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Kostenerstattung Meningokokken-Impfungen

Insgesamt stehen drei unterschiedliche Meningokokken-Impfungen in Deutschland zur Verfügung – nur die Meningokokken-C-Impfung ist standardmäßig empfohlen und wird von allen Krankenkassen als sogenannte Pflichtleistung erstattet. Wie sieht es mit den anderen aus?

Kostenerstattung Meningokokken-Impfungen
© GSK
Arztbesuche sind wichtige Vorsorgemaßnahmen.
In den ersten Lebensmonaten und -jahren stehen für frischgebackene Eltern viele Untersuchungen, Vorsorgemaßnahmen und Impfungen auf dem Plan. Neben den Standardimpfungen gibt es auch noch zusätzliche Impfungen, die sinnvoll sein könnten, z. B. gegen weitere Meningokokken-Gruppen, die in Deutschland vorkommen.

Viele Eltern kennen nur die standardmäßig empfohlene Meningokokken C-Impfung, die möglichst früh im zweiten Lebensjahr vorgesehen ist.1 Impfungen, die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) als Standardimpfungen empfohlen werden, müssen von allen gesetzlichen Krankenkassen bezahlt werden.
 
Drei unterschiedliche Impfungen gegen Meningokokken
In Deutschland steht neben der Standardimpfung gegen Gruppe C noch eine Einzelimpfung gegen Gruppe B und eine Kombinationsimpfung gegen die Gruppen ACWY zur Verfügung:
GSK
Viele Kassen erstatten zusätzliche Impfungen.

Gruppe B ist mit ca. 60 % für die meisten Erkrankungsfälle in Deutschland verantwortlich, gefolgt von Y, C, W, A und anderen Gruppen.2 Diese beiden zusätzlich möglichen Meningokokken-Impfungen werden bereits bei gesundheitlich gefährdeten Personen oder bei Reisen in Risikogebiete empfohlen.3 Darüber hinaus kann bei der Krankenkasse eine Kostenübernahme angefragt werden.4

Krankenkassen, die die Kosten übernehmen
Eine Übersicht der Krankenkassen, die die Meningokokken-B-Impfung bei Kindern in der Regel auf Anfrage – ganz oder teilweise – erstatten, findet sich bei den „Kinderärzten im Netz“.
Die ACWY-Impfung und auch die B-Impfung kann u.a. als Reiseimpfung auf Anfrage erstattet werden. Eine Übersicht hierzu gibt es beim „Centrum für Reisemedizin“.
Es lohnt sich in jedem Fall bei der Kasse anzufragen. Auch bei Krankenkassen, die nicht auf einer der Listen stehen, gibt es immer wieder Einzelfallentscheidungen, bei denen die Impfkosten erstattet werden. Nachfragen lohnt sich!

Tipps für die Kostenerstattung
GSK
  • Kinder- und Jugendarzt nach einem vorgefertigten Anfrageformular zur Kostenerstattung von Impfungen fragen oder einfach auf www.meningitis-bewegt.de herunterladen
  • Anfrage bei der Krankenkasse (am besten schriftlich einreichen)
  • Falls die Zusage der Krankenkasse nicht direkt erfolgt in Vorkasse gehen und bei der Krankenkasse diese Unterlagen einreichen:
    • Impfstoff-Rezept
    • Apothekenrechnung für den Impfstoff
    • Arztrechnung
  • Hinweis: Viele Krankenkassen verfügen mittlerweile auch über Apps, über die man Dokumente einreichen kann.
  • Falls nach 2-3 Wochen noch keine Rückmeldung kam: noch einmal bei der Krankenkasse nachfragen. Es lohnt sich in jedem Fall erneut nachzufragen, da häufig Einzelfallentscheidungen getroffen werden.
Meningokokken-Erkrankungen sind selten, können aber schnell lebensbedrohlich verlaufen und schwere Folgeschäden haben.5 Am häufigsten sind Babys und Kleinkinder betroffen. Eltern sollten ihren Kinder- und Jugendarzt frühzeitig auf den bestmöglichen Schutz durch Impfungen ansprechen.
Mehr Infos auch unter: www.meningitis-bewegt.de

Mit freundlicher Unterstützung von GSK. NP-DE-MNX-ADVR-20001; 03/20
1 RKI: „Epidemiologisches Bulletin 34/2019“. Verfügbar unter: https://bit.ly/2CDpRrm. März 2020.
2 RKI: „Infektionsepidemiologisches Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten für 2018“. Verfügbar unter: https://bit.ly/2Kf9HZs. März 2020.
3 RKI: „Ratgeber Meningokokken”. Verfügbar unter: https://bit.ly/2X9spqp. März 2020.
4 Centrum für Reisemedizin: „Kostenerstattung von Reiseimpfungen durch Krankenversicherungen“. Verfügbar unter: https://bit.ly/32GaWqI. März 2020.
5 BZgA: „Erregersteckbrief Meningokokken“. Verfügbar unter: https://bit.ly/33GX3tY. März 2020.