Gemeinsam für Ihr Kind

Nutzen Sie von Anfang an die Chance, einen guten Kontakt zur Lehrerin aufzubauen. Sie ist Ihre wichtigste Verbündete in dem gemeinsamen Ziel, dem Kind eine schöne und erfolgreiche Schulzeit zu ermöglichen. Hier erfahren Sie, wie eine positive Zusammenarbeit mit Lehrern gelingen kann.

: Gemeinsam für Ihr Kind

Für viele Eltern ist es ein merkwürdiger Gedanke, einen wesentlichen Aspekt der Erziehung Ihres Kindes nun in fremde Hände zu geben. Die Entwicklung von Fähigkeiten, die ganz zentral für seine Zukunft sind, soll nun der Staat übernehmen?
Die Schule ist heute keine Institution mehr, die sich vom Leben in der Familie klar abgrenzt. Die meisten Lehrer streben ein Miteinander an, sie wünschen sich Ihr Interesse und Ihre Mitarbeit. Die Gelegenheiten dazu sollten Sie wahrnehmen, indem Sie die Elternabende besuche, an Schulveranstaltungen, Festen und Ausflügen teilnehmen. So erfahren Sie mehr über das Schulleben und können dieses auch aktiv mitgestalten.

Nicht erst, wenn Probleme da sind

Auch die Sprechstunden der Lehrer sind eine wichtige Möglichkeit, mehr über den neuen Lebensmittelpunkt Ihres Kindes zu erfahren. Auch wenn alles gut läuft und sie keine konkreten Fragen haben – suchen Sie den Kontakt zur Lehrerin, Ihr Kind kann davon nur profitieren. Wartet man ab, bis tatsächlich Probleme auftauchen, so ist es meist schwieriger, gemeinsam zu einer Lösung zu kommen. Ehrlichkeit gegenüber den Lehrern ist dabei die Grundvoraussetzung. Keine Angst vor Enthüllungen: Berichten Sie offen, wenn Ihr Kind lange für die Hausaufgaben braucht, sie ihm häufig etwas erklären müssen, weil es im Unterricht nicht ganz folgen konnte. Die Lehrer sind auf Ihre Rückmeldungen angewiesen. Agieren Eltern im Hintergrund als Hilfslehrer, die Hausaufgaben erledigen und Nachhilfeunterricht leisten, so ist damit dem Kind langfristig nicht geholfen. Erzählen Sie dem Lehrer aber auch von besonderen Fähigkeiten und Erfahrungen Ihres Kindes. Nicht selten werden Sie im Gespräch auch Anregungen erhalten, die Ihnen bei Erziehungsfragen weiterhelfen.

Respektieren Sie die Arbeit der Lehrer

Ganz wichtig in der Zusammenarbeit mit den Lehrern ist, dass Sie deren Kompetenz akzeptieren. Vielleicht scheint nicht jede Entscheidung oder Arbeitsweise nachvollziehbar - gehen Sie dennoch zunächst einmal davon aus, dass die Pädagogen damit ein Ziel verfolgen. Natürlich sollten Eltern auch nie ganz vergessen, dass die Berichte des Kindes manchmal nicht genau wiedergeben, was sich tatsächlich abspielt. Einige Kinder fühlen sich gerade zu Beginn benachteiligt, weil die Lehrerin ihre Aufmerksamkeit unter vielen Kindern teilen muss. Dann ist es in jedem Fall das beste, nicht aufgeregt zu reagieren, dem Kind genau zuzuhören und bei der Lehrerin selbst nachzufragen. Missverständnissen kann so vorgebeugt werden. Durch den ständigen Kontakt mit vermeiden Sie auch unerfreuliche Überraschungen durch Zeugnisse. Viele Lehrer kritisieren, dass das Engagement der Eltern erst beginnt, wenn zum ersten Mal Noten verteilt werden oder gar, wenn es um die Zuteilung auf die höheren Schulen geht.

Kritik ja, aber bitte nicht vor dem Schulkind!

Wenn Sie etwas am Unterricht auszusetzen haben, sollten Sie dies nicht vor Ihrem Kind äußern, besser Sie sprechen direkt mit den Lehrerin. Mit Kritik verunsichern Sie Ihr Kind lediglich. Und die Lehrerin bemerkt sowieso meist schnell, wenn es von zu Hause negativ beeinflusst wird. Für viele Schulanfänger ist die Lehrerin etwas ganz Besonderes - auch wenn die Eltern sich vielleicht eine andere Person gewünscht hätten.
Und nicht zuletzt: Auch Lehrer freuen sich über Lob! Sprechen Sie nicht nur Probleme und Kritik an, sondern lassen Sie ruhig auch wissen, wenn Ihnen etwas besonders gut gefallen hat.