Weihnachtsplätzchen
 
Die Lieblingsrezepte der ELTERN online-Redaktion

Wenn es um Plätzchen geht, herrscht bei Familienrezepten eine ähnliche Geheimhaltung wie beim Coca-Cola-Rezept: Es ist Zucker drin - mehr wird nicht verraten. In diesem Jahr brechen wir mit diesem ungeschriebenen Gesetz und verraten unsere besten Plätzchenrezepte.

Von Eltern.de getestet: Weihnachtsplätzchen-Rezepte

Die besten Weihnachtsplätzchen der ELTERN online-Redaktion
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Die besten Weihnachtsplätzchen der ELTERN online-Redaktion

Auf den folgenden Seiten haben wir von Eltern.de die Rezepte unserer Lieblingsplätzchen zusammengetragen. Schauen Sie doch einfach mal rein (indem Sie einfach auf den jeweiligen Link klicken). Vielleicht finden Sie ja Anregungen für Ihr nächstes Adventskränzchen.
Viel Spaß beim Backen und Vernaschen wünscht Ihnen die
Eltern.de-Redaktion

Videoanleitung für Mürbeteig:

Mürbeteig eignet sich prima zum Ausstechen von Plätzchen. Das macht den Kindern nicht nur zur Weihnachtszeit eine Riesenfreude. Rike hat eine raffinierte Idee, mit der die Kekse zu einer schönen Geschenkidee werden.

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Vanillekipferl

Weihnachtsplätzchen: Die Lieblingsrezepte der ELTERN online-Redaktion

Rosemarie Wetscher, Eltern.de-Redaktionsleitung
Eigentlich hat meine Mutter nie ein Rezept aufgeschrieben, auch Backen schaffte sie so aus der Hand. Für mich hat sie's dann doch getan, so konnte ich Mamas Vanillekipferl retten. Auf dem Zettel stehen wunderbar österreichisch keine Gramm sondern Dag. Noch nie gehört? 10 Dekagramm sind 100 Gramm. Nur ausgewählte Nachbäcker bekommen das ultimativ beste Vanillekipferl-Rezept weitergereicht. Einmal ausprobiert und Sie stimmen mir zu: Alles andere sind nur Kekse, keine Kipferl. Und so gehen sie:

Zutaten
10 dag (Sie wissen schon, 100 Gramm) geschälte, geriebene Mandeln
70 Gramm Puderzucker (bei Mama heißt es Staubzucker)
250 Gramm Mehl
210 kalte Butter
Mark aus zwei Vanilleschoten
Zum Drehen der gebackenen Kipferl: ca. 50 Gramm feiner Backzucker mit Vanillezucker vermischt

Zubereitung
Aus den Zutaten rasch einen Mürbeteig kneten, zu zwei Rollen formen, mindestens eine Stunde kalt stellen. Die Rollen in dünne Scheiben schneiden, jede Scheibe zu einer gut nussgroßen Kugel formen, die Kugel zwischen den Händen nudelig ausformen, dann zu einem Kipferl. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und die Kipferl vor dem Backen noch einmal kalt stellen.
Bei 200 Grad ca. 10 Minuten backen. Die Kipferl-Ende sollen zart gebräunt sein. Kipferl noch heiß in Zucker drehen. In Blechdosen verpacken (meine Mutter hat die ausgekratzten Vanilleschoten dazugelegt) und bald essen.

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Erdnuss-Sesam-Plätzchen

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Biona Schütt, Online-Redakteurin
Lieblingsrezept für Kekse? Da können alle meine Kollegen gleich eine romantische Geschichte aus der Kindheit erzählen...wie die Mutter oder Oma jedes Jahr zu Weihnachten die tollsten Kekse gebacken hat, das ganze Haus duftete und die Kinder durften die Schüssel auslecken. Tja, irgendwie haben meine Eltern keine Kekse gebacken. Ich kenne nur gekaufte Kekse. Waren auch immer lecker, aber nun habe ich kein Lieblingsrezept parat. Also schnell bei Chefkoch.de nachgesehen und eins rausgesucht, was ich bestimmt total gern essen würde. Hauptsache ich muss nicht backen, denn darauf habe ich genauso wenig Lust, wie meine Eltern. Und wenn meine Kinder Kekse backen wollen, dann wird es die ganz simple Mürbeteigvariante. Mit ein paar Ausstechformen und buntem Streusel kommen sie trotzdem auf ihre Kosten. Und die Kekse sind dann immerhin auch Großteils genießbar. Aber hätte ich ein Händchen und Spaß am backen, würde ich diese hier machen:

Zutaten
125 g Butter
125 g Erdnussbutter
120 g weißer Zucker
120 g brauner Zucker
1 Eigelb
TL Natron
TL Backpulver
TL Salz
150 g Mehl
50 g Sesam

Zubereitung
Die beiden Buttersorten schaumig schlagen. Den Zucker nach und nach unterrühren. Das Eigelb hinzufügen und unterrühren.
Mehl, Backpulver, Natron und Salz vermischen und in die Zuckermasse reinsieben. Alles gut verrühren.
Der Teig muss für zwei Stunden im Kühlschrank stehen.

