Ergebnis 1 bis 4 von 4
  1. #1
    Avatar von valentin2003
    valentin2003 ist offline Veteran
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    Standard Essensplan 27.7. - 2-8.

    Vorletzter Tag in Quarantäne

    Für nächste Woche habe ich folgenden Plan:

    Am Montag gibt es die noch vorhandene halbe Roulade mit selbstgemachten (allerdings nicht geschabten - kann ich nicht) Spätzle.

    Am Dienstag mache ich mir einen schönen Tag mit meinen Eltern (Kind muss leider arbeiten) und wir werden unterwegs etwas essen.

    Mittwoch geht es der Aubergine an den Kragen. Wahrscheinlich wird es eine Kombi mit Tomaten/Tomatens0ße - so in der Art wie von justme geschrieben.

    Donnerstag treffe ich mich mit einigen Kollegen zum Brunchen - es gibt was zu Feiern.

    Freitag werde ich mir Bruschetta machen.

    Am Samstag gibt es einen Familien-/Freundetag im kleinen Kreis.
    Mit Kind und Eltern und 2 Freundinnen gehen wir mittags gemütlich essen und werden den Nachmittag je nach Wetter etwas unternehmen.

    Sonntag muss ich mich dann erholen und weiß noch nicht, was es da zu essen geben wird.

    Wünsche euch einen schönen Sonntag und eine sonnige nächste Woche.

  2. #2
    justme ist offline Poweruser
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    Standard Re: Essensplan 27.7. - 2-8.

    Oh, gut, dann ist deine Quarantäne ja morgen schon herum! Deine Woche klingt gut; feier schön!

    Hier gehen wir abwechselnd essen und kochen selber. Gestern waren wir in einem wirklich guten Restaurant mit moderner griechischer Küche. Mann und Tochter hatten eine Lammhaxe mit Schmorgemüse und kleinen Kartöffelchen, der Gatte davor Zucchini-Plätzchen (etwa 1 cm dicke Zucchinischeiben im Teigmantel ausgebacken, das war gut!), ich hatte als Vorspeise Pfahlmuscheln in einem würzigen Sud und dann ein Schmorgericht aus Rindfleisch mit kräftigem Zitronenaroma (mehr Zitronenschale als -Saft, würde ich sagen) und dazu Kartoffelpüree und Fladenbrot mit Kräuterjoghurt. Tochter hatte als Nachtisch Melonensorbet.

    Heute werden wir Tsatsiki machen, wir haben noch Joghurt und Knoblauch und Brot und möchten das aufbrauchen, bevor wir morgen noch für vier Tage in unser zweites Quartier hier auf der Insel, diesmal im Norden, "umziehen", es ist eine gute Stunde Autofahrt, so groß ist die Insel ja nicht, aber mit lauter angebrochenen Lebensmitteln wäre das trotzdem doof; die zweite Unterkunft wird ein Appartement sein, auch mit Küche, aber man weiß ja vorher nie, wie gut die wirklich eingerichtet ist. Die Strände hier im Süden kennen wir jetzt fast alle , der Gemüsehändler grüßt uns und die schwangere Kassiererin im Supermarkt ruft "Guten Morgen", wenn wir kommen, sie kann nämlich ein wenig Deutsch. Eine Gurke und eine Flasche Wein kaufen wir auf dem Rückweg vom heutigen Strand am frühen Abend noch.

    Am Samstag fliegen wir zurück nach Festland-Griechenland und sind dann noch bis Dienstag in Athen in einem Hotel, von dort werde ich also überwiegend aus Restaurants oder der Sorte Selbstverpflegung à là gefüllte-Blätterteigteilchen-vom-Bäcker-mit-einer-Flasche-Wein-auf-dem-Balkon berichten können (beim Bäcker hier habe ich alle möglichen gefüllten Pasteten, meist aus einer Art Blätterteig und laut Schildchen mit Käse, Pilzen oder anderen Gemüsen drin, gesehen, wir hatten bisher aber noch keine Gelegenheit, die auszuprobieren - im Gegensatz zu Baklava und anderen süßen Leckereien, auf denen Tochter als Nachtisch besteht).
    Das Wetter ist hier gleichbleibend schön mit Temperaturen um 30°C und null Wolken oder Regen, dafür Wind in unterschiedlicher Stärke (einmal so heftig, dass es uns die Strandtücher und Badesachen nachts trotz der rostige Klammern von der Wäscheleine geblasen hat), was sehr angenehm ist.

