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Mayonnaise in der Schwangerschaft Darf ich Mayonnaise essen, wenn ich schwanger bin?

Mayonnaise in der Schwangerschaft: Eine Schale mit Pommes steht neben einem Gefäß mit Mayonnaise
© Little_Desire / Shutterstock
Mayonnaise in der Schwangerschaft – geht das? Bei mir gibt es nicht Pommes mit Mayo, sondern eher Mayo mit Pommes. Unvorstellbar, in der Schwangerschaft darauf verzichten zu müssen. Dir geht es genauso? Dann lies hier alle wichtigen Tipps und Infos zum Thema. 

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Ernährung in der Schwangerschaft ist ein sehr komplexes Thema: Über Mayonnaise, rohe Eier und die entsprechenden eventuellen Gefahren während der Schwangerschaft kursieren einige Gerüchte. Was wirklich gefährlich werden könnte und was du bedenkenlos in deiner Schwangerschaft essen kannst, erfährst du hier.

Darf ich Mayonnaise in der Schwangerschaft essen?

Kommt drauf an! Frische, selbstgemachte Mayo enthält rohe Eier. Bei dieser Art der Herstellung wird während einer Schwangerschaft klar vom Verzehr abgeraten. Der Grund: Rohe Eier können Salmonellen enthalten und zu einer Salmonellen-Infektionen führen – einem unschönen Magen-Darm-Effekt. Die oftmals schon für gesunde und nicht schwangere Menschen kräftezehrende Krankheit schwächt das Immunsystem einer Schwangeren zusätzlich und macht es für weitere Krankheiten anfälliger. Weil so auch das Baby Schaden nehmen könnte, wird von Mayo mit rohen Eiern in der Schwangerschaft klar abgeraten. 

Ist haltbare Mayonnaise erlaubt?

Gekaufte und haltbare Mayonnaise enthält in der Regel keine rohen Eier und ist unbedenklich während der Schwangerschaft. Die Mayonnaise besteht bei industriellen Produkten entweder aus pasteurisierten Eiern oder Eipulver. Da sie außerdem mit Konservierungsmitteln angereichert ist, verringert sich die Überlebenschance für Keime. Dennoch sollte die Mayonnaise nicht zu lange aufbewahrt werden. 

Was ist mit Remoulade?

Hier gilt genau das Gleiche wie bei Mayonnaise – denn Remoulade ist eigentlich nur eine mit weiteren Zutaten und Kräutern angereicherte Mayonnaise. Wurden frische Eier verwendet, ist die Remoulade leider während deiner Schwangerschaft tabu. Bei haltbarer Remoulade darfst du aber gerne zulangen. 

Tipps für sicheren Mayonnaise-Genuss

  • Frag immer nach, um was für Mayonnaise es sich handelt.
  • Verzichte auf Salatbars mit fertigen Saucen wie Kartoffelsalat oder Fleischsalat – diese könnten länger stehen und trotz haltbarer Mayonnaise mit Keimen verunreinigt sein.
  • Gekaufte Mayonnaise immer direkt wieder in den Kühlschrank stellen und die Kühlkette möglichst selten unterbrechen.
  • Das Mindesthaltbarkeitsdatum im Auge behalten.
  • Die Mayonnaise nicht in der Tür oder im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahren. Dort ist es zu warm, oder die Temperaturen schwanken. 
  • Beobachte Farbe und Geruch. Sollte sich etwas verändern, lieber weg damit.

Mittlerweile gibt es außerdem tolle Rezepte für selbstgemachte, vegane Mayonnaise.

Hier ist unser Rezept-Tipp:

Du brauchst:

  • 100 Milliliter Sojadrink, ungesüßt und zimmerwarm
  • 1/2 Teelöffel Senf 
  • 1/2 – 1 Esslöffel Zitronen-, Limettensaft oder Essig
  • 200 Milliliter Rapsöl
  • Eine Prise Salz und Pfeffer

Vegane Mayonnaise in 4 einfachen Schritten

  • Sojadrink, Senf und 1 Schuss Zitrone pürieren 
  • Den Mixer auf höchster Stufe langsam hoch und runter bewegen und dabei das Öl langsam hinzufügen, bis die Masse die gewünschte Konsistenz erreicht hat
  • Mit Salz und Pfeffer abschmecken
  • In ein sauberes Gefäß füllen und genießen oder sofort abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren. Die Mayo ist bis zu fünf Tage haltbar, wenn du sie dauerhaft kühlst. 

Quellen:

ELTERN

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