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Schwangerschaft Sushi in der Schwangerschaft: Welches ist jetzt sicher?

Platte mit verschiedenen Sushi-Varianten: Welche gehen in der Schwangerschaft?
© Natalia Lisovskaya / Shutterstock
Roher Fisch gehört in der Schwangerschaft nicht länger auf den Speiseplan – das ist den meisten Schwangeren bekannt. Aber sind jetzt wirklich alle Sorten Sushi tabu? Hier erfährst du alles Wichtige.

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Okay, Sashimi ist in der Schwangerschaft gestrichen, aber was ist beispielsweise mit geräuchertem Fisch oder vegetarischem Maki? Wir haben etwas genauer hingeschaut: Welches Sushi ist jetzt gefährlich und welche Varianten sind immer noch gesund?

Sushi in der Schwangerschaft: Darum sind diese Sorten jetzt tabu

Alle Sushi-Sorten mit rohem, nur unzureichend gekochtem oder auch geräuchertem Fisch oder Schalentieren bergen Risiken für das Ungeborene. Das hat mehrere Gründe. Sie können Bakterien oder sogar Parasiten enthalten.

Gerade Schwangere sind besonders anfällig an einer Listeriose zu erkranken (zwanzigmal häufiger als andere Menschen), denn ihr Immunsystem ist geschwächt. Auch wenn eine Listeriose insgesamt eher selten vorkommt, kann sie schlimme Folgen für deinen Schwangerschaftsverlauf haben – bis hin zu einer möglichen Fehl- oder Frühgeburt. Laut des Bundesinstituts für Risikobewertung können Listerien in einer Vielzahl von Lebensmitteln vorkommen. Besonders betroffen seien sowohl kalt- oder heißgeräucherter Fisch als auch andere roh verzehrbare Fischprodukte und Meeresfrüchte wie beispielsweise Sushi, Sashimi, Austern oder gebeizte Erzeugnisse wie Graved Lachs.

Ein weiteres Risiko geht von Quecksilber aus, das sich in unterschiedlicher Konzentration in Fischen befindet. Quecksilber, das in Meerestieren gefunden wird (Methylquecksilber), kann bei deinem heranwachsenden Baby beispielsweise zu neurologischen Störungen und anderen gesundheitlichen Problemen wie zu einer Beeinträchtigung der Sprachfähigkeit oder der Motorik führen.

Folgende Fische haben einen hohen Quecksilber-Gehalt:

  • Schwertfisch
  • Makrele
  • Speerfisch
  • Großaugen-Thun
  • Kaiserbarsch
  • Hai

Welches Sushi kannst du auch in der Schwangerschaft genießen?

Jetzt die gute Nachricht: Es gibt Sushi-Varianten, die du auch in deiner Schwangerschaft genießen kannst. Das sind zum einen Sushi-Sorten mit durchgekochtem Fisch (der einen geringen Quecksilber-Gehalt hat; siehe oben, welche Arten es zu vermeiden gilt) und zum anderen vegetarische Varianten

Und eigentlich sollte Fisch in der Schwangerschaft ja auch Bestandteil der Ernährung sein. Denn unter anderem die in ihm enthaltenden Omega-3-Fettsäuren bringen einige Vorteile mit sich: So sind sie zum Beispiel essenziell für die Entwicklung der Augen und der Gehirnfunktion des Babys. 

Grundsätzlich lohnt es sich, im Sushi-Restaurant nachzufragen, um sicherzustellen, dass Fisch tatsächlich durchgekocht ist. Wer ganz sicher sein möchte, kann Sushi auch relativ einfach selber machen. Da weißt du dann ganz sicher, welche Zutaten du für deine Maki und Nigiri verwendet hast.

Sushi-Zutaten, die in der Schwangerschaft unbedenklich sind und super schmecken:

  • Avocado
  • Gurke
  • Möhre
  • Paprika
  • Pilze
  • gebratenes / gekochtes Ei für Tamago Nigiri
  • gebratenes Hühnchenfleisch
  • durchgekochter Fisch
  • Sushi-Reis

Neueste Tests an Algenblättern (Nori), die für die Zubereitung von Sushi verwendet werden, haben ergeben, dass diese oftmals mit Schadstoffen belastet sind (Stand 2020). Es gibt hier noch keine Empfehlung, ob Schwangere deshalb auf den Verzehr von Algenblättern verzichten sollten. 

Fazit: Roher und geräucherter Fisch sowie Meeresfrüchte sind in der Schwangerschaft tabu, vegetarische Sushi-Varianten und solche mit durchgebratenen Fisch- und Fleischbestandteilen können jetzt aber durchaus genossen werden. Wer sicher sein möchte, wie das Sushi zubereitet wurde, macht es am besten selbst.

Quellen: 

ELTERN

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