Die ersten Schritte auf der weiterführenden Schule

Mit dem Wechsel auf die weiterführende Schule beginnt eine große Herausfor- derung für die Kleinen. Wie Ihr Kind mit Ihrer Hilfe den Sprung schafft, lesen Sie hier.

: Die ersten Schritte auf der weiterführenden Schule

Der erste Schritt ist geschafft: Sie haben für Ihr Kind eine weiterführende Schule ausgesucht und es angemeldet. Nun rückt er immer näher, der erste Schultag auf dem Gymnasium, der Real- oder Hauptschule. Voller Vorfreude und Spannung fiebern die meisten Kinder dem alles entscheidenden Datum entgegen. Doch bleibt die Euphorie häufig nicht ungebremst: In der neuen Lebenswelt gilt es viel Unbekanntes zu entdecken und zu bewältigen.

Das neue Schulgebäude

Unendlich viele Türen und hinter jeder ein Klassenzimmer - auf Anna wirkt das Gymnasium während der ersten Schultage nach den Sommerferien wie ein Labyrinth. Wie leicht kann man sich zwischen den bunt beklebten Säulen und Wänden, den Chemie- und Physikräumen und den endlos in die Höhe aufsteigenden Treppenhäusern verlaufen. Und dann die vielen Menschen, die alle mindestens einen Kopf größer sind als sie und ihre Klassenkameraden: Regelrechte Massen wälzen sich über den Schulhof und durch die Gänge. Irgendwie findet Anna hier alles riesenhaft und übergroß - und auch ein bisschen unheimlich. Vielen Fünftklässlern, so eine Studie der Universität Dortmund zum Thema Übergangsprobleme in weiterführende Schulen, bereitet die Umstellung auf das neue, unübersichtliche Schulgelände Probleme: Sie fühlen sich unwohl, weil sie das Schulhaus noch nicht gut genug kennen und die Wege ihnen noch nicht so vertraut sind. Leichter wird es für Kinder, wenn sie wissen, was sie erwartet und wie es in ihrer neuen Schule aussieht. Sie fühlen sich dann weniger fremd und verloren. Helfen Sie Ihrem Kind:

  • Schauen Sie sich gemeinsam das neue Schulgebäude an. Legen Sie den Besichtigungstermin auf einen Nachmittag: Die Schultüre ist dann meist offen und sie haben die Gelegenheit, sich in Ruhe umzusehen.

  • Gehen Sie mit Ihrem Kind in Ruhe durch die Gänge. Und wenn die Tür eines Klassenzimmers offen steht, schauen sie sich den leeren Raum an. Schließlich wird Ihr Kind hier einen Großteil seines Schulalltags verleben.

  • In vielen Schulen gibt es Orientierungssysteme und Wegweiser, farbige Markierungen und Übersichtstafeln. Zeigen und erklären Sie sie dem Kind. Je schneller es sich in der neuen Umgebung zurechtfindet, umso vertrauter und weniger unheimlich wird sie ihm sein.

  • Wenn Sie nicht die Möglichkeit haben, die Schule von innen zu sehen, schauen Sie sie zumindest schon einmal von außen an. Auch das kann Ihrem Kind mehr Sicherheit vermitteln.

zurück 12