Kinder und Glück
 
Was macht eine glückliche Kindheit aus?

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16. Forder auch mal etwas von Deinem Kind

Waschbecken putzen macht glücklich! Vielleicht sieht es nicht danach aus, wenn das Kind mit mürrischer Mine schrubbt. Erziehungsexperten sind sich aber einig: Wer regelmäßig kleine Aufgaben übernimmt, fühlt sich wertvoll und wichtig. Er bekommt Zuspruch und Lob, was sein Selbstwertgefühl noch zusätzlich stärkt. Am besten klappt es mit der Mithilfe, wenn ein Kind regelmäßige Aufgaben hat, die nicht ständig neu verhandelt werden müssen.

17. Trau Deinem Kind etwas zu

Augen zu und durch! Kinder müssen ihre Grenzen ausloten, ohne von ängstlichen Eltern sofort gestