Kinder im Krankenhaus
 
Werden kleine Patienten gut versorgt?

Für Eltern ist es immer schlimm, wenn ihr Kind ins Krankenhaus muss. Vor allem, weil viele sich von den Ärzten nicht gut informiert fühlen, wie eine Studie jetzt belegt. Hier berichten User von ihren Erfahrungen.

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Thinkstock, Renata Osinska

Wann muss ein Kind ins Krankenhaus?

Leider ist es nicht immer möglich, die Kleinen ambulant zu versorgen, so dass manchmal ein Krankenhausaufenthalt nötig wird. So mussten im vergangenen Jahr 8,1 Prozent aller Kinder mindestens einmal ins Krankenhaus. Nicht nur für die Kleinen ist das eine extreme Situation, auch für die Eltern ist es natürlich belastend, nicht bei ihrem kranken Schatz sein zu können.
Zu den häufigsten Gründen, warum kleine Patienten ins Krankenhaus müssen, gehören nicht nur unumgängliche Operationen, sondern vor allem so genannte Routineversorgungen bei Verletzungen, Magen-Darm-Infektionen oder chronischen Mandelentzündungen. Auf letztgenannte Erkrankungen entfallen ein Drittel aller Krankenhausaufenthalte von Kindern zwischen einem und 14 Jahren.

Wie schätzen Eltern die Versorgung ihrer Kinder ein?

Immerhin: Die Versorgung von Kindern in deutschen Krankenhäusern ist gut - das belegt jetzt auch eine Untersuchung, die das Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitssystemforschung (ISEG) aus Hannover für die Gmünder Ersatzkasse (GEK) durchgeführt hat. Schwerpunkt des "GEK-Reports akut-stationäre Versorgung 2008" ist in diesem Jahr die Versorgung von Kindern in deutschen Krankenhäusern.
Neben dem Lob für die Versorgung ihrer Kinder gab es von den befragten Eltern in der Studie jedoch teilweise heftige Kritik an der Informationspolitik vieler Krankenhäuser. Bis zu 69 Prozent der Eltern gaben an, sich in keinster Weise in Entscheidungsprozesse über die Behandlung ihrer Kinder eingebunden zu fühlen. Auch vermissten sie eine gründliche Aufklärung über die jeweiligen Therapiemöglichkeiten. Auch die Kinder selbst hätten sich gewünscht, dass Ärzte und Krankenschwester häufiger mit ihnen über ihren Gesundheitszustand sprechen.
Zu diesem Bild passt, dass zwar vor allem Eltern jüngerer Kinder häufig bei ihnen im Krankenhaus übernachten, jedoch nur noch die Hälfte der Eltern von Kindern im Alter zwischen sieben und zehn Jahren. Dieses Angebot wird jedoch häufiger in Anspruch genommen, wenn das Krankenhaus auf die Möglichkeit hinweist. "Es fehlt den Kliniken möglicherweise Zeit, den Kindern und ihren Eltern angemessene Aufklärung neben einer qualitativ hochwertigen medizinischen Versorgung zukommen zu lassen", kritisiert Professor Friedrich Wilhelm Schwartz, einer der Autoren der Studie.
Die Kinder hätten gerne häufiger mit Ärzten und Schwestern gesprochen
Problematisch ist in vielen Krankenhäusern offenbar auch die Unterbringung jüngerer Patienten. So werden etwas ältere Kinder häufig nicht in einer speziellen Kinderabteilung, sondern auf der ganz normalen Erwachsenenstation untergebracht - und das, obwohl sogar in der UN-Charta der Kinderrechte das Recht auf ein Bett in einer Kinderstation verbrieft ist (mehr zu der Charta erfahren Sie auf der Homepage des Aktionskomitees Kind im Krankenhaus (AKIK) unter www.akik.de). Erstaunlicherweise war der Anteil der Kinder, die mit Erwachsenen ein Zimmer teilen mussten, gerade bei den langfristig planbaren Mandeloperationen besonders hoch.

​Wie erging es Ihnen und Ihrem Kind?

Welche Erfahrungen haben Sie gemacht, als Ihr Kind ins Krankenhaus musste? Fühlten Sie sich von Ärzten und Krankenschwestern gut betreut? Wurde Ihr Kind in der Kinderabteilung versorgt, konnten Sie bei ihm übernachten? Oder teilen Sie die in der Studie geäußerten Kritikpunkte? Hier können Sie uns schildern, was Sie und Ihr Kind im Krankenhaus erlebt haben.

es kommt aufs Krankenhaus an
von Jane
 
 Mein Sohn kam 4 Monate zu früh auf die Welt, deshalb lag er 3 Monate in der Neo der Charite Dort haben wir uns sehr gut beraten gefühlt, und hatten z b die Möglichkeit unseren Sohn auch zu Hause per Digicam beobachten zu können, wenn wir unsere anderen 3 Mädels betreuen mussten. Jeden Vormittag wenn wir bei unserem Sohn waren, haben die Schwestern alles getan, das wir so viel wie möglich mit unserem Kleinen tun konnten. Am Anfang nur wickeln und die kleinen Versorgungen und schon nach ein paar Wochen sogar kuscheln wann uns auch immer danach war. Das war zwar eine schwere Zeit, aber ich denke immer glücklich an die Betreuung dort.
Vor ein paar Monaten, Max war nur schon 1 1/2 waren wir in Neukölln im KKH wegen einem Magen-Darm-Virus. Wir mussten mehrfach Stuhlgang abgeben, bis die Schwestern (die völlig überfordert waren und uns ständig anschnauzten, wenn wir mal ne Frage hatten) es schafften diesen analysieren zu lassen. Nach 3 Tagen chronisch überforderten Schwestern und Ärzten, wollten wir endlich nach Hause und vorher erfahren, was genau Max nun hatte und da hiess es, das wurde wohl vergessen zu testen. Also mussten wir mit gepackten Taschen warten, bis Sohnemann sich gedachte zu Kacken um das mal so frivol zu sagen. Eine Zumutung fand ich auch, dass ich meinen Sohn allein auf Station lassen musste um mein Essen zu holen, da dieser an einer Flexüle hing und nicht wegkonnte. Er hatte danach totale Probleme mich allein irgendwohin gehen zu lassen. Ausserdem waren die Krankenzimmer so klein, dass wir bei Besuchen dann das Zimmer verlassen mussten um alle sitzen zu können. Und das auch wenn nur ein kleiner Teil der Familie kam. Ich hoffe nur, wir müssen da nicht nocheinmal hin.
 
Super Service
von 3erclan
 
Ich war jetzt mit meinen beiden Kinder schon sehr oft in der Kinderklinik ich war immer dabei.Es gibt zwar Unterschiede hier in der Stadt.Bei uns in der beliebteren Klinik waren wir mal wieder am WE.DA ist dann Verpflegung und Kaffee,Kakao,Tee für die Begleitperson offen.Ebenfalls gibt es auch ein Elternzimmer wo nur die Eltern reindürfen mit zeitungen,TV,eigen Küche,...
Ich werde falls es notwendig ist dass mein Kind stat. bleiben muss immer dabei bleiben.Finde es aber sehr schwierig wenn man alleinerziehend ist so wie ich und nicht bei einem Notfall weiß wo man das Geschwisterkind hinstecken kann.
Da finde ich müsste es auch noch eine Lösung geben weil nicht jeder hat Großeltern,Paten oder so in der NÄhe die nicht arbeiten müssen und im Notfall das Kind nehmen könnte bzw. das Kind ohne Mama wo bleiben will.
Ansonsten finde ich es toll dass es die MÖglichkeit gibt dass man bei seinem kranken Kind bleiben kann das brauchen die im Moment am meisten.
lg
 

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