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Welt-Sepsis-Tag 2022: Wie es Leonie heute geht

Welt-Sepsis-Tag 2022: Wie es Leonie heute geht
© GSK
Leonie erkrankte im Alter von elf Monaten an einer sehr seltenen Meningokokken-Sepsis. Sie hat überlebt, doch die Folgeschäden werden bleiben. Wir erzählen anlässlich des Welt-Sepsis-Tages, wie es der kleinen Kämpferin heute geht. 

Vielleicht erinnerst du dich an das tapfere kleine Mädchen mit den vernarbten Beinen. Leonie hat bereits als Baby mehr durchstehen müssen als andere Menschen in einem gesamten Leben.

Mit gerade einmal elf Monaten erkrankte die Kleine an einer Meningokokken-Sepsis – einer Blutvergiftung. Erkrankungen, die durch Meningokokken-Bakterien ausgelöst werden, sind zwar sehr selten, können aber innerhalb weniger Stunden lebensbedrohlich verlaufen1. Leonies Mutter wurde vom Krankenhaus zunächst zweimal mit ihrem Baby wieder nach Hause geschickt, da die Symptome anfangs sehr unspezifisch waren und daher Ärzt*innen aufgrund des Fiebers und der Erkältungssymptome einen grippalen Virusinfekt vermuteten.

Als Leonie nur noch flach atmete und dunkle Hauteinblutungen bekam, fuhr ihre Mama das dritte Mal mit ihr ins Krankenhaus: „Als sie Leonie so sahen, fingen alle sofort an zu rennen und alles musste so schnell wie möglich gehen, um sie zu retten. Sie hatte einen septischen Schock, mehrere Organe versagten und aufgrund der Hauteinblutungen vermuteten die Ärztinnen und Ärzte dann sofort eine Meningokokken-Erkrankung.“ Der Verdacht bestätigte sich. Leonie bekam Bluttransfusionen, musste wegen Organversagens an die Dialyse und wurde mehr als 20-mal an ihrem Bein operiert. Fast drei Monate kämpften die Ärzt*innen um ihr Überleben. Sie schaffte es – doch die Folgeschäden werden bleiben.

Welt-Sepsis-Tag 2022: Wie es Leonie heute geht
© GSK

Leonie muss jedes Jahr operiert werden
„Ich bin so dankbar, dass wir das Leben mit ihr erleben dürfen“, sagt Leonies Mutter heute mit Blick auf ihre Tochter. Doch Leonie muss weiter stark sein. Sie hat großflächige Vernarbungen an ihrem Bein zurückbehalten und muss – solange sie wächst – jedes Jahr operiert werden, um das Bein zu verlängern. Dadurch muss Leonie immer wieder aufs Neue laufen lernen. Ihr Immunsystem ist noch immer geschwächt und sie hat nach wie vor eine Ernährungssonde sowie Schwierigkeiten beim Schlucken. Folgeschäden nach einer Meningokokken-Erkrankung betreffen jede*n fünfte*n – trotz Behandlung.2 Etwa jede*r zehnte Erkrankte stirbt in Folge einer Blutvergiftung.1

Impfungen können Folgeschäden verhindern
Anlässlich des Welt-Sepsis-Tages am 13. September soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass ein umfassender Impfschutz lebenslange Folgeschäden verhindern kann. Gegen Meningokokken-Erkrankungen gibt es unterschiedliche Impfungen. Leonies Eltern wünschen sich, man hätte sie schon frühzeitig umfassend darüber aufgeklärt. „Wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, würde ich mich darüber informieren, welche Impfungen zur Verfügung stehen – und nicht nur, welche zu den Standardimpfungen gehören“, betont Leonies Mutter.

Bestmöglicher Schutz durch unterschiedliche Meningokokken-Impfungen
Die Standardimpfung gegen Meningokokken C wird in Deutschland von der Ständigen Impfkommission (STIKO) für alle Kinder im Alter von zwölf Monaten empfohlen.3 Sie kann jedoch nicht vor anderen Meningokokken-Gruppen schützen. Für einen umfassenden Schutz stehen bereits früh zusätzlich mögliche Impfungen gegen die Gruppen B und ACWY zur Verfügung. Gruppe B ist in Deutschland mit über 60 % für die meisten Fälle verantwortlich, gefolgt von Y, C, W, A und anderen.4 Viele Krankenkassen erstatten die Kosten der zusätzlich möglichen Impfungen bereits auf Anfrage ganz oder teilweise – nachfragen lohnt sich!

Informiere dich frühzeitig
Babys und Kleinkinder unter zwei Jahren haben das höchste Risiko, an Meningokokken zu erkranken.5 Sprich deine Kinderärztin bzw. deinen -arzt jetzt auf die unterschiedlichen Meningokokken-Impfungen an – für dein Kind!

Weitere Informationen unter www.meningitis-bewegt.de

NP-DE-MNX-WCNT-220032; 08/22

1 BZgA: „Erregersteckbrief Meningokokken“. Verfügbar unter: https://bit.ly/32Bnccl. Juli 2022.
2 Deutsches Grünes Kreuz: „Häufige Fragen und Antworten zu Meningokokken-Erkrankungen". Verfügbar unter: https://bit.ly/2O8tlaw. Juli 2022.
3 RKI: „Epidemiologisches Bulletin 04/2022“. Verfügbar unter: https://bit.ly/3HGNm1C. Juli 2022.
4 RKI: SurvStat@RKI 2.0, https://survstat.rki.de, Stand: Epidemiologisches Jahrbuch 2019, Invasive Meningokok-ken-Erkrankungen mit Angabe der Serogruppe gemäß Referenzdefinition; Meldepflicht gemäß IfSG; Juni 2022.
5 RKI: „Ratgeber Meningokokken“. Verfügbar unter: https://bit.ly/2CDBI8G. Juli 2022.