    Zitat Zitat von valentin2003 Beitrag anzeigen
    Vorletzter Tag in Quarantäne
    Für nächste Woche habe ich folgenden Plan:
    Am Montag gibt es die noch vorhandene halbe Roulade mit selbstgemachten (allerdings nicht geschabten - kann ich nicht) Spätzle.
    Am Dienstag mache ich mir einen schönen Tag mit meinen Eltern (Kind muss leider arbeiten) und wir werden unterwegs etwas essen.
    Mittwoch geht es der Aubergine an den Kragen. Wahrscheinlich wird es eine Kombi mit Tomaten/Tomatens0ße - so in der Art wie von justme geschrieben.
    Donnerstag treffe ich mich mit einigen Kollegen zum Brunchen - es gibt was zu Feiern.
    Freitag werde ich mir Bruschetta machen.
    Am Samstag gibt es einen Familien-/Freundetag im kleinen Kreis.
    Mit Kind und Eltern und 2 Freundinnen gehen wir mittags gemütlich essen und werden den Nachmittag je nach Wetter etwas unternehmen.
    Sonntag muss ich mich dann erholen und weiß noch nicht, was es da zu essen geben wird.
    Wünsche euch einen schönen Sonntag und eine sonnige nächste Woche.
    justme

  3. #3
    justme ist offline Poweruser
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    Standard Re: Essensplan 27.7. - 2-8.

    ...eine kleine Änderung für heute Abend planen wir schon. Nachdem wir das restliche Brot beim Frühstück gegen 11 Uhr fast aufgegessen haben, werden wir zu dem Tsatsiki heute Abend Papas arrugadas, also in Meerwasser schrumpelig gekochte, ungeschälte kleine Kartoffeln, machen. Die gibt es ursprünglich zwar auf den spanischen Kanarischen Inseln und nicht auf den griechischen ägäischen, aber die kleinen Kartoffeln, die Mann und Tochter gestern hatten, waren auch so zubereitet und da das Meerwasser hier absolut klar und sauber ist (und beim Kartoffelkochen ja ohnehin 1. abgekocht und 2. nicht getrunken wird), werden wir von unserer heutigen Badebucht zwei leere Wasserflaschen voll mitnehmen und darin die dann noch mit der Gurke und dem Wein zu kaufenden Kartöffelchen garen.

    Außerdem wollte ich noch von den gefüllten Zucchiniblüten berichten, die wir jetzt schon zweimal bei den Vorspeisen hatten, einmal mit Reis und einmal mit Hackfleisch gefüllt. Ich konnte mir ja immer nicht vorstellen, wie man das macht (ich hätte zuhause auf dem Markt auch schon Zucchiniblüten kaufen können), aber es geht praktisch genauso wie das Füllen von Weinblättern und wird auch mit vergleichbarer Füllung hergestellt: in die großen gelben Blüten werden ein oder zwei Teelöffel entweder gewürzten Hackfleischs oder einer pikanten Reis-Mischung (in unserem Fall gehackte Nüsse enthaltend) gefüllt, die Blüten zu gefaltet und dann wohl wie die Weinblätter dicht an dicht in einen Topf gelegt, der mit gesalzenem Wasser bis zur Oberkante der Röllchen aufgefüllt wird, und gegart. Das schmeckt sehr gut und die Blüten sind noch etwas zarter als Weinblätter.
    justme

  4. #4
    justme ist offline Poweruser
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    Standard Re: Essensplan 27.7. - 2-8.

    ...so, und gestern Abend waren wir wieder essen, und es gab bei den Vorspeisen sowohl gefüllte Weinblätter - da waren in der Reisfüllung Kapern drin, das hat sehr gut gepasst - als auch gefüllte Zucchiniblüten.

