er nur noch ein Problem?

    Also ich find so Antworten ehrlich gesagt richtig übel. Und fragen wie magst du dein Kind denn noch ein bisschen? ....Wenn sie es nicht mögen würde, würde sie keineHilfe suchen. Und ich finde es ehrlich nicht gut wenn sich hier jemand öffnet und sagt wir haben dieses Problem und ich hätte gerne Hilfe, dass jemand antwortet der eigentlich nur drauf aus ist zu sagen: du bist ein schlechte Mutter und machst alles falsch und ich hätte das alles besser gekonnt. So liest sich dein Eintrag nämlich, mag sein dass es nicht so gemeint war. Aber er liest sich wie: oh Gott schon wieder so eine schlimme Mutter, die gar nichts weiss. Und ich glaube das ist nicht das Gefühl, dass man jemandem vermitteln sollte, der Hilfe sucht.

    Zum Thema an sich: ich kann dir da leider nicht viel Rat zu geben, da ich nur eine Tochter habe, welche eigentlich recht einfach ist. Seit sie im Kindergarten ist haut sie auch ab und an und wir versuchen es ihr mit Konsequenz aber ohne Liebesentzug abzugewöhnen.
    Ich denke aber, dass wenn euer Verhältnis so gespannt ist, der Rat einer Erziehungsberatung nicht schlecht ist, denn es ist immer schwierig aus solchen Kreisen auszubrechen. Vom lesen her merkt man, dass du ihn auch als Problemkind in einer gewissen Weise siehst und vielleicht erfüllt er auch deine Erwartung solange sie da ist und vielleicht müsst ihr alle euch mit einer neutralen Person und neuen Tipps auf einen Reset einigen?
    Ihr versucht ja etwas zu ändern und das ist gut,schlimm wäre, wenn es euch egal wäre, wie er sich verhält.

  6. #6
    Maxie Musterfrau ist gerade online 100% Originalnick
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    Standard Re: 4jähriger trotzt und provoziert uns bis zur Weißglut

    Zitat Zitat von Akinnaki Beitrag anzeigen
    Also ich find so Antworten ehrlich gesagt richtig übel. Und fragen wie magst du dein Kind denn noch ein bisschen? ....Wenn sie es nicht mögen würde, würde sie keineHilfe suchen. Und ich finde es ehrlich nicht gut wenn sich hier jemand öffnet und sagt wir haben dieses Problem und ich hätte gerne Hilfe, dass jemand antwortet der eigentlich nur drauf aus ist zu sagen: du bist ein schlechte Mutter und machst alles falsch und ich hätte das alles besser gekonnt. So liest sich dein Eintrag nämlich, mag sein dass es nicht so gemeint war. Aber er liest sich wie: oh Gott schon wieder so eine schlimme Mutter, die gar nichts weiss. Und ich glaube das ist nicht das Gefühl, dass man jemandem vermitteln sollte, der Hilfe sucht.
    Ich glaube, du hast Wunderblumes Posting falsch gelesen. Ich halte die Frage: "Liebe ich mein Kind in dieser Stresssituation, die scheinbar unendlich ist, noch so, wie es das verdient hat? Oder erlebe ich es mehr und mehr als Belastung?" für sehr wichtig und auch mitentscheidend, wenn es darum geht, welchen Weg man weiter geht und welche Hilfen man sich holt.

    Zum Thema an sich: ich kann dir da leider nicht viel Rat zu geben, da ich nur eine Tochter habe, welche eigentlich recht einfach ist. Seit sie im Kindergarten ist haut sie auch ab und an und wir versuchen es ihr mit Konsequenz aber ohne Liebesentzug abzugewöhnen.
    Ich denke aber, dass wenn euer Verhältnis so gespannt ist, der Rat einer Erziehungsberatung nicht schlecht ist, denn es ist immer schwierig aus solchen Kreisen auszubrechen. Vom lesen her merkt man, dass du ihn auch als Problemkind in einer gewissen Weise siehst und vielleicht erfüllt er auch deine Erwartung solange sie da ist und vielleicht müsst ihr alle euch mit einer neutralen Person und neuen Tipps auf einen Reset einigen?
    Ihr versucht ja etwas zu ändern und das ist gut,schlimm wäre, wenn es euch egal wäre, wie er sich verhält.
    Du sagst auch nichts anderes als Wunderblume.
    tamilein gefällt dies

  7. #7
    EliMami ist offline Stranger
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    Standard Re: 4jähriger trotzt und provoziert uns bis zur Weißglut

    Hallo :-)
    Mein Mini ist zwar erst 2,5 aber ich kann vieles was du beschreibst schon nachvollziehen und mache mir ajch einige Gedanken.
    Unter andrem wurde uns auch schon von Erzieherinnen gesagt dass er anstrengend sei..
    Wir können uns gerne austauschen:) bin auch dankbar über den Kontakt mit andren Mamis. Lg

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