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Dr. Johannes Wimmer So hat er die Trauer um seine verstorbene Tochter bewältigt

Dr. Johannes Wimmer
Dr. Johannes Wimmer
© Gisela Schober / Getty Images
Im November 2020 hat Dr. Johannes Wimmer seine kleine Tochter verloren. Nun spricht der TV-Arzt offen darüber, wie er und seine Frau den tragischen Verlust bewältigt haben.

Dr. Johannes Wimmer, 39, und seine Frau Clara sind im August 2021 erneut Eltern einer Tochter geworden. "Ein Gefühl für das es keine Worte gibt. Mutter und Kind sind wohlauf! Wir sind unendlich dankbar", schrieb der TV-Arzt damals auf seinem Instagram-Account.

Die Geburt ihrer zweiten Tochter war ein Segen, der auf einen Schicksalsschlag folgte: Im November 2020 ist ihre erstgeborene Tochter Maximilia im Alter von nur neun Monaten an einem Hirntumor gestorben. Ein Schmerz, der noch immer tief sitzt. In einem Interview offenbart Wimmer nun, wie er und Clara mit ihrer Trauer umgehen.

Dr. Johannes Wimmer spricht über die Trauerbewältigung seiner verstorbenen Tochter

Dr. Wimmer engagiert sich für die "Fördergemeinschaft Kinderkrebs-Zentrum Hamburg e.V". Anlässlich der Mitgliederversammlung des Vereins am 20. Oktober 2021 spricht der 39-Jährige mit dem "Hamburger Abendblatt" über seine Trauerbewältigung.

Er und seine Frau hätten sich bewusst dazu entschlossen, sich öffentlich über Maximilias Krankheit zu äußern. Außerdem sei er auch offen mit seiner Trauer umgegangen und habe sie nach außen getragen: "Ich bin ja kein Schauspieler, der eine Rolle spielt." Bei öffentlichen Auftritten ein fröhliches Gesicht aufzusetzen sei im nicht in den Sinn gekommen. "Das schaffe ich nicht, so zu sein wie vorher, das Leid für mich allein zu tragen", erklärt er.

"Man muss sagen, wie es einem geht"

Auch in seinem neuen Buch "Wenn die Faust des Universums zuschlägt", das im September herauskam, thematisiert Dr. Johannes Wimmer Trauerbewältigung. Es sei ihm wichtig, die Öffentlichkeit für dieses Thema zu sensibilisieren. Zudem wolle er seine Erfahrungen mit betroffenen Menschen teilen, um sie zu ermutigen, offen mit ihren Emotionen umzugehen. "Man muss sagen, wie es einem geht. Manchmal muss man auch aushalten, dass der andere schlecht drauf ist, wenn man sich selbst grade gefangen hat", sagt er. 

Aus dem positiven Feedback zu seinem Buch schöpfe er neue Kraft, was er mit einer Rosenblatt-Metapher zum Ausdruck bringt. "Ein Rosenblatt sehen Sie im Garten gar nicht, aber es wird daraus ein Teppich, wenn Ihnen Tausende Menschen schreiben. Man merkt, die fühlen mit, das macht es nicht besser, aber es hilft doch irgendwie", so Dr. Wimmer.

Dieser Artikel ist ursprünglich auf Gala.de erschienen.

Verwendete Quelle: abendblatt.de

sti ELTERN

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