Gesundheit
 
Ab an die frische Luft - auch jetzt?

Gerade jetzt! Wir nennen euch zwölf sehr gute Gründe, euer Kind bei (fast) jedem Wetter an die Luft zu schicken. Und wenn ihr euch selbst etwas Gutes tun wollt, dann geht ihr am besten gleich mit.

Kinder spielen im Herbst draußen
iStock, tatyana_tomsickova

Die wenigen Ausnahmen mal vorangeschickt: Bei Hagel, Blitzeis, Schneesturm und peitschendem Regen wird man weder einen Hund noch ein Kind oder sich selbst ohne Not vor die Tür schicken. Aber solche Wetterlagen halten ja nicht lange an.
Also: Pack dein Kind und dich selbst warm und gegebenenfalls wasserdicht ein, Babys bekommen ein Lammfell oder ein zugeschnittenes Stück Isomatte als Unterlage in den Kinderwagen, etwas Fettcreme auf die Wangen, und dann nichts wie raus! Denn …

  1. selbst ein bedeckter Wintertag liefert noch eine ordentliche Portion wohltuendes Sonnenlicht, nämlich 3000 bis 4000 Lux. Das vegetative Nervensystem wird aktiviert und der Körper kann mehr Vitamin D bilden.
  2. Erkältungen entstehen nicht durch Kälte, sondern durch weitergegebene Keime. Gezielte Kältereize, etwa im Gesicht und beim Atmen der frischen, kalten Luft, machen den Körper ganz im Gegenteil widerstandsfähiger gegen Infekte, denn sie härten ihn ab.
  3. die Kombination von Licht und Bewegung lässt den Körper körpereigene Muntermacher ausschütten – die Laune steigt ganz automatisch.
  4. Kinder können ihren ganz normalen Bewegungsdrang ausleben, das macht sie zufriedener und lässt sie später besser schlafen.
  5. Knochen, Muskeln, Nerven, Gleichgewichtssinn, Gehirn: Der ganze Kinderkörper braucht Herausforderungen, um gesund wachsen zu können. Und das nicht nur im Sommer.
  6. gerade kleine Kinder lieben auch die Abenteuer, die Schmuddelwetter mit sich bringt: Wer traut sich, quer durch die tiefe Pfütze zu waten? Sind die Gummistiefel hoch genug?
  7. wer weitgehend bewegungslos im warmen Zimmer sitzt, atmet meist flach. Bewegung an der frischen Luft lässt Kinder tief durchatmen und wirkt wie eine kostenlose Sauerstoffdusche.
  8. wenn mehrere Kinder ohne Programm im Garten oder auf dem Spielplatz zusammen sind, entwickelt sich aus der anfänglichen Langeweile oft ein selbst erdachtes Spiel. Das fördert Selbstbewusstsein und Kreativität.
  9. Schulkinder können besser lernen und sich auch länger konzentrieren, wenn sie regelmäßig an der frischen Luft toben und spielen.
  10. der Blick in die Natur wirkt entspannend, selbst wenn die Bäume gerade nicht grün sind. Auch das ist wissenschaftlich belegt.
  11. sogar die Augen haben etwas davon! Untersuchungen haben gezeigt, dass Kinder, die weniger als eine Stunde am Tag draußen sind, ein 30 Prozent höheres Risiko haben, kurzsichtig zu werden, als Kinder, die jeden Tag eine Stunde an der frischen Luft sind. Angeregt durch das Tageslicht wird in der Netzhaut vermehrt Dopamin, auch als Glückshormon bekannt, freigesetzt. Dies scheint das Längenwachstum des Augapfels zu bremsen und die Entwicklung der Kurzsichtigkeit zu verlangsamen.
  12. gibt es kaum etwas Gemütlicheres, als ausgepowert nach Hause zu kommen und sich gemeinsam einen warmen Kakao oder einen Tee zu gönnen.
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