Dann kleine Kugeln aus dem Teil formen und in Sesamkörnern wälzen.
Die Kugeln auf ein Backblech mit Backpapier verteilen und mit dem Daumen etwas flachdrücken.
Den Ofen auf 160 Grad Umluft vorheizen. Für 12-15 Minuten die Kekse auf der zweituntersten Schiene goldbraun backen.

Bei dieser Teigmenge erhält man 50 – 60 Kekse.

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Schwarz-Weiß-Gebäck (etwa 60 Stück)

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Sandra Hermes, Online-Redakteurin
Mit 13 Jahren begann meine Oma mir meine Aussteuer zu schenken. Neben Handtüchern und Cromargan-Besteck war das Wichtigste in ihren Augen die Dr. Oetker-Küchenbibliothek. Zu jedem Geburtstag und zu jedem Weihnachtsfest gab es ein Band, auf das ich mit 18 küchentechnisch fit für die Ehe sei. Der einzige Band, den ich – auch schon weit vor meiner Hochzeit 20 Jahre später – benutzt habe, ist das Backbuch. Und meine Lieblingsweihnachtsplätzchen sind seitdem Schwarz-Weiß-Gebäck. Das Schachbrettmuster erfordert einige Übung. Mit kleinen Kindern sollte man sich lieber auf marmorierte Rollen beschränken. Der helle Teig eignet sich übrigens auch toll für schlichte Ausstechplätzchen. Ich stelle immer die doppelte Menge her und lass meine Kinder Sonne, Mond und Rentiere stechen, während ich mich alle Jahre wieder dem perfekten Schachbrettmuster widmen kann. Meine Oma bekommt zum Fest übrigens immer ein kleine Kostprobe geschenkt. Immerhin Backen hat ihre Enkelin also gelernt.

Zutaten für den Knetteig:
250 g Weizenmehl
1 gestr. TL Backpuver
150 g Zucker
1 Päckchen Vanillin-Zucker
1 Pr. Salz
Röhrchen Rum-Aroma oder zwei Esslöffel echter Rum (wenn Kinder mitessen, einfach weglassen)
1 Ei (Größe M)
125 g weiche Butter oder Margarine

Für den dunklen Teig zusätzlich:
15 g Backkakao
15 g Zucker
1 EL Milch
1 Eiweiß (Größe M) zum Bestreichen

1. Teig herstellen
Das Mehl mit dem Backpulver in eine Rührschüssel sieben. Die übrigen Zutaten hinzufügen und alles mit einem Mixer (Knethaken) oder mit den Händen zu einem Teig verarbeiten. Für den dunklen Teig Kakao sieben, mit Zucker und Milch verrühren und unter die Hälfte des hellen Teiges kneten. Hellen und dunklen Teig jeweils zu einer Kugel formen und getrennt in Frischhaltefolie gewickelt gut 30 Minuten kalt stellen.

2. Plätzchen designen
Schneckenmuster:
Der helle und der dunkle Teig werden jeweils zu einem – wenn möglich - gleichmäßig großen Rechteck (30 x 15 cm) ausgerollt. Das eine Rechteck wird dünn mit Eiweiß bestrichen, das zweite darauf gelegt und ebenfalls bestreichen. Von der längeren Seite aus den Teig fest aufrollen.
Schachbrettmuster:
Man benötigt 9 je 1 cm breite Teigstreifen vom dunklen Teig und 9 je 1 cm breite Teigstreifen vom hellen Teig sowie zwei mal einen "Teigmantel". Dafür die beiden Teighälften getrennt etwa 1 cm dick ausrollen. Aus dem hellen und dunklen Teig jeweils 9 je 1 cm breite und 15 cm lange Streifen schneiden. Die Streifen mit Eiweiß bestreichen und im Schachbrettmuster zu 2 Teigblöcken zusammensetzen. Die übrig gebliebenen hellen und dunklen Teigreste zusammen verkneten und dünn zu 2 Rechtecken (15 x 13 cm) ausrollen. Die entstandenen Blöcke in die Teigmäntel einwickeln.
Reste-Plätzchen:
Übrig gebliebene Reste können nach gusto zu einer Rolle gewalzt werden. Daraus entstehen dann Plätzchen mit Marmormuster.

3. Back-Vorbereitungen
Die Teigrollen in Folie wickeln und in den Kühlschrank legen. Der Teig wird dadurch wieder fester und lässt sich besser schneiden. Inzwischen den Backofen auf 200C (Umluft etwa 180C) vorheizen und das Backblech mit Backpapier belegen. Die Teigrollen oder -blöcke in gleichmäßige, knapp 1/2 cm dicke Scheiben schneiden, mit Eiweiß bepinseln und auf das Backblech legen. Das Backblech in den Backofen (Mitte) schieben. Backzeit: etwa 12 Min.

Liebhaber-Tipp:
Mir schmecken die Plätzchen am besten, wenn sie schön dick geschnitten sind und nicht ganz so lange im Ofen waren. Sie erinnern dann eher an kleine Marmorkuchen als an Kekse. Wer es knackiger mag, hält sich ans Rezept.

