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Zahnputz-Stress ade 12 Tipps für ein entspannteres Zähneputzen mit (Klein-)Kindern

Zahnputz-Stress ade: 12 Tipps für ein entspannteres Zähneputzen mit (Klein-)Kindern
© Halfpoint / Adobe Stock
Wohl die wenigsten Kinder (und Eltern!) freuen sich auf das morgendliche und abendliche Zahnputz-Ritual. Nicht selten artet es in puren Stress aus – Schreien und Strampeln inklusive. Wir haben zwölf Tipps für euch, um das Zähneputzen entspannter zu gestalten. 

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Zahnärzte empfehlen, ab dem ersten Zahn des Babys Zähne zu putzen – doch das ist leichter gesagt als getan. Insbesondere Babys und Kleinkinder tun sich oft schwer mit dem täglichen Zähneputzen, und müssen erst von dessen Notwendigkeit überzeugt werden. Wir haben unsere Community befragt und zwölf tolle Tipps erhalten, um den Zahnputz-Stress zu minimieren.  

Tipp 1: Gegenseitig die Zähne putzen 

Kleinkinder sollen sich noch nicht selbst die Zähne putzen, doch es schadet nicht, wenn sie es bei ihren Eltern ausprobieren. In der Zeit, in der eure Zähne "geputzt" werden, könnt ihr die Beißerchen eures Lieblings reinigen. So lernen die Kinder spielerisch, wie man Zähne säubert – und dass es andersrum nicht schlimm ist, selbst die Zähne geputzt zu bekommen. Das Ganze könnt ihr entweder gleichzeitig oder nacheinander ausprobieren – je nachdem, wie es eurem Kind lieber ist. 

Tipp 2: Gemeinsam den Zahnputzsong singen 

Damit das Zähneputzen Spaß macht, könnt ihr einen Song in die tägliche Routine einbauen. "Ich habe immer das Sonnenkäferlied dabei gesungen – zwei Mal und dann war das Zähneputzen zu Ende", schreibt eine Userin. Sucht einfach gemeinsam ein Lied aus, das eurem Kind gefällt, und spielt es währenddessen ab. Sollte euer Kind die Zähne nicht weiterputzen, schaltet einfach die Musik aus. Weiter geht’s erst, wenn Zahn für Zahn gereinigt ist. 

Tipp 3: Jeden Schritt vor dem Spiegel erklären  

Hilfreich ist es auch, wenn euer Kind beim Zähneputzen zuschauen kann. Dabei setzt ihr euer Kind einfach vor einen Spiegel. "In dem Moment machen die Kinder meistens schon selbst den Mund auf, um zu sehen, was da los ist. Am besten lasst ihr das Kind auch selbst die Zahnbürste aus dem Becher holen und die Zahnpasta aus der Tube drücken", erklärt eine Facebook-Userin. Auch für Babys lässt sich diese Methode umsetzen. Bringt einfach einen Spiegel über dem Wickeltisch an. So kann euer Baby zuschauen und weiß, was gerade passiert.  

Tipp 4: Elektrische Zahnbürste benutzen 

Eine offizielle Altersempfehlung, ab wann eine elektrische Kinderzahnbürste benutzt werden kann, gibt es nicht. Allerdings erscheint es sinnvoll, diese frühestens ab einem Alter von drei Jahren zu verwenden – vorausgesetzt, euer Kind hat Lust darauf. Eine elektrische Zahnbürste kann den Vorteil haben, dass Kinder mehr Spaß am Zähneputzen entwickeln. So oder so aber müssen Eltern bei ihren Kindern immer nachputzen – und dass bis zu einem Alter von acht Jahren! 

Tipp 5: Kinder mit Zahnputz-Apps ablenken 

Es gibt einige Apps, die Kindern spielerisch die Mundhygiene beibringen. Beliebt sind etwa Dentist, PutzHelden oder Happy Touch. Die meisten Apps sind ab drei Jahren und häufig kostenfrei. Sie motivieren eure Kids zum Putzen, indem sie spielerische Aufgaben stellen: So soll das Kind etwa Zahnputzmonster beseitige oder mit Hund, Hase und Pferd fleißig putzen üben. Für Kinder im Vorschulalter definitiv eine tolle Methode! 

