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Kindergesundheit Nabelbruch beim Baby: Wie gefährlich ist er?

Nabelbruch beim Baby: Papa und Mama mit ihrem Neugeborenen auf dem Arm
© Starocean / Shutterstock
Bei deinem Baby wurde ein Nabelbruch festgestellt? Das ist tatsächlich keine seltene Diagnose bei Neugeborenen und ist in den meisten Fällen harmlos. Hier erfährst du alles Wichtige.

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Studien zufolge kommen zwischen zehn und 30 Prozent aller Babys mit einem Nabelbruch – auch Nabelhernie oder Umbilikalhernie genannt – auf die Welt. Bei Frühchen sind sogar zwei Drittel betroffen. 

Nabelbruch beim Baby: Daran erkennst du ihn

Du erkennst einen Nabelbruch bei deinem Baby durch eine Schwellung in Bereich des Bauchnabels. Die Größe kann ganz unterschiedlich sein. Meist ist die Nabelhernie deutlicher erkennbar, wenn dein Baby hustet, weint oder lacht. Denn der Druck lässt die Ausstülpung stärker hervortreten. Anschließend zieht sie sich entweder von selbst wieder zurück oder kann zurückgedrückt werden. 

Nabelbruch bei einem Baby
© Michal Hlavica / Shutterstock

Ein Nabelbruch ist aber auch nicht immer direkt erkennbar. Manchmal wird er nur durch Abtasten bei einer U-Untersuchung diagnostiziert. 

Wie entsteht er?

Während der Schwangerschaft schiebt sich die Nabelschnur durch eine kleine Öffnung zwischen die Bauchmuskeln des heranwachsenden Babys. Diese schließt sich normalerweise nach der Geburt. Wenn sich die Muskeln aber nicht vollständig schließen, kann dadurch eine Nabelhernie entstehen. Das kann kurz nach der Geburt passieren oder auch später. Risikofaktoren sind ein niedriges Geburtsgewicht oder andere Vorerkrankungen wie beispielsweise Trisomie 21, einer Schilddrüsenunterfunktion oder das Marfan-Syndrom (erbliche Bindegewebserkrankung).

Muss ein Nabelbruch beim Baby operiert werden?

In den meisten Fällen ist das nicht notwendig. Denn Nabelhernien schließen sich bei Babys innerhalb von zwei Jahren oft von selbst und sind harmlos. Bei einem Nabelbruch, der asymptomatisch verläuft, ist es auch nicht unüblich, bis zu einem Alter von vier bis fünf Jahren zu warten und zu schauen, ob sich die Lücke nicht doch noch von selbst schließt. Ist sie bis in dieses Alter immer noch vorhanden, wird auch hier eine Operation empfohlen. Dein Arzt oder deine Ärztin wird bei der Diagnose die Größe der Nabelhernie in Betracht ziehen – und es spielt natürlich eine Rolle, ob es irgendwelche anderen Komplikationen gibt.

Komplikationen, bei denen eine Operation nötig ist:

  • Einklemmung von Organen 
  • Unterbrechung des Blutflusses
  • Schmerzen
  • Leistenbruch
  • Der Durchmesser des Bruchs liegt bei einem Alter von zwei Jahren immer noch über 1,5 Zentimetern

Übrigens: Es kommt viel seltener vor als bei Babys, aber auch Schwangere können einen Nabelbruch haben.

Fazit: Ein Nabelbruch beim Baby äußert sich in einer mehr oder weniger deutlichen Wölbung beziehungsweise Schwellung im Nabelbereich. In den meisten Fällen ist er harmlos und schließt sich in den ersten zwei Jahren von selbst. Konsultiere aber auf jeden Fall deinen Arzt oder deine Ärztin, wenn dein Baby Komplikationen in Form von Schmerzen, Übelkeit oder Verfärbungen im betroffenen Bereich aufweist.

Quellen:

ELTERN

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