Ätherische Öle
 
Leichter Luft bekommen

Schnee, Matsch und kalte Füße - da ist die Schnupfnase vorprogrammiert. Lassen Sie sich helfen, wenn es Sie wieder mal erwischt hat. Mit angenehmen Düften.

Was sind ätherische Öle?

Düfte steigern unser Wohlbefinden. Genau das macht sich die Aromatherapie mit ätherischen Ölen zunutze. Die Öle wirken je nach Pflanze entspannend, belebend, erfrischend oder klärend. Sie können Krämpfe lösen, Schmerzen lindern, sogar Entzündungen hemmen. Das Wort "ätherisch" wird vom griechischen "aither" abgeleitet, das so viel wie "Himmelsduft" bedeutet.

Woraus bestehen ätherische Öle?

Ätherische Öle kommen in kleinen Mengen in Heilpflanzen vor. Gebildet werden sie in den Öldrüsen der Blüten, Blätter, Samen, Fruchtschalen, Wurzeln, Harze, Rinden sowie im Holz der Pflanze. In der Natur haben sie die Funktion, Insekten zur Bestäubung anzulocken und Fressfeinden den Appetit zu verderben. Bei der Herstellung von Arzneimitteln mischt man sie mit einem Basisöl. Die Extrakte werden per Wasserdampfdestillation oder per Kaltpressung gewonnen.

Wie wirken ätherische Öle?

Beim Einatmen werden die Dämpfe der Öle von der Schleimhaut, bei einem Bad von der Haut aufgenommen. Sie gelangen in den Blutkreislauf und von dort direkt in die Atemwege, wo sie schleimlösend wirken. Für Säuglinge und Kleinkinder unter zwei Jahren sind ätherische Öle, die Kampfer und Menthol enthalten (z.B. Minzöl und Pfefferminzöl), allerdings nicht geeignet. Das Immunsystem der Kleinen ist noch nicht voll entwickelt und die zarten Schleimhäute in Nase, Rachen und Bronchien sind noch sehr anfällig. Schon bei minimalen Schwellungen der Nasenschleimhaut bekommt das Kind schlecht Luft. Ältere Kinder hingegen vertragen ätherische Öle sehr gut. Beachten Sie trotzdem immer den Beipackzettel und lassen Sie sich erst von Ihrem Kinderarzt zur Dosierung und Anwendung beraten.

Welche Anwendungen eignen sich für mein Kind?

Inhalation:
Geben Sie etwa zwei Liter mit heißem Wasser in ein Gefäß mit zwei bis drei Tropfen Öl. Den Kopf des Kindes mit einem Handtuch abdecken. Die ätherischen Dämpfe sollen nun 10 bis 15 Minuten eingeatmet werden. Achtung: Während der Inhalation am besten die Augen schließen.

Vollbad:
Geben Sie einige Tropfen Öl in das warme Wasserbad. Mischen Sie zwei bis drei Esslöffel Sahne darunter (sie dient als Emulgator, weil sich die Öle sonst nicht mit dem Wasser mischen lassen) und lassen Sie Ihr Kind 20 bis 25 Minuten darin baden.

Welche ätherischen Öle gibt es?

Kiefernnadelöl wirkt schleimlösend und unterstützt die körpereigene Abwehr. Kampfer verhindert das Bakterienwachstum auf den geschädigten Schleimhäuten, löst den Schleim und befreit die Atemwege. Menthol oder Pfefferminze erleichtern das Durchatmen, fördern die Durchblutung und kühlen. Eucalyptusöl hemmt die Vermehrung von Viren in den Schleimhäuten und steigert deren Durchblutung.

Achtung!
Es gibt Öle, die Allergien auslösen oder zu Unverträglichkeiten führen können. Das trifft besonders für Nelken-, Zimt-, Thymian-, Oregano- oder Bohnenkrautöl zu. Die Verträglichkeit lässt sich prüfen, indem ein Tropfen des Öls auf der sehr empfindlichen Innenfläche des Unterarms verrieben wird. Wenn sich keine allergische Reaktion zeigt, kann das Öl angewendet werden.