Ein Wochenende für mich

Kinder, Haushalt, Arbeit. Eltern.de-Autorin Krystyna Shahkarami brauchte dringend Erholung. Wir haben sie in ein Wellness-Wochenende nach Tirol geschickt. Dort erwartete sie Luxus für Mütter.

Tirol - ich komme

: Ein Wochenende für mich

Freitag spät nachmittags nach Büroschluss: eine Woche Arbeit, Familienstress, Kinder, Termine und organisieren sind hinter mir, meine kleine Reisetasche liegt bereits gepackt im Auto.

Ich fahre sofort los und freue mich unendlich auf ein Wochenende nur für mich alleine!

Schon alleine die Fahrt nach Telfs und weiter nach Buchen ist ein Genuss. Eine kurvenreiche Strecke führt auf 1.300m hoch, dann eine Privatstrasse durch den Wald, schließlich eine Einfahrt in die Tiefgarage und ich bin im Interalpen-Hotel angekommen.

Landschaftlich ein Paradies, mitten in der Natur, mit Blick auf das Karwendelgebirge und die Zugspitze.

Rosen-Empfang

An der Rezeption werde ich mit einer Rose empfangen. Ein junger sympathischer Angestellter führt mich in mein Zimmer. Ich habe sogar ein eigenes Garderobenzimmer!

Auf dem Tisch stehen: eine Orchidee, ein Teller mit Früchten, Mineralwasser, leckere Pralinen und eine Flasche Rotwein.

Ich lasse meine kleine Reisetasche einfach stehen und gehe sofort eine Runde schwimmen. Danach schaue ich mir den gepflegten Garten an.

Dann umziehen, hübsch machen und zum Abendessen. Mein Tisch für eine Person ist sehr taktvoll gewählt - ich kann alles sehr gut beobachten, sitze aber nicht wie auf dem Präsentierteller. Ich genieße ein Sechsgänge-Menü und plaudere mit dem netten, türkischen Kellner. Er erzählt mir von Istanbul, seiner Familie und seinen Kindern.

Am nächsten Tag kennt er meinen Namen, weiß, welchen Wein ich gerne trinke und wie ich den Espresso gerne möchte.

Loslassen

: Ein Wochenende für mich

Am Samstag blicke ich als erstes aus meinem Fenster und genieße die traumhafte Aussicht auf die Berge. Keiner verlangt von mir, dass ich Frühstück mache. Der Tag gehört nur mir!

Im Bademantel gehe ich auf die Sonnenterasse des Spa-Restaurants und frühstücke ausgiebig. Ein Koch bereitet mir mein Omelett zu, der Saft ist frisch gepresst.

Meine Seele entspannt sich, jetzt ist mein Körper dran.

Frau Legat, die Leiterin der Schönheitsabteilung berät mich. Ich wähle die indische Kopfmassage. Genuss pur - mit warmen Ölguss auf die Stirn, sanfter Kopf- Nacken und Schultermassage. Danach spüre ich die Energie richtig fließen, fühle mich leicht, frei von lästigen Verspannungen und sogar lästigen Gedanken.

Im größten Saunadorf Tirols probiere ich die Salzgrotte mit Walgesang und Lichtspielen aus, genieße das Kräuterdampfbad, die Steingrotte und die Backstube. Ja, richtig, Backstube: Hier duftet es nach frisch gebackenen Brot, von dem ich auch tatsächlich naschen darf.

Danach ein Vitaminbombensaft, den ich im Garten serviert bekomme und ich bin völlig entspannt.

Jetzt noch Sport? Die ehemalige Bronzemedaille-Gewinnerin im Springen bei den Olympischen Spielen, Frau Baldus sprüht vor Energie, Lebensfreude und Lust auf Bewegung, so dass ich ohne Murren sofort mit ihr eine Nordic Walking Wanderung machen würde. Aber es ist schon spät. Die Zeit ist einfach zu knapp.

Nach dem Abendessen wird Livemusik gespielt, aber ich bin ziemlich geschafft und ziehe mich lieber in meinen eigenen Tanzpalast, mein riesiges Zimmer zurück.

Das tat gut

Am Sonntag stehe ich sehr früh auf, schwimme und frühstücke ein letztes Mal sehr lange im Garten.

Eine Hot Stone Gesichtsmassage erwartet mich und eine freundliche Spa-Mitarbeiterin, mit der ich mich über Trips nach Indien austauschen kann.

Währendessen werde ich mit Jojobaöl eingeölt und mit Rosenduftwasser eingesprüht.

Sie massiert sanft mein Gesicht, meinen Kopf und meine Schultern mit zarten, weichen Pinseln und mit heißen Lavasteinen. Doch nur so kurz, dass ich die Hitze nur als wohltuendes Gefühl wahrnehme.

Vor dem Fenster blühen Feldwiesen, singen Vögel, summen die Bienen und ich schlummere sanft ein.

Ein perfektes Wellnesswochenende geht zu Ende. Die Preise sind zwar gesalzen, aber die Leistung stimmt.

Sonntagmittag fahre ich zurück nach Hause zu meiner Familie - verwöhnt, erholt, zufrieden. Während der Fahrt schaue ich mich immer wieder selbst im Rückspiegel an - ich sehe wirklich gut aus!