Wenn das Kind krank ist
 
News: Es gibt mehr Krankentage für die Kinderbetreuung

Das Corona-Virus hat die ganze Welt auf den Kopf gestellt, vor allem aber den Alltag mit Kindern. Nun hat die Große Koalition beschlossen, die Krankentage für die Kinderbetreuung zu erhöhen.

Mutter kümmert sich um ihren Sohn
iStock,KatarzynaBialasiewicz

Es gibt großartige Neuigkeiten für alle Eltern: Die Große Koalition hat nach achtstündigen Beratungen im Kanzleramt Berlin gestern Abend (Dienstag, den 26. August 2020) beschlossen, dass gesetzlich Versicherten in diesem Jahr aufgrund der Corona-Krise mehr Krankentage für die Betreuung ihrer Kinder zur Verfügung steht. 

„Angesichts der Corona-Pandemie kann der bestehende Anspruch in manchen Fällen nicht ausreichen", heißt es im aktuellen Beschluss der Bundesregierung.

Doch was heißt das konkret?

Bisher war es so, dass Eltern pro Jahr zehn Tage für die Kinderbetreuung eines erkrankten Kindes zustanden. Alleinerziehende bekamen die doppelte Menge, also 20 Tage für die Pflege ihres kranken Kindes. 

Die Koalition hat nun beschlossen, dass in diesem Jahr Elternpaaren das Kinderkrankengeld für insgesamt 15 Tagen gewährt wird. Alleinerziehende bekommen auch hier wieder die doppelte Menge zugesprochen: 30 Tage. Für Eltern gab es also fünf zusätzliche Tage, für Alleinerziehende zehn Tage. 

Das gilt für alle Kinder unter zwölf Jahren.

Wir klären offene Fragen

Puh, für viele Eltern ist dieser Beschluss erst einmal eine Erleichterung. Zeitgleich treten aber trotzdem noch weitere Fragen auf: Welche Voraussetzungen muss ich für das Kinderkrankengeld erfüllen? Bekomme ich die gleiche Anzahl an Krankentagen, selbst wenn ich zwei oder mehr Kinder habe? Bekomme ich mein volles Gehalt? Was ist, wenn ich privat versichert bin?

Die Bedingungen und Voraussetzungen für die zusätzlichen Krankentage ändern sich grundsätzlich nicht. In unserem Artikel "Zehn Tage für die Kinderbetreuung" könnt ihr dazu alles nachlesen. 

Zudem sollen Kinder ärmerer Eltern auch bei Schul- und Kitaschließungen wegen Corona weiter kostenloses Mittagessen erhalten können. Die Kinder sollen bis 31. Dezember 2020 mit Mittagessen im Rahmen des Bildungspakets versorgt werden, wie die Koalitionsspitzen in der Nacht zu Mittwoch in Berlin beschlossen.

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