Erste Hilfe: Gerettet!

Das Kind hat sich verbrannt

Bei Verbrennungen ersten Grades ist die Haut gerötet, heiß und geschwollen wie bei einem Sonnenbrand. Der Betroffene verspürt einen brennenden, ziehenden Schmerz. Kommt es zur Hautrötung mit starker Schwellung, Blasenbildung und oberflächlicher Zerstörung der Haut und hat das Kind starke Schmerzen, liegt eine Verbrennung zweiten Grades vor.
So können Sie helfen: Kühlen Sie die verbrannte bzw. verbrühte Stelle mindestens zehn bis 15 Minuten lang. Es kommt auf die Länge des Kühlens an. Muss der Bauch oder die Brust gekühlt werden, besteht Unterkühlungsgefahr: Das Wasser sollte dann nicht ganz so kalt sein und das Kind unbedingt in Decken warm gehalten werden. Entfernen Sie nun Kleidung, die nicht mit der Wunde verklebt ist. Danach Brandwunden mit Verbandtüchern steril abdecken. Geben Sie auf keinen Fall Puder, Mehl oder Cremes auf offene Brandwunden. Bei Verbrennungen ersten Grades tragen Sie Brandsalbe auf und machen Umschläge mit Essig oder verdünnter Brennnesseltinktur. Brandblasen auf keinen Fall öffnen – Infektionsgefahr!
Alle Verbrennungen, die mehr als ein Prozent der Körperoberfläche ausmachen (entspricht etwa der Größe einer Handfläche des Patienten), sollten in einem Krankenhaus behandelt werden. Auch kleine, offene Verbrennungen sind sehr infektionsgefährdet.

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Das Kind hat eine Vergiftung

Nach Medikamenten stehen vor allem Nikotin, Haushaltsreiniger und Pflanzen auf der Gefahrenliste für Kinder.
So können Sie helfen:Bewahren Sie Ruhe, meist ist genügend Zeit für einen Anruf beim Giftnotruf (Hier finden Sie alle wichtigen Telefonnummern). Geben Sie keine Milch! Bei Tabletten, Pflanzenteilen, Alkohol und Tabak rufen Sie bei der Vergiftungszentrale an, um weiteres Vorgehen zu klären.
Hat Ihr Kind Wasch- und Spülmittel getrunken, geben Sie ihm Sab Simplex oder Lefax-Tropfen als "Entschäumer" und rufen Sie den Giftnotruf an. In keinem Fall dürfen Sie Erbrechen auslösen oder etwas zu trinken geben. Geben Sie trockenes Brot, falls kein Entschäumungsmittel zur Hand ist.
Ätzende Stoffe wie Geschirrspülmaschinenreiniger, WC-Reiniger, Backofenspray oder Rohrreiniger greifen die Schleimhäute des Mundes und Verdauungstraktes an. Dies kann sehr schmerzhaft sein. Rufen Sie den Notarzt, und bringen Sie das Kind auf keinen Fall zum Erbrechen, da sonst der ätzende Stoff die Speiseröhre zweimal passiert. Lassen Sie Wasser, Tee oder verdünnte Säfte nachtrinken. Aber geben Sie nicht mehr als ein Glas, zu viel Flüssigkeit könnte das Erbrechen begünstigen.

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