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Kinder-Gesundheit Corona-Impfstoff für Kinder: Notfall-Zulassung beantragt

Schüler kommen aus der Schule und tragen medizinische MAsken
© Iakov Filimonov / Shutterstock
Die britische Variante des Sars-Cov-2-Virus sorgt bei Kindern für mehr Erkrankungen und in Einzelfällen auch für schwerere Verläufe. Die Impfstoff-Hersteller BioNTech und Pfizer haben in den USA jetzt die Notfallzulassung ihres Impfstoffs für Kinder ab zwölf Jahren beantragt. (Stand: 12. April 2021)

In vielen Staaten der USA können sich inzwischen Personen ab 16 Jahren einfach zur Impfung anmelden. Es gibt keine Priorisierung mehr, da rund ein Viertel der Erwachsenen schon immunisiert ist. Allerdings baut sich auch in den USA eine weitere Welle auf, wie bei uns in Deutschland mit mehr und schwereren Erkrankungen bei Kindern. Jetzt haben BioNTech und Pfizer eine Notfallzulassung beantragt, damit auch Kinder ab zwölf Jahren geimpft werden können. Ein entsprechender Antrag bei der Lebens- und Arzneimittelbehörde (FDA) ist eingereicht. (Auch dem Corona-Impfstoff von BioNTech und Pfizer wurde schon eine Notfallzulassung erteilt, allerdings bisher nur für Personen ab 16 Jahren.)

Impfstudie an Kindern macht Hoffnung

Um die Wirksamkeit und Sicherheit ihres Impfstoffes bei Kindern und Jugendlichen zu prüfen, hatten die Hersteller eine klinische Studie an 2.300 Kinder zwischen zwölf und 15 Jahren durchgeführt. Rund 1.130 von ihnen bekamen den Impfstoff, den anderen Teilnehmer:innen wurde ein Placebo, also eine wirkungslose Flüssigkeit, gespritzt. Das Ergebnis war deutlich: In der Placebo-Gruppe erkrankten laut BioNTech und Pfizer 18 Kinder/Jugendliche an Covid-19, in der tatsächlich geimpften Gruppe niemand.
Mehr noch: Bei den Kindern und Jugendlichen, die tatsächlich den Impfstoff bekommen hatten, fanden sich genauso viele Antikörper im Blut wie bei geimpften älteren Jugendlichen und jungen Erwachsenen. (Die Studie ist damit noch nicht zuende: Die Gesundheit der Teilnehmer:innen soll noch zwei Jahre nach dem Erhalt der ersten Impfdosis kontrolliert werden.)

Keine schwereren Impfreaktionen als bei Erwachsenen

Die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen hätten die Impfung gut vertragen, so BioNTech und Pfizer. Die Nebenwirkungen hätten denen entsprochen, die auch bei geimpften Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 16 und 25 Jahren auftreten können. Die Studie muss allerdings noch einen „Peer Review“ unterzogen werden, also von anderen Wissenschaftlern in Fachzeitschriften besprochen werden.

Der Impfstoff-Hersteller Moderna hat ebenfalls eine Studie an Jüngeren (Zwölf- bis 17-Jährigen) durchgeführt, die Ergebnisse werden in nährerer Zukunft erwartet. In Kürze wollen die BioNTech und Pfizer auch in anderen Ländern eine Notfallzulassung des Vakzins für den Einsatz ab zwölf Jahren beantragen, außerdem testen sie ihren Impfstoff jetzt an Kindern unter zwölf Jahren, die Ergebnisse werden in der zweiten Jahreshälfte erwartet.

Quellen:

Pfizer and BioNTech Request Regulatory Agencies Expand Emergency Use of Their COVID-19 Vaccine to Adolescents

The New York Times: Pfizer and BioNTech requested the F.D.A.’s authorization to use their vaccine in 12- to 15-year-olds.


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