Ich habe Angst

Angst gehört zum Leben, sie schützt, stärkt, macht lebenstüchtig. Aber manchmal macht Angst auch krank. Dann kann eine Therapie helfen.

: Ich habe Angst

Das Wichtigste: Bagatellisieren oder dramatisieren Sie Ängste nicht. Am besten ist, Sie hören zu, trösten und zeigen Anteilnahme und Verständnis. Beteiligen Sie Ihr Kind aktiv an der Lösung des Problems. Sonst wächst die Angst nur weiter. Gelingt es nicht, konstruktive Bewältigungsstrategien zu entwickeln, behindert Angst die natürliche Entwicklung eines Kindes, muss man Hilfe suchen. Und zwar egal, ob es sich um entwicklungsbedingte Ängste handelt oder um solche, die durch bestimmte Lebensumstände und Erziehungseinflüsse ausgelöst wurden. Die Übergänge sind ohnehin oft fließend.

In Therapien können Kinder lernen, sich ihren Ängsten zu stellen. Im wesentlichen gibt es vier Ansätze.

Spieltherapie

Sie arbeitet mit Spiel und Bewegung, aber auch mit kreativen Mitteln ( Märchen, Malen, Modellieren) Gut geeignet für Kindergarten- und Grundschulkinder.

Familientherapie.

Dabei wird mit der ganzen Familie nach konstruktiven Lösungen gesucht, denn Ängste haben häufig ihre Ursache in schwierigen Geschwisterkonstellationen, im Familienleben allgemein oder aber in einer belasteten Paarbeziehung der Eltern. Wird von vielen Eltern und Kindern als sehr produktiv und erfolgreich beschrieben.

Hypnotherapie.

Mit Geschichten, Imaginationsübungen, Phantasie- und Rollenspielen wird versucht, Ängste abzubauen. Gut geeignet für Kindergarten- und Grundschulkinder, die an psychosomatischen Erkrankungen, Tics und Verhaltensauffälligkeiten wie Bettnässen leiden.

Verhaltenstherapie

Behutsam werden Kinder an die angstmachende Situation herangeführt. Gleichzeitig wird ein muskelentspannendes Training gemacht. In Gesprächen wird geübt, eine andere Sichtweise einzunehmen und Katastrophendenken durch eine realistische und entspannte Haltung zu ersetzen. Geeignet für Kinder und Jugendliche.