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Doppeldecker mit Marmelade

Weihnachtsplätzchen: Die Lieblingsrezepte der ELTERN online-Redaktion

Christina Amin, Online-Redakteurin
Heiligabend! Auf unserem Gabentisch gehörte der Plätzchenteller ebenso dazu, wie die Krippe unter den Weihnachtsbaum. Warum da meistens gekaufte Plätzchen lagen? Nun, meine Mutter hat jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit Unmengen an Plätzchen gebacken und sich alle Mühe gegeben, ihre Kunstwerke vor uns drei Kindern zu verstecken. Leider waren ihre Mühen nicht unbedingt von Erfolg gekrönt. Zielsicher haben wir Kinder die Verstecke aufgespürt und uns über die liebevoll gebackenen Vorräte hergemacht. Wenn meine Mutter an Heiligabend die Keksdose öffnete, gab es nur noch ein paar einsame Krümel. Damit ich selbst an den Weihnachtstagen nicht in Keks-Not gerate, backe ich heute aus Leidenschaft. Und auf jeden Fall so viel, dass alle Schleckermäuler der Familie genug bekommen. Ein geeignetes Versteck für meine XXL-Keksdose habe ich allerdings auch noch nicht gefunden. Irgendwie ist an Heiligabend immer nur die Hälfte drinnen – oder hat sie etwa ein Loch?

Hier mein Lieblingsrezept:

Zutaten (für etwa 60 Plätzchen)
375 Gramm Mehl
187 Gramm Butter (kalt)
1 Päckchen Vanillezucker
90 Gramm Zucker
1 Prise Salz
3 Eigelb
135 Gramm Johannisbeergelee
1 EL Puderzucker (zum Bestäuben)

Zubereitung:

Mehl, Butterflöckchen, Vanillezucker, Zucker, Salz und Eigelb zunächst mit den Knethaken des Handrührers, dann mit den Händen schnell zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie einwickeln und für mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank stellen.

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Den Teig noch einmal mit den Händen kurz durchkneten. Teig zum Ausstechen in Portionen teilen (restliche Portionen immer wieder kalt stellen), damit der fetthaltige Teig bei Zimmertemperatur nicht zu weich wird. Die Teigportionen in einem großen aufgeschnittenen Gefrierbeutel (6 l) etwa 3 mm dick ausrollen.

Den Gefrierbeutel aufklappen und aus dem Teig jeweils etwa 60 Plätzchen in 2 Größen ( 5 und 4 cm) ausstechen. Auf mit Backpapier ausgelegte Backbleche legen und etwa 8-10 Minuten hellgelb backen. Auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Gelee glatt rühren und jeweils einen Klacks davon in die Mitte der Unterseiten der großen und kleinen Plätzchen geben. Zuletzt die Plätzchen mit Puderzucker bestäuben.

Zimt-Sterne

Zimtsterne
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Zimtsterne

Kseniya Eiik, Social Media-Managerin

Zimtsterne zu backen, das hat mir meine Schwiegermutter beigebracht. Und hier verrate ich ihr Rezept. Ich wurde in der Familie meines Mannes sehr herzlich aufgenommen und habe von dieser Frau viel über deutsche Küche und Bräuche gelernt. Eben auch, wie man Zimtsterne richtig backt. Ich finde, sie dürfen in der Adventszeit nicht fehlen, denn sie symbolisieren ja den Weihnachtsstern, riechen so lecker und schmecken einfach himmlisch. Die Mühe lohnt sich – und in der Weihnachtbäckerei findet man immer einen Vorkoster, der nicht gelungene Sterne gerne verputzt.

Zutaten für den Teig:
3 Eiweiß
250g Puderzucker
250-300 g gemahlene Mandeln (am besten mit der Schale gemahlene)
1 TL Zimt
1 TL Rum oder 1/2 TL frisch gepresster Zitronensaft
1 Päckchen Vanillinzucker
1 Prise gemahlene Nelken
Außerdem:
Puderzucker zum Ausrollen
Mehl und Fett für das Blech

Zubereitung:

Die Eiweiß zu sehr steifem Schnee schlagen (geht leicht, wenn man die Eiweiß erstmal in den Kuhlschrank für mind. 15 min stellt), nach und nach den gesiebten Puderzucker zufügen. Von der Schaummasse eine halbe Tasse abnehmen und zum Bestreichen zurückstellen. Mandeln und Gewürze zu der Schaumasse geben und vorsichtig vermengen. Teig auf einem mit Puderzucker dick bestreuten Backblech 1/2 cm dick ausrollen und Sterne ausstechen. Die Sterne auf ein gefettetes und mit Mehl bestäubtes Backblech legen und mit dem zurückgestelltem Guß bestreichen. Die Sterne bei schwacher (!!!) Hitze mehr trocknen als backen lassen. Bevor man die Sterne auf einen Teller umzieht, sollten sie komplett abgekühlt sein.

Backzeit: 30-40 Minuten
Elektroherd: 130-150 Grad
Gasherd: Stufe 1-2