Elternfragen
 
Power aus der Kuh

Milch macht müde Männer - und Kinder - munter! Aber wieviel Milch ist eigentlich gesund? Und sollen wir lieber Bio-Milch trinken? Drei Elternfragen rund ums Thema Milch.

Ist Bio-Milch gesünder?

Elternfragen: Power aus der Kuh
Carsten Meyer - Fotolia.com

Ob aus konventioneller oder ökologischer Landwirtschaft: Milch ist immer ein gesunder Powerdrink. Doch Untersuchungen belegen: Milch aus Bio-Betrieben hat einen deutlich höheren Gehalt an mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren. Der Grund: Biokühe fressen mehr Grünfutter, ihre Artgenossinnen im Stall größtenteils Kraftfutter und Mais. Omega-3-Fettsäuren sind wichtig für Zellen, Gehirn und Nerven, sie lassen das Blut besser fließen und beeinflussen das Immunsystem.

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Wieviel Milch darf mein Kleinkind trinken?

Eine festgesetzte Obergrenze für Kuhmilch gibt es für Kleinkinder nicht. Ernährungsexperten empfehlen für Kinder zwischen ein und vier Jahren etwa 300 Gramm Milch, bzw. Milchprodukte pro Tag. Sie sollten nicht zu viel tierisches Eiweiß aufnehmen. Die kindlichen Nieren können dadurch zu stark belastet werden. Wenn Ihr Kind nach mehr Milch verlangt, können Sie ihm auch vegetarische Milch anbieten, zum Beispiel Reismilch, Hafermilch oder Sojamilch.

Was tun bei einer Kuhmilcheiweiß-Allergie bei Babys?

Wenn ein Flaschenbaby nach den Mahlzeiten spuckt, schreit, die Beinchen anzieht, rot anläuft und eventuell Durchfall bekommt, hat es möglicherweise eine Allergie gegen Kuhmilcheiweiß. Bestätigt ein Bluttest beim Kinderarzt den Verdacht, muss man unterscheiden:

  • Bei relativ schwach ausgeprägten allergischen Symptomen kann man auf HA-Nahrung umsteigen und, sobald es Beikost gibt (eher nicht!), meist auch in kleinen Mengen Joghurt und Quark füttern.
  • Kinder mit massiven allergischen Reaktionen müssen dagegen konsequent ohne Kuhmilcheiweiß ernährt werden. Für sie gibt es auf Rezept spezielle, besonders stark hydrolysierte Milchen. Beide "Diäten" sind zum Glück nicht für immer. Denn gegen Ende des ersten Lebensjahres verschwindet die Kuhmilcheiweiß-Allergie meist wieder.