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Impfungen: Warum der Piks gar nicht so schlimm ist

Der Kinder- und Jugendarzt Philipp Schoof erklärt, wie man Kindern (und auch ihren Eltern) die Angst vor dem kleinen Piks beim Impfen nehmen kann und warum das Ganze sowieso nur halb so wild ist.

Impfungen: Warum der Piks gar nicht so schlimm ist
© GSK
Ein kleiner Piks kann Leben retten.

Herr Schoof, warum haben so viele Kinder Angst vor dem Impfen?
Tatsächlich ist es oftmals die Anspannung der Eltern, die sich auf die Kinder überträgt. Sie sind automatisch davon überzeugt, dass die Kinder den Piks schrecklich finden. Die Kleinen merken so etwas und gehen dann davon aus, dass etwas Schlimmes passiert. Gut gemeinte Beruhigungen wie: „So schlimm wird es nicht, du bist doch tapfer“ steigern die Erwartungshaltung der Kinder vor etwas Schmerzhaftem. Mitleid zu haben hilft an dieser Stelle auch nicht, schließlich müssen die Kinder (und auch die Eltern) durch unangenehme Impfsituationen durch. Hinterher kann man sich natürlich zum Beispiel zusammen mit einem Eis belohnen.

Welche Tipps haben Sie für Eltern, um entspannter mit solchen Situationen umzugehen? 
Zuerst einmal sollte man sich vor Augen führen, dass nichts Schlimmes passiert: Natürlich pikst es einmal kurz, das war es dann aber auch schon. Das kann man den Kindern so auch sagen. Und es gibt einige Tricks, die man anwenden kann. Ältere Kinder kann man ablenken, indem man sie auffordert, nach links oder rechts (weg vom Arzt) zu schauen und dabei ihr Lieblingsessen / Lieblingstier o.ä. mitzuteilen. Dabei merken sie den kleinen Piks kaum und es ist sowieso weniger spürbar für das Kind, wenn es beim Blutabnehmen oder Impfen nicht hinsieht.

Sollte man Kindern erklären, was bei der Untersuchung gerade passiert?
Größeren Kindern kann man während der Untersuchung beim Kinder- und Jugendarzt ruhig erklären, was gerade passiert und untersucht wird – so versteht das Kind den Ablauf besser und verliert die Angst vor dem Unbekannten.
Babys, die zu klein sind, um den Ablauf zu verstehen, können auch auf dem Arm gehalten werden, da die Nähe Stress abbaut und beruhigt. Falls es möglich ist, kann das Baby auch während der Blutentnahme oder Impfung an der Brust der Mutter trinken – auch das wirkt beruhigend.
 

Impfungen: Warum der Piks gar nicht so schlimm ist
© GSK

Welche Auswirkungen haben Impfungen auf das kindliche Immunsystem? Ist es mit der Vielzahl an Impfungen, die Kinder schon im frühen Alter bekommen, nicht überfordert?
Das kindliche Immunsystem ist für diese Aufgabe gut gerüstet – es setzt sich tagtäglich mit einer wesentlich größeren Menge von Erregern auseinander. Moderne Impfstoffe hingegen sind hochgereinigt und enthalten meistens nur noch einzelne Bestandteile von Erregern. Auch hier gilt also Entwarnung an die Eltern, sich weder Sorgen um den Piks, noch um die Impfung selbst zu machen. Vielmehr können Sie sich damit beruhigen, dass dieser Piks eine Menge Sicherheit schafft. Denn besonders Babys und Kleinkinder sind besonders anfällig für einige schwere Erkrankungen, die z. B. durch Meningokokken-Bakterien ausgelöst werden können. Den bestmöglichen Schutz dagegen bieten Impfungen. Eltern sollten ihren Kinder- und Jugendarzt frühzeitig darauf ansprechen und sich beraten lassen.
Mehr Infos auch unter: www.meningitis-bewegt.de
 

Impfungen: Warum der Piks gar nicht so schlimm ist
© GSK
Der Experte Herr Schoof ist Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin und Kinder- und Jugendrheumatologe mit einer Gemeinschaftspraxis in München und Filialpraxis in Unterföhring.

Mit freundlicher Unterstützung von GSK.
NP-DE-MNX-ADVR-200014; 03/2020