Strahlung
 
Wie gefährlich sind Handys für Kinder?

Für Vieltelefonierer mit dem Handy gibt es vorerst Entwarnung. So zumindest eine von der Bundesregierung in Auftrag gegebene Studie zu den gesundheitlichen Gefahren des Mobilfunks in puncto Krebs. Anders hingegen die Ergebnisse einer amerikanischen Studie bezüglich der Gefahren in der Schwangerschaft. Auch scheinen kleine Kinder besonders gefährdet zu sein.

Wie wirken sich Handystrahlen auf das Ungeborene aus?

Hyperaktivität, weil die Mutter während der Schwangerschaft das Handy nutzte?

Grundsätzlich gilt: Telefonieren mit dem Handy schadet nicht. Bei Kindern sind sich die Experten aber nicht so sicher. Der Grund dafür ist ganz einfach: Hier liegen keine Langzeitstudien vor. Anders hingegen eine amerikanische Studie der University of Los Angeles (UCLA) und der Universität von Aarhus. Die US-Wissenschaftler haben Daten von mehr als 13.000 dänischen Kindern aus den 90er-Jahren ausgewertet. Damals waren Handys noch nicht so verbreitet, so dass die Hälfte der Mütter sie nicht oder nur unregelmäßig benutzten, wodurch ein Vergleich überhaupt möglich war. Die Beobachtung der Kinder erstreckte sich bis zu deren siebtem Lebensalter.

Frauen, die während der Schwangerschaft nur zwei- bis dreimal täglich mit dem Handy telefonieren, erhöhen - so das Ergebnis dieser Studie - bereits das Risiko, dass ihre Kinder Verhaltensstörungen entwickeln.

Den Ergebnissen zufolge ist die Wahrscheinlichkeit, dass Kinder Verhaltensstörungen wie Hyperaktivität entwickeln, wenn ihre Mütter während der Schwangerschaft mit dem Handy regelmäßig telefoniert haben, um über 50 Prozent höher als bei anderen Kindern. Die Wahrscheinlichkeit erhöht sich, wenn die Handynutzung intensiver ist. Wenn die Kinder dazu noch vor dem siebten Geburtstag selbst das Handy benutzen, steigt das Risiko auf 80 Prozent. Die Wahrscheinlichkeit, emotionale Störungen oder Hyperaktivität zu entwickeln, liegt bei den Kindern jeweils um 35 Prozent höher. Sie haben um ein Drittel mehr Probleme im Umgang mit Gleichaltrigen und um die Hälfte eher Verhaltensprobleme.

Angeblich seien die Wissenschaftler selbst von den Ergebnissen der Studie überrascht worden. Eine biologische Ursache für die Verhaltensauffälligkeiten sei unbekannt. Bei Berücksichtigung anderer möglicher Ursachen wie Rauchen während der Schwangerschaft oder psychische Probleme in der Familie sei die Verbindung zwischen Handynutzung und Verhaltensstörungen bei den Kindern noch stärker hervorgetreten.

Die amerikansichen Wissenschaftler weisen allerdings darauf hin, dass es durchaus noch andere Erklärungen geben könne und dass die Ergebnisse der Studie mit Vorsicht interpretiert werden sollten.

Schwangere Frauen sollten es dennoch vermeiden, das Handy über einen längeren Zeitraum eingeschaltet am Körper zu tragen. Reduzieren Sie auch die Länge Ihrer Telefonate auf ein Minimum, oder besser: schicken Sie eine SMS.

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