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Fit nach der Schwangerschaft Abnehmen wie die Promi-Mamas?

Abnehmen
© AJ_Watt / iStock
Viele Mütter rätseln: Wie werden Influencerinnen und andere Promi-Mütter bloß so schnell wieder so schlank? Was kann man sich von ihnen abgucken und was sollte man lieber lassen? Mythen und wichtige Fakten zum Thema Abnehmen nach der Schwangerschaft.

Für viele Mütter ist Abnehmen direkt nach der Geburt zwar nicht das oberste Ziel – ausreichend Zeit, sich permanent mit Sport und Fitness zu beschäftigen, haben sie eh nicht. Aber auf die Nerven gehen sie dann doch, diese Fotos aus Hollywood oder London, wo berühmte Mamas vier, fünf Monate nach der Geburt schon wieder gertenschlank über den roten Teppich schreiten.

Na klar, mit einem:r Personal Trainer:in, zwei Stunden Training am Tag und Hauspersonal plus Nanny fällt das Abnehmen auch viel leichter. Kleiner Trost: Mit etwas Bewegung, gesunder Ernährung und der Erkenntnis, nicht für zwei Personen essen zu müssen, lässt sich aber auch schon als "ganz normale" Mutter einiges erreichen.

Ob VIP oder normale Mutter – diese Regeln gelten für alle:

1. Wie viele Kilos verliere ich durch die Geburt eigentlich?

Etwa fünf bis sieben Kilo. Das Baby selber wiegt ungefähr 3,3 Kilo, die Plazenta etwa 500 Gramm, das Fruchtwasser etwa 1,5 Kilo. Dazu gehen etwa 300 Gramm Blut verloren. Außerdem: Ein Teil der natürlichen Wassereinlagerungen verschwindet ebenfalls sofort – durch die Anstrengung der Mutter während der Geburt.

2. Wann kann ich wieder Sport machen?

Raus aus dem Kreißsaal, rein ins Fitnessstudio? Besser nicht. Frühestens sechs bis acht Wochen nach der Geburt sollten Frauen mit der Rückbildungsgymnastik beginnen – das gilt auch für die Geburt durch Kaiserschnitt. Suche dir am besten einen Kurs, bei dem auch dein Baby dabei sein kann; viele Übungen könnt ihr sogar gemeinsam machen. 

Und was ist mit "richtigem" Sport? In den ersten drei Monaten solltest du deinen sportlerischen Ehrgeiz noch etwas zügeln. Danach – und nach Absprache mit deiner/m Ärzt:in – kannst wieder trainieren. Meide aber Sportarten, die den Beckenboden unnötig strapazieren: Jogging, Tennis, Volleyball oder Aerobic. Besser sind: Walking, Schwimmen, Pilates oder Gymnastik.

3. Sport und Stillen – worauf muss ich achten?

Jede stillende Mutter kann Sport treiben. Solange sie sich dabei wohlfühlt und sich nicht überanstrengt. Stille das Kind am besten vor dem Sport, dann hast du nicht das Gefühl von spannenden Brüsten und kannst dich freier bewegen. Achte auf deinen Durst und trinke dementsprechend. Du verlierst beim Sport viel Flüssigkeit aber auch zum Stillen benötigt der Körper zusätzlich Flüssigkeit.

4. Nehme ich durch das Stillen ab?

Fest steht, dass das Stillen Kraft und Energie kostet. Der Effekt der purzelnden Pfunde tritt aber erst ab dem vierten Stillmonat ein. Pauschal lässt sich das also schwer beantworten und die meisten Still-Mütter machen ganz unterschiedliche Erfahrungen.

5. Darf ich während der Stillzeit Diät halten?

Jein, pro Tag sollte eine stillende Frau mindestens 1.800 Kalorien pro Tag zu sich nehmen. Und besser als eine Diät ist es sowieso, sich gesund und ausgewogen zu ernähren. Achte auf Lebensmittel, die reich an Kalzium, Magnesium, Zink, Vitamine B6 und Folsäure sind. Expert:innen raten von einer Diät in der Stillzeit ab, weil diese den Körper zwingt, an die Fettreserven zu gehen. "Wenn diese Depots aufgelöst werden, gehen dort eingelagerte Umweltgifte direkt in die Muttermilch", erklärt Sabine Sieber, Hebamme aus München.

6. Wenn man nicht stillt, ist der Busen dann schneller wieder straff?

Nein, das ist ein Ammenmärchen. Nicht das Stillen macht den Unterschied, sondern die Beschaffenheit des Bindegewebes. Die Brüste verändern sich bereits in der Schwangerschaft und können – egal, ob man stillt oder die Flasche gibt – erschlafft zurück bleiben. Bildet sich der Drüsenkörper in den Brüsten nach der Schwangerschaft oder dem Abstillen zurück, kann der darüber liegende Hautmantel jetzt zu weit sein. Und auch die stützenden Fettreserven, die sich in der Schwangerschaft eingelagert hatten, gehen zurück. Die Brust wird kleiner. 

7. Was hilft denn wirklich gegen die schlaffe Haut am Bauch?

Eine ehrliche Antwort? Abwarten. Um sich wirklich zu regenerieren, braucht der Körper etwa so lange wie die Schwangerschaft gedauert hat. Mit einer Massage kannst du aber die Durchblutung und den Stoffwechsel anregen. 

8. Wie kann ich möglichst einfach und schnell etwas für meine Figur machen?

Indem du zum Beispiel beim täglichen Spaziergang mit dem Kinderwagen etwas mehr tust als "nur" schieben. Wir haben für dich ein spezielles Kinderwagen-Trainingsprogramm entwickelt, das sozusagen nebenbei läuft. Es ist ein schonendes Beckenboden-Training, mit dem du ruhig schon in den ersten Tagen nach der Geburt beginnen kannst.

Ausnahmen:

  • Frauen mit einem Kaiserschnitt: Warte mit dem Training vier bis fünf Wochen ab. Beginne erst, wenn alles gut verheilt ist und du dich wirklich fit fühlst. Die Übungen 2, 4 und 5 die ersten zwei Monate besser weglassen.
  • Frauen mit Dammverletzungen: Hattest du einen größeren Dammschnitt oder -riss, entscheidet das eigene Wohlbefinden darüber, wann du mit dem Training beginnst. Vorsicht mit Dehnübungen: Nummer 2, 4 und 5 in den ersten vier Wochen lieber weglassen.
ese ELTERN

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