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Drei-Tage-Fieber So erkennst du es

Drei-Tage-Fieber: Mutter misst Fieber beim Kind
© Aleksandra Suzi / Shutterstock
Plötzlich auftretendes starkes Fieber beim Kleinkind kann das sogenannte Drei-Tage-Fieber sein. Welche Symptome es noch gibt und was hilft, erfährst du hier.

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Was ist das Drei-Tage-Fieber?

Vor allem Kleinkinder zwischen zwölf Monaten und drei Jahren sind häufiger vom sogenannten Drei-Tage-Fieber (Exanthema subitum / Roseola infantum) betroffen. Typisch für die Krankheit ist plötzlich auftretendes, starkes Fieber, das etwa drei bis vier Tage anhält, während andere klassische Erkältungssymptome wie Husten oder Schnupfen eher ausbleiben. Dafür kommt es nach Abklingen des Fiebers zu einem Hautausschlag, der ebenfalls einige Tage anhält. Verursacht wird das Drei-Tage-Fieber von einem Herpesvirus. In der Regel werden bei der Erkrankung lediglich die Symptome behandelt.

Ursachen des Drei-Tage-Fiebers

In erster Linie verursacht der Herpesvirus Typ 6 das Drei-Tage-Fieber, in manchen Fällen aber auch Typ 7. Die Viruserkrankung gilt als hochansteckend und wird durch Tröpfcheninfektion, also durch Sprechen, Husten oder Niesen übertragen. Auch Menschen, die selbst nicht erkranken, können die Infektion weitergeben. In den meisten Fällen bricht das Drei-Tage-Fieber nach Infektion innerhalb von drei bis sieben Tagen aus, manchmal vergehen aber auch 15 Tage, bis hohes Fieber auftritt.

Typische Symptome beim Drei-Tage-Fieber

In den meisten Fällen führt das Drei-Tage-Fieber bei Kindern zu folgenden Symptomen:

  • Plötzliches Fieber bis zu 40 Grad.
  • Trotz Fieber sind die Kinder meist munter und aktiv.
  • Nach etwa drei Tagen Hautausschlag, vor allem am Rumpf und am Nacken, manchmal auch an Armen und Beinen, selten am Kopf. Der Hautausschlag löst keine Beschwerden aus – weder Juckreiz noch Schmerzen.
  • Fieberkrämpfe sind möglich.

In seltenen Fällen können bei der Krankheit diese zusätzlichen Symptome auftreten:

  • Schnupfen
  • Halsschmerzen
  • geschwollene Lymphknoten
  • Magenbeschwerden

Diagnose: Wie kann ich das Drei-Tage-Fieber erkennen?

Das Problem mit dem Drei-Tage-Fieber ist, dass es viele Viruserkrankungen gibt, die bei Kindern Fieber auslösen können. Das Drei-Tage-Fieber erkennt man meist erst dann, wenn nach Abklingen des Fiebers der Ausschlag auftritt. Trotzdem solltest du mit deinem Kind bei anhaltendem Fieber zur/zum Kinderärzt:in gehen, damit andere mögliche Ursachen für das Fieber wie beispielsweise Mittelohrentzündung, Hirnhautentzündung oder Lungenentzündung ausgeschlossen werden können.

Wie kann ich das Drei-Tage-Fieber behandeln?

Es gibt keine Möglichkeit, das Drei-Tage-Fieber an sich zu behandeln, daher geht es bei der Therapie in erster Linie darum, die Symptome des Kindes zu lindern. Bei Fieber gilt grundsätzlich: Da es in erster Linie anzeigt, dass das Immunsystem gegen das Virus vorgeht, muss es nicht in jedem Fall direkt gesenkt werden. Neigt das Kind zu Fieberkrämpfen oder fühlt es sich sehr schlecht, kannst du in Absprache mit der/dem Kinderärzt:in Paracetamol oder Ibuprofen in Form von Zäpfchen oder Saft in altersgerechter Dosierung einsetzen. Des Weiteren helfen die folgenden Tipps bei der Behandlung:

  • Wadenwickel: Wenn du das Fieber mit Wadenwickeln senken möchtest, achte darauf, dass du sie nur anwendest, wenn das Gesicht, die Hände und die Füße deines Kindes warm sind. Außerdem sollte es sich mit den Wickeln wohl fühlen – wenn das Kind die Wadenwickel nicht mag, tust du ihm damit auch keinen Gefallen.
  • Flüssigkeit: Durch das hohe Fieber verliert das Kind viel Flüssigkeit. Achte deshalb darauf, dass es genug trinkt – vor allem Wasser, aber auch Kräutertee ist in Ordnung. Stillst du noch, orientierst du dich am besten am Bedürfnis deines Babys und legst es gegebenenfalls öfter an.
  • Raumtemperatur: Auch die Temperatur des Zimmers kann das Wohlbefinden des Kindes beeinflussen. In den meisten Fällen ist ein etwas kühlerer Raum zwischen 18 und 19 Grad am besten. Achte auf die Signale deines Kindes – es sollte natürlich nicht frieren, aber auch nicht zu warm angezogen sein. Denn dadurch kann der Körper die übermäßige Hitze durch das Fieber schlechter abgeben.
  • Fieberkrämpfe: Ein Fieberkrampf ist was die Symptome angeht ein wenig mit einem epileptischen Anfall zu vergleichen. Da das Kind bei einem solchen Fieberkrampf Atembeschwerden bekommen und sich außerdem leicht verletzen kann, nimmst du es am besten auf den Arm und sorgst für eine gute Frischluftzufuhr. In der Regel hinterlässt ein solcher Fieberkrampf keine Folgeschäden, trotzdem lässt du dein Kind im Anschluss am besten von einer/m Kinderärzt:in untersuchen.

Komplikationen: Welche Folgen kann das Drei-Tage-Fieber haben?

Normalerweise gehört das Drei-Tage-Fieber zu den eher harmlosen Viruserkrankungen, die folgenlos ausheilen. Nach einer Woche ist der Spuk häufig schon wieder vorbei. Und: Wer sich einmal mit dem Drei-Tage-Fieber infiziert hat, ist für sein Leben lang immun und kann nicht noch einmal daran erkranken.

Quellen

Kinderärzte im Netz: Drei-Tage-Fieber

Doerr, H. & Gerlich, W.: Medizinische Virologie; Thieme Verlag, 1. Auflage, 2002

Speer, C. & Gahr, M.: Pädiatrie; Springer Verlag; 3. Auflage, 2009

Hofmann, F & Tiller, F.: Praktische Infektiologie: Erreger, Diagnose, Therapie, Prävention, ecomed Medizin, 3. Auflage, 2011

ELTERN

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