Tipp 6: Zahnbürste selbst aussuchen lassen 

Einfach, aber effektiv kann folgender Tipp sein: "Wir haben unserem Sohn (13 Monate) dieselbe Zahnbürste wie Papa gekauft und damit funktioniert es meistens. Wenn nicht, drücken wir ihm ein Buch in die Hand, damit er abgelenkt ist." Es kann in jedem Fall nicht schaden, wenn euer Kind die Zahnbürste selbst aussucht. Natürlich sollte es keine Erwachsenen-Zahnbürste sein, aber die Farben dürfen gerne aufeinander abgestimmt sein. 

Tipp 7: Fingerlinge oder Fingerzahnbürste nutzen 

Um Babys die Mundhygiene sanft nahe zu bringen, könnt ihr mit einem Fingerling bzw. einer Fingerzahnbürste putzen. Insbesondere, wenn euer Kind gerade in einer Zahnungsphase ist, verursacht das Putzen damit auch weniger Schmerzen. Übrigens: Wenn das Zahnputz-Ritual aufgrund von Zahnungsschmerzen zu einem Kampf wird, lasst es lieber. Es schadet euren Kleinen nicht, wenn ihr den Milchzahn einmal nicht säubert. 

Tipp 8: Aussicht auf etwas Schönes geben 

Was motiviert besser als die Aussicht auf etwas Schönes nach dem Zähneputzen? "Komm, wir putzen schnell die Zähne, dann darfst du dir ein Buch raussuchen und wir lesen das zusammen im Bett. Seither war Zähneputzen kein Problem mehr", erklärt etwa eine Mama ihre Methode auf Facebook. So verbindet ihr das Schöne mit dem Nützlichen. 

Tipp 9: Gutes Vorbild sein 

Wer selbst nicht richtig Zähne putzt, kann dies auch nicht von seinen Kindern erwarten. Es gilt also wie in jedem Lebensbereich: Seid ein gutes Vorbild für euer Kind und entwickelt sinnvolle Routinen. Kreiert ein immer gleiches Ritual, in dem das Putzen der Zähne ein wesentlicher Bestandteil ist.  

Tipp 10: Zahnputz-Story ausdenken 

Eine eigens ausgedachte Geschichte lenkt Kinder wunderbar vom eigentlichen Ereignis ab: dem Zähneputzen. Jagt gemeinsam Zahnteufel oder erzählt die Geschichte von Karius und Baktus, die in den Zähnen der Kinder wohnen. Nutzt auch Bilderbücher als Inspiration – es gibt zahlreiche Kinderbücher, die sich mit dem Thema Zähneputzen beschäftigen. 

Tipp 11: Unterschiedliche Zahnpasta ausprobieren 

Manchmal sind es Kleinigkeiten, die unsere Kleinen an der Prozedur des Zähneputzens stören. Schmeckt die Zahnpasta nicht? Probiert doch mal eine Zahnpasta mit Geschmack und lockt eure Kinder mit Erdbeer-, Himbeer- oder Zitrone-Geschmack. So schmeckt die Zahnpasta nicht nur besser für euer Kind, sondern erstrahlt auch in anderen Farben. 

Tipp 12: Keinen Stress machen 

Jede Methode kann helfen – und wenn auch nur über einen kurzen Zeitraum. Probiert immer wieder Neues aus, um Abwechslung in die Zahnreinigung zu bringen. Ihr solltet dabei aber immer auch individuelle Faktoren berücksichtigen: Bekommt euer Kind gerade einen Zahn? Dann hilft möglicherweise nur gutes Zureden oder Abwarten. "Eine Zeit lang durfte dann nur der Kuschelaffe putzen...", schreibt eine Userin und fügt hinzu: "Ich mache mir da jetzt nicht so einen Kopf drum, wenn es mal nicht klappt. Dann versuche ich es halt am Nachmittag noch mal." 

Wichtig ist auch, eine stressfreie Atmosphäre zu schaffen und keine Gewalt anzuwenden – sprich: das Kind festzuhalten und dabei die Zähne zu putzen. Druck erzeugt nur, dass euer Kind sich noch mehr vor der täglichen Routine versperrt und das Zähneputzen so zu einem negativen Erlebnis wird. Nutzt Spiel und Spaß im Alltag, damit es klappt. Und stresst euch nicht zusätzlich. Wenn es heute nicht funktioniert, dann mit Sicherheit morgen! 

ELTERN