    Das Essen gehen war überhaupt gut, und wir waren vorgewarnt: bei TripAdvisor gab es ganz überwiegend sehr gute Kritiken, die wenigen schlechten hatten aber lustige Begründungen: man bekäme keine Karte, sondern einen Essensvorschlag vom Restaurantbesitzer, keine Rechnung, sondern am Ende einen Pauschalpreis genannt, und einmal wurde berichtet, er habe auf den Einwand, man wolle etwas anderes, erklärt "das hier ist mein Restaurant, hier bestimme ich, was gegessen wird".

    Wir haben also nicht widersprochen, als wir an einen Ecktisch der großen Dachterrasse mit Blick über die Bucht geführt wurden und uns erklärt wurde, zunächst gebe es einen Salat (das waren dann Gurken, Tomaten - aus dem eigenen Garten - , winzige grüne Oliven - auch eigene Ernte - und ein Kraut, das entfernt an Oregano mit Knospen erinnerte, mit Olivenöl, Salz, Pfeffer und von seiner Frau selbstgebackenem Brot), dann verschiedene Vorspeisen (außer den schon erwähnten gefüllten Blättern und Blüten frittierte Zucchini-, Tomaten- und mit Feta gefüllte Kartoffelplätzchenscheiben (oder waren es kleine Artischocken?) sowie Fawa (diese gelben Linsen) und Makarounes (das sind Vollkornnudeln) mit Käse und Röstzwiebeln, dazu wurde auch gleich das Hauptgericht serviert, bezüglich dessen er mit bestimmter Mine auf Mann und mich gezeigt und festgestellt hatte, wir würden Ziege mögen, sehr zart, und Tochter bekomme Hühnchen. Unsere Ziege, es war eine Haxe, war in der Tat so zart, dass sie bei Berührung mit der Gabel auseinander fiel, und sehr mild im Geschmack, also keinerlei aufdringlicher Eigengeschmack oder so, die schmeckte uns allen dreien sehr gut und da hier auf der Insel mehr Ziegen als Menschen leben, die überall so als halbwilde Herden herumziehen, aber selbstverständlich Besitzer haben, sicher auch einheimisch. Das Huhn von Tochter kam mit Reis und war etwas trocken (auch eine Horde Hühner hatten wir am Dorfeingang schon gesehen, mutmaßlich war das eines davon), uns allen drei schmeckt die Ziege noch besser (zu der es übrigens in unregelmäßige Stäbchen geschnittene und frittierte Kartoffeln gab). Zum Nachtisch bekamen wir ausgebackene Hefeteigbällchen mit Honig und Zimt und Quark mit Honig.

    Begrüßt worden waren wir vom Restaurantbesitzer mit "Welcome home!", zwischendurch kommentierte er beim Abräumen leerer Teller "you are good tourists!" und nach dem Essen setzte der Restaurantbesitzer, der auch überwiegend servierte - es gab außerdem noch eine servierende Angestellte und an Restaurantbesitzerfamilie seinen Bruder, seine Frau sowie ein etwa vierjähriges Mädchen und eine schwarz gekleidete und bekopftuchte alte Dame (Mutter oder Schwiegermutter) - sich mit einem Obstler, der in einer hübschen Weinflasche abgefüllt war, zu uns an den Tisch und erklärte uns die Weltlage. In den letzten Jahren - das letzte sei ein sehr gutes Jahr gewesen - habe er sich um uns, seine Touristen, gekümmert und habe gut verdient, er habe auch nach dem Winter noch etwas Rücklagen gehabt. Dieses Jahr ist alles anders und sehr schwierig, aber wir würden uns ja jetzt um ihn kümmern und trotzdem kommen, und dafür sei er dankbar, "we need you", und er denke, dass er es so schaffen werde, das Restaurant zu halten, seine Angestellte weiter zu bezahlen und noch ein bisschen zu haben, um den Winter zu überstehen.

    Außer uns waren auf der Dachterrasse im Verlauf noch vier von zehn Tischen belegt, er hat also schon Umsatz gemacht, wenn auch sicherlich weniger als in normalen Jahren.

    Wir haben übrigens für alles zusammen - einschließlich eines Kruges eines trockenen Weißweins (mein Mann hatte vorsichtig vorgeschlagen, zu Ziege Rotwein zu trinken, das fand der Restaurantbesitzer aber offenbar nicht, er brachte Weißwein) - 40 € bezahlt.
    justme

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