Erste Hilfe für Kinder
 
Die wichtigsten Maßnahmen bei Notfällen

Ihr Kind ist bewusstlos und atmet nicht mehr. Als Eltern müssen Sie jetzt schnell reagieren. Doch oft liegt der letzte Kurs für Erste Hilfe Jahre zurück. Wie war das noch mal: Zuerst Beatmen und dann Herzmassage? Oder war es doch anders herum? Dazu kommt die große Aufregung. Wir zeigen Ihnen die wichtigsten Schritte bei lebensgefährliche Notfällen.

Erste Hilfe für Kinder: Die wichtigsten Maßnahmen bei Notfällen
  • Das Wichtigste: Versuchen Sie Ruhe zu bewahren! Ein paar Mal tief durchatmen hilft!
  • Kontrollieren Sie, ob Ihr Kind ansprechbar ist.
  • Beruhigen Sie Ihr Kind: Sprechen Sie mit Ihm. Streicheln Sie es. Auch wenn es bewusstlos ist spürt Ihr Kind, dass Sie da sind.
  • Rufen Sie laut um Hilfe. Zu zweit oder mehreren kann man effektiver Erste Hilfe leisten.
  • Kontrollieren Sie die Atmung Ihres Kindes. Dazu eine Hand unterhalb der Rippe auf den Bauch legen - hebt sich die Hand, dann atmet das Kind. Die andere Methode: das Ohr ganz nah an den Mund des Kindes halten. Spüren oder hören Sie einen Luftstrom aus Mund oder Nase?
  • Wenn Sie bei Ihrem Kind keine Atmung feststellen, starten Sie sofort mit der Mund-zu-Nase Beatmung bei Babys oder bei Kindern ab einem Jahr mit der Mund-zu-Mund Beatmung. Beatmen Sie Ihr Kind fünf Mal.
  • Prüfen Sie wieder, ob Ihr Kind atmet oder hustet oder andere Lebenszeichen von sich gibt. Wenn es nicht atmet, beginnen Sie mit der Herzdruckmassage im Rhythmus dreißig mal drücken, zweimal beatmen.
  • Nach einer Minute Herzdruckmassage und Beatmung rufen Sie, wenn Sie immer noch allein sind, den Notarzt über die Notrufnummer 112. Geben Sie Name und Adresse an und sagen Sie was Ihrem Kind passiert ist.
  • Danach machen Sie den Wechsel zwischen Massage und Beatmung solange weiter bis, Ihr Kind wieder normal atmet oder der Notarzt eintrifft.

Frischen Sie Ihre Kenntnisse in Erster Hilfe regelmäßig auf, so dass Sie im Notfall wissen, was zu tun ist. Es gibt spezielle Erste Hilfe Kurse für Babys und Kleinkinder. Dort lernen Sie zum Beispiel anhand von Übungspuppen, wie kräftig Sie beatmen müssen, bis sich der Brustkorb hebt.