Erste Hilfe: Gerettet!

Das Kind hat einen Kruppanfall

Ohne Vorwarnung mitten in der Nacht: Sie werden wach, weil Ihr Kind seltsam trocken, hohl und sehr laut hustet (ähnlich wie das Bellen eines Seehundes) und unter Atemnot leidet. Von einem solchen Pseudokrupp-Anfall sind besonders Kinder im Alter von einem bis zu drei Jahren betroffen. Ursache ist eine Schwellung der Schleimhaut im Bereich des Kehlkopfes und der Stimmbänder. Die Atemwege sind eingeengt, und es kann Atemnot entstehen. Auslöser sind übrigens ganz normale Erkältungsviren.
So können Sie helfen: Beruhigen Sie Ihr Kind! Gehen Sie mit ihm auf den Balkon, auf die Terrasse, ans offene Fenster oder auch an die offene Kühlschranktür, wo es kalte Luft einatmen kann. Die kalte Luft bewirkt, dass der Kehlkopf etwas abschwillt. Gleiches gilt für warme feuchte Luft. Deshalb hilft es auch, ins Badezimmer zu gehen und über die Handbrause heißes Wasser in die Badewanne laufen zu lassen (Stöpsel rein!).
Verbessert sich die Atmung innerhalb einer halben Stunde nicht merklich, fahren Sie zur Sicherheit in eine Klinik mit Kinderabteilung. Bei schweren Anfällen, die sehr selten vorkommen (Blaufärbung der Lippen), rufen Sie den Rettungsdienst.

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Das Kind hat einen Elektrounfall

Bekommt das Kind einen elektrischen Schlag, sind Verbrennungen an den Ein- und Austrittstellen des Stromes (die so genannten Strommarken) sowie an inneren Organen die Folge. Der Strom verursacht eine starke Muskelverkrampfung der Finger, so dass der Körper des Kindes an dem Gerät, durch das es den Stromschlag erlitten hat, wie festgeklebt ist. Es kann zu einem Atem- und Herzstillstand kommen.
So können Sie helfen: Unterbrechen Sie so schnell wie möglich den Stromkreis! Fassen Sie das Kind nicht an, solange es in Kontakt mit dem Stromleiter ist! Fassen Sie auch das elektrische Gerät nicht an, es könnte ebenfalls unter Strom stehen! Wenn Sie nicht schnell genug an die Stromquelle kommen, schlagen oder treten Sie das Kind mithilfe eines nichtleitenden Gegenstandes (Schuhsohle, Holz oder Plastikgegenstände) von der Stromquelle weg. Kontrollieren Sie dann Atmung und Puls. Atmet das Kind, bringen Sie es in eine stabile Seitenlage. Zur Sicherheit sollten Sie ins Krankenhaus fahren, sobald es Ihrem Kind wieder besser geht. Kommt es zu einem Herzstillstand, sofort den Notarzt rufen und wiederbeleben!