Vitamine & Co.
 
Das steckt im Obst

Äpfel und Bananen sind die beliebtesten Obstsorten der Deutschen. Aber wann spricht man von Obst und wann von Gemüse? Und wussten Sie, dass Trockenfürchte nicht nur Kalorien- sondern auch Vitaminbomben sind?

Obst oder Gemüse?

Vitamine & Co.: Das steckt im Obst

Warum werden Avocados und Oliven eigentlich zu den Obstsorten gezählt, Rhabarer aber dem Gemüse zugeordnet?

Die Trennung zwischen Obst und Gemüse ist etwas schwierig. Als Faustregel kann man sich aber merken: Als Obst bezeichnet man die Früchte einer Pflanze, Gemüse bezieht sich in der Regel auf unterschiedliche Teile einer Pflanze, wie zum Beispiel die Wurzelknollen der Kartoffel oder die Blätter und Stengel des Mangold. Gemüse wächst in der Regel an einjährigen Pflanzen. Obst hingegen wächst vorwiegend an mehrjährigen Bäumen oder Sträuchern.

Äpfel

Jeder Deutsche verzehrt im Jahr durchschnittlich 32 Kilo Äpfel. Theoretisch hätte man die Auswahl unter 1.500 bis 2.000 Sorten, die in Deutschland angebaut werden, im Handel sind jedoch nur 10 bis 20 Sorten erhältlich. Der Grund: Äpfel, die für den Handel bestimmt sind, müssen besonders widerstandsfähig sein, wenn sie im großen Stil angebaut, gelagert, transportiert und verkauft werden sollen. Die Verbraucher legen Wert auf genormte, makellose Früchte - selber Schuld, möchte man da meinen.

Aprikosen

Von Juni bis August ist Aprikosenzeit. In der Nährwerttabelle fällt die kleine Aprikose mit ihren Werten als frische, rohe Frucht nicht weiter auf. Als Trockenobst hingegen kommt sie ganz groß raus und entpuppt sich als wahre Vitamin A Bombe: Sie enthält neunmal mehr Vitamin A als die ihr nachfolgende Honigmelone und ist so mit weitem Abstand der beste Vitamin-A-Lieferant unter den Obstsorten. Und davon sollte man reichlich haben, denn Vitamin A ist gut für die Augen und wichtig für das Wachstum und den Aufbau von Haut und Schleimhäuten, Blutkörperchen und den Stoffwechsel.

Avocado

Da man Avocados gerne pikant in der Küche zubereitet, kommt man im ersten Moment gar nicht darauf, dass auch sie eine Obstsorte ist. Avocados sind sogar ganz besondere Früchte: Mit einem Fettgehalt von 25 Prozent und 220 kcal pro 100 Gramm ist sie die kalorienreichste frische Frucht überhaupt. Nur Trockenobst liefert noch mehr Energie.

Banane

Zwölf Kilo Bananen konsumiert im Schnitt jeder Deutsche im Jahr. Damit ist sie nach dem Apfel die beliebteste Frucht der Deutschen und ein guter Kalium- und Kalorienlieferant obendrein. Besonders Sportler wissen das zu schätzen: Kalium ist für die Steuerung der Muskeltätigkeit mitverantwortlich und durch den Zuckergehalt, liefern Banane nach dem Sport eine Extraportion Power.

Kirschen

Kirschen sind nicht so selbstverständlich auf dem Speiseplan wie es scheint. Nur in einem Viertel aller Haushalte werden Kirschen gegessen, vielleicht liegt es an den Kernen, vielleicht aber auch an dem engen Zeitfenster in dem sie frisch zu haben sind: Die besten gibt es im Juni und Juli zu kaufen. Dafür sind sie reich an Kalium aber auch an Kalorien.

Nektarinen

Nektarinen sind nicht - wie vielfach angenommen - eine im Labor entstandene Kreuzung. Ursprünglich sind die glatten Nektarinen eine Laune der Natur: Sie sind eine natürliche Genmanipulation, die bei Pfirsichbäumen auftreten kann. Dort kam es vermehrt zu Pfirsichen mit glatter Haut, die dann als Nektarinen weitergezüchtet wurden. Auch heute passiert es hin und wieder, dass auf Pfirsichbäumen vereinzelt Nektarinen wachsen und umgekehrt. Was die Nährwerte angeht, spielt es keine Rolle, ob man zur Nektarine oder seiner pelzigen Verwandtschaft, dem Pfirsich greift.

Schwarze Johannisbeeren

Wer hätte das gedacht: In den kleinen schwarzen Beeren steckt dreimal mehr Vitamin C als in einer vergleichbaren Menge Zitronen und doppelt soviel wie in der Chinesischen Stachelbeere, besser bekannt unter dem Namen "Kiwi".

Weintrauben

Auch wenn nur zehnt Prozent aller Weintrauben auf dem Teller landen und der Rest getrocknet im Müsli oder in Flaschen abgefüllt wird: Weintrauben gehören zu den Top Ten der Obstbestseller. Wegen ihres hohen Zuckergehaltes sind sie wie Bananen, Mangos und Kirschen aber auch relativ kalorienreich.