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Stresspickel Unreinheiten loswerden und vorbeugen

Stresspickel: Frau mit mehreren Pickeln um den Mund
© Millana / Shutterstock
Lästige Unreinheiten und Stresspickel gehen oft Hand in Hand mit Belastung im Alltag – auch Mamas und Papas sind verschiedenen Herausforderungen ausgesetzt, die sich am Hautbild bemerkbar machen können. Wenn euch Pickelchen und Unreinheiten arg stören, erfahrt ihr hier, wie ihr sie schnell wieder loswerdet.

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Wegen Pickeln muss sich niemand verstecken, schließlich ist unreine Haut etwas ganz Natürliches. Denn vielen fehlt die Zeit und auch die Motivation, sich mit seiner Haut und ihrer Pflege auseinanderzusetzen – und das ist nicht schlimm. Wenn ihr euch aber unwohl fühlt und dieses Gefühl ändern wollt, helfen diese Tipps gegen Stresspickel. 

Einer Studie der Universitätsklinik für Dermatologie der Standford University School of Medicine hat gezeigt, dass es einen Zusammenhang zwischen der Verschlechterung des Hautbilds und einem steigenden Stresspegel gibt. Hinzu kommt, dass Unreinheiten und Entzündungen nicht nur mehr werden, sie heilen auch bis zu 40 Prozent langsamer ab! Doch woran liegt das eigentlich?

Die Ursachen von Stresspickeln

Unter Stress schüttet unser Körper verschiedene Neuropeptide aus, die unsere Blutbahn als Hormone erreichen. Diese Stresshormone verengen die Blutgefäße. Dadurch wird unsere Haut schlechter mit Nährstoffen versorgt, was die Hautbarriere schwächt. Doch eine starke und gesunde Hautbarriere ist der Schlüssel zu reiner Haut: Sie hält Bakterien, Viren und Pilze ab – die Auslöser für Pickel und Hautkrankheiten. 

Doch das ist leider noch nicht alles, was die Stresshormone mit uns anstellen. Sie stimulieren auch die Talgdrüsen und wirken entzündungsfördernd. Eine erhöhte Talgproduktion ist die Ursache für fettige und auch unreine Haut. Das hormonelle Ungleichgewicht führt auch zur Verschlimmerung von Hautkrankheiten, wie zum Beispiel Akne. Das können wir dagegen tun. 

Die Haut spielt verrückt – diese Tipps helfen! 

Alles, was Stress mit unserer Haut macht, können wir versuchen auszugleichen. Generell gilt: Nicht ins Gesicht fassen und nichts ausdrücken! 

Schwache Hautbarriere stärken – das hilft:

Setzt auf eine Reinigung mit sehr milden Produkten. Eine Reinigungsmilch, Reinigungsöl oder ein pH-hautneutrales (pH-Wert 5,5) Reinigungsgel morgens und abends erledigt den Job. Duftstoffe und Alkohol (als Konservierungsstoff) reizen die Haut nur unnötig und schwächen die Hautbarriere zusätzlich. 

Unsere Haut hat einen pH-Wert um 5,5. Da Wasser einen pH-Wert von 7 besitzt, ist Wasserkontakt nicht das beste für unsere Haut. Um sie nach der Reinigung wieder einzupendeln kann ein Toner helfen, der mit einem etwas sauereren pH-Wert (um 4,5) die Balance wieder herstellt. 

Ceramide reparieren eine gestörte Hautbarriere. Hier gilt das Motto "mehr ist mehr"! Denn man kann wirklich nie genug von ihnen haben. 60 Prozent unserer Hautbarriere bestehen aus Ceramiden. Vitamin B3 (Niacinamide) regt ihre Produktion an. In Produkten sind sie auf der INCI-Liste mit Namen gekennzeichnet, aber oftmals sind auch Ceramid-Vorstufen enthalten: Hytosphingosin und Sphingolipiden helfen beispielsweise den obersten Hautschichten mehr Ceramide zu produzieren. 

UV-Strahlung schädigt die Hautbarriere. Tragt daher auch im Inneren Sonnenschutz – Fenster halten UVA-Strahlung nicht vollständig ab. 

Entzündungen und Pickel behandeln:

Stresspickel sind häufig rot und entzündet. Um diesen Zustand abklingen zu lassen, ist Zinksalbe euer bester Freund. Auch Wundschutzcreme enthält Zinkoxid und funktioniert wunderbar. Einfach über Nacht gezielt auftragen und einwirken lassen.

Bakterien machen alles nur noch schlimmer und sie schlummern überall. Die Lösung: Pimple-Patches. Diese klebt man auf den Pickel, sodass er von Umwelteinflüssen getrennt verheilen kann. Die Patches gibt es in der Drogerie oder ihr schneidet ein Blasenpflaster (Hydrokolloid-Pflaster) zu und klebt es gezielt auf. 

Wenn der Pickel am Abklingen ist, können Inhaltsstoffe wie Panthenol (gibt es als Salbe) helfen, damit sich die Haut schneller wieder erholt. 

Erhöhte Talgproduktion:

Dicke Cremes sind bei einer erhöhten Talgproduktion euer größter Feind. Setzt lieber auf GesichtswasserSeren und Gel-Cremes auf Wasserbasis. Öl tut zwar der Hautbarriere gut, fördert aber fettige Haut und dadurch auch Unreinheiten – also lieber erst mal aussetzen! Bestimmte Öle wie Arganöl und Hagebuttenöl können jedoch entzündungshemmend und zellregenerierend wirken und daher auch bei Unreinheiten helfen. Vitamin B3 (Niacinamide) stärkt nicht nur die Hautbarriere, es reguliert auch die Talgproduktion. 

Tonerde und Aktivkohle helfen ebenfalls die Talgproduktion wieder einzupendeln. So eine Maske ist rasch angerührt: Das Tonerde-Pulver aus der Drogerie einfach mit Wasser mischen und auf das Gesicht auftragen. Wenn alles angetrocknet ist behutsam abspülen (und nicht mit einem Waschlappen rubbeln). 

Chemische Peelings hören sich unglaublich erschreckend an, haben aber sehr viele Vorteile für die Haut. Formulierungen mit Glycolsäure (AHA) und Salicylsäure (BHA) helfen erneut eine erhöhte Talgproduktion auszugleichen. Achtet hier auf eine niedrige Konzentration der Säuren und tastet euch langsam heran. 

Verwendete Quellen:

ELTERN

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