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Corona-Spätfolge: Die 6-jährige Millie musste ins Koma gelegt werden

In Großbritannien musste ein 6-jähriges Mädchen in Folge einer Covid-Erkrankung ins Koma gelegt werden. Von der Infektion selbst hatte sie nichts bemerkt. Ihr Eltern vermuteten zuerst, dass sie Windpocken hatte. Erst Wochen später entwickelte sich als Corona-Folge ein Entzündungssyndrom.

Kind ist im Krankenhaus
iStock, Sasiistock

Das Coronavirus kann für jeden gefährlich werden. Auch wenn Vorerkrankte und Senioren ein Risiko für einen schweren Verlauf von Covid-19 haben, sind auch jüngere Menschen nicht vor der Erkrankung sicher. Wie unterschiedlich die Symptome und Verläufe einer Corona-Infektion selbst bei Kindern ausfallen können, zeigt ein aktueller Fall aus Großbritannien.
RTL berichtet derzeit über die Geschichte der kleinen Millie. Das sechsjährige Mädchen musste im Dezember in ein Krankenhaus eingeliefert und dort kurzzeitig sogar ins Koma gelegt werden. Denn Millie war bereits Wochen zuvor an Corona erkrankt, – doch von der Infektion hatten weder sie noch ihre Eltern etwas bemerkt. Bis das Mädchen einige Wochen später plötzlich über Übelkeit klagte und sich tagelang erbrach.

Windpocken-Verdacht entpuppte sich als Corona-Folge

Als Millie im Dezember übel wurde, sie Fieber und Flecken am Körper entwickelte, dachte ihre Mutter zunächst an eine Windpocken-Infektion. In der Schule hatte es zuvor einige Fälle gegeben, die Symptome passten. Dann verschlechterte sich der Zustand des Mädchens jedoch, sodass sie in ein Krankenhaus gebracht werden musste. 
Dort stellten die Mediziner die unerwartete Diagnose: Millie litt unter einem multisystemischen Entzündungssyndrom, kurz PIMS, das eine seltene, aber schwere Komplikation der COVID-19-Infektion darstellt. Millie hatte sich also schon Wochen zuvor unwissentlich und ohne Symptome  mit dem Coronavirus infiziert haben.

Unbemerkte Corona-Infektion, schwere Folgen

Ihre akute Corona-Infektion ist offensichtlich ohne schweren Symptome oder eindeutiger Anzeichen verlaufen, wie es so häufig bei Kindern ist. Auch Millies Mutter hat nach RTL-Informationen keinerlei Schimmer von der Infektion ihrer Tochter gehabt. Das Entzündungssyndrom als Spätfolge bei Kindern trete nur äußerst selten auf, – doch Millie hatte es erwischt.

Millies Leber und Niere waren bereits so stark beschädigt, dass die Ärzte entschieden, sie ins Koma zu legen. Zu diesem Zeitpunkt sollen sich die Mediziner nicht sicher gewesen sein, ob sie die Erkrankung überleben würde. 
Doch Millie erwies sich als Kämpferin. Nach zwei Tagen im künstlichen Koma konnte sich ihr Körper soweit erholen, dass sie geweckt wurde – und das kurz vor Weihnachten! Heiligabend durfte das Mädchen gemeinsam mit ihrer Familie feiern, am 30. Dezember wurde sie schließlich aus dem Krankenhaus entlassen. Millie ist jetzt wieder zu Hause und es geht ihr besser.

Trotzdem sitzt der Schock vor allem bei Millies Mutter tief. Sie erzählt die Krankheitsgeschichte ihrer Tochter vor allem, um andere Familien zu warnen Corona weiterhin Ernst zu nehmen.

verwendete Quelle: RTL