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Britische Mutation Immer mehr Kinder mit Corona im Krankenhaus

Kind mit Maske im Krankenhaus
© L Julia / Shutterstock
Eine Hamburger Klinik meldet einen Anstieg von Kindern, die wegen Corona im Krankenhaus behandelt werden müssen. Auch Babys und Kleinkinder seien betroffen.

Nachdem lange davon ausgegangen wurde, dass Kinder milde bis gar keine Corona-Symptome entwickeln würden, meldet eine Hamburger Klinik nun eine gegenteilige Entwicklung. Diese bezieht sich insbesondere auf die britische Variante B.1.1.7, die sich mittlerweile auch in Deutschland ausgebreitet hat. Sie gilt als deutlich ansteckender, scheint jedoch auch den Krankheitsverlauf bei Kindern zu verändern.

Kliniken bereiten sich auf Corona-Fälle bei Kindern vor

So sollen mittlerweile nicht nur Risikogruppen sondern auch Kinder mit einer Corona-Infektion ins Krankenhaus eingeliefert werden: "Wir haben in dieser Woche sowohl ambulant wie auch stationär Kinder im Alter von wenigen Wochen bis 4 Jahren behandelt, die an einer Covid-19-Infektion erkrankt sind", erklärte Asklepios-Sprecher Mathias Eberenz gegenüber RTL. 

Nun bereite sich die Klinik in Zusammenhang mit der britischen Virus-Mutation auf einen größeren Ansturm von Kindern vor, um sich gut um die Kleinen kümmern zu können. Denn tatsächlich sollen sich nicht nur mehr Kinder infizieren, sondern diese auch stärkere Symptome entwickeln als zuvor: "Wir sehen, wie auch schon in England mit dem Auftreten der Virusmutation, vermehrt deutlich kränkere Kinder", so Eberenz auf RTL-Anfrage.

Alle Kinder konnten wieder entlassen werden

Das Interview bringt aber auch positive Nachrichten hervor: Bislang soll keines der Kinder so schwer erkrankt gewesen sein, dass es eine Beatmung gebraucht hätte. Mittlerweile seien sogar alle Fälle in "gebessertem Gesundheitszustand" wieder nachhause entlassen worden. 

Jetzt bereitet sich das Asklepios-Klinikum ganz besonders auf die dritte Welle vor – um den kleinen Patient*innen, die in den nächsten Wochen noch kommen könnten, gut helfen zu können.

verwendete Quelle: RTL, Tagesschau, Robert-Koch-Institut 

mjd

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