Infekte
 
Oft Schnupfen macht Kinder stark

Wie beugt man Ansteckung vor?

In den ersten Lebensmonaten schützt Stillen am besten gegen Infekte, denn mit der Muttermilch bekommt das Kind wichtige Schutzfaktoren, die in den ersten Lebensmonaten gegen die meisten Kinderkrankheiten wirksam sind. Danach bieten dann die von der Ständigen Impfkommission empfohlenen Impfungen maximal möglichen Schutz gegen viele Infektionskrankheiten.

Durch Abhärtung kann die Widerstandsfähigkeit von Kindern gesteigert werden: Dazu zählen:

  • Sooft es geht, draußen spielen und toben - bei jedem Wetter!
  • Das Kind auch bei kühleren Temperaturen nicht zu warm anziehen!
  • Bitte nicht überheizen! Die richtige Zimmertemperatur beträgt tagsüber nicht über 22 Grad, nachts höchstens 15 bis 18 Grad.
  • Öfter mal Wechselduschen, Wassertreten nach Pfarrer Kneipp und heiße oder wechselwarme Fuß- und Armbäder

Dass Kinderkrankheiten ohne Impfung so schnell um sich greifen, hat folgenden Grund: Meistens befinden sich die Erreger schon längere Zeit im Körper des Kindes, bevor die ersten Beschwerden auftreten. Oft können Kinder bereits dann andere anstecken, wenn sie sich noch gar nicht krank fühlen.

Ein typisches Beispiel sind die Ringelröteln: Ein Kind, das den Erreger (ein Virus) in sich trägt, ist bereits eine Woche, bevor die ersten Zeichen des Ausschlags auftreten, in hohem Maße ansteckend. Kinder dagegen, die schon "aufgeblüht" sind, stecken niemanden mehr an.

Der Kinderarzt hat lediglich bei einigen wenigen Krankheiten die Möglichkeit, das Kind auch nach der Ansteckung zu schützen, zum Beispiel mit Hilfe von so genannten Immnunglobulinen. Ihr Nachteil: Sie sind teuer und nicht immer wirksam. Aus diesem Grund greifen die Kinderärzte nur in Ausnahmefällen zu ihnen, zum Beispiel bei chronisch kranken Kindern, die vor einer Komplikation unbedingt geschützt werden müssen.