Neue Serie
 
Gesund groß werden

Kinder brauchen gute Startbedingungen: gesunde Ernährung, genügend Bewegung, seelische Gesundheit, Freundschaften und Hilfe bei Problemen sind die Basis für eine gute Entwicklung von Kindern. Unsere neue Serie zeigt, wie diese Basis im Alltag gelegt werden kann. Im ersten Teil geht es um gesunde Ernährung.

Davon brauchen Kinder besonders viel:

Neue Serie: Gesund groß werden

Im Wachstum benötigen Kinder von einigen Nährstoffen ein bisschen mehr als Erwachsene. Welche das sind und wieviel Kinder davon für eine gesunde Entwicklung benötigen, lesen Sie hier:

Kalzium - für Knochen und Zähne

Die wichtigste Quelle dafür sind Milch und Milchprodukte (Parmesankäse!). Leider verdrängen nach dem Babyalter in vielen Haushalten überzuckerte Softdrinks frische Milch. 22 Prozent der Jungen und 30 Prozent der Mädchen im Vorschulalter erhalten nicht einmal die Hälfte der empfohlenen Milchmenge. Im komplizierten Kalziumstoffwechsel benötigt der Körper aber auch Vitamin D als Wegbegleiter. Wichtigste Quellen: fettreicher Fisch und die Sonne. Mindestens eine halbe Stunde Bewegung an der frischen Luft, gehört deshalb zur gesunden Ernährung dazu. Besonders elf- bis 13-jährige Mädchen und 14- bis 17-jährige Jungen sind schlecht versorgt. Daher fordert die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) zusätzlich Vitamin D-Tabletten (wie sie für Babys üblich sind), wenn Kinder und Jugendliche sich nicht genügend im Freien aufhalten.

Vitamine für Kraft und Fitness

In fast allen Altersgruppen essen Kinder zu wenig pflanzliche Lebensmittel, vor allem Gemüse und Obst. Praktische Faustregel: "Fünf am Tag." Fünf Kinderhände täglich sollten mit Obst oder Gemüse gefüllt sein. Bei einem Vierjährigen sind das zum Beispiel ein paar Trauben, eine halbe Banane, zwei kleine Tomaten, ein Stück Gurke, zwei Stückchen Kohlrabi oder Karotte. Roh und mundgerecht geschnitten verschwindet das meist ganz leicht im Kindermund.

Schnelle und gesunde Rezepte für Kinder

Noch mehr Videos mit gesunden Rezeptideen gibt es hier.

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Eisen für Blutbildung und Muskeln

Folgen von Eisenmangel können Müdigkeit, Blutarmut und Appetitlosigkeit sein. Vor allem bei Mädchen zwischen zehn und 18 Jahren ein Thema. Am besten verarbeitet der Organismus Eisen aus Fleisch und Fleischprodukten. Zu empfehlen sind fettarme Wurst und Fleisch wie Hühnerbrust, Oberschale (Rind), Muskelfleisch (Lamm, Kalb, Schwein, Rind), Kotelett (Schwein). Drei Fleischgerichte sollten es pro Woche sein. Wer auf Fleisch verzichten will, sollte viel Vollkornprodukte essen (sowie Rote Bete und Spinat). Dazu ein Glas Orangensaft, das die Eisenaufnahme leichter macht.

Jod für den Hormonhaushalt

Deutschland gehört zu den jodärmsten Ländern Europas. Nennenswerte Mengen sind nur in Seefisch (Seelachs, Kabeljau, Scholle) vorhanden, der mindestens einmal pro Woche vorgesehen sein sollte. Verwenden Sie jodiertes und am besten auch fluoridiertes Speisesalz, kaufen Sie Produkte, bei denen Jodsalz verwendet wurde (Brot!).

Viele, viele Getränke

Kinder sollen viel trinken, fünf bis sechs Gläser Flüssigkeit am Tag (600 ml bei Ein- bis Dreijährigen, 1400 bis1500 ml bei 15- bis18-Jährigen). Am besten Leitungswasser, Mineralwasser oder ungesüßten Früchtetee. Reine Fruchtsäfte enthalten bis zu zehn Prozent fruchteigenen Zucker. Zum Durstlöschen sollten sie im Verhältnis 2:1 verdünnt werden. Fruchtsaftgetränke und -nektare sind gesüßt, Limonaden sowieso und deshalb nicht zum Durstlöschen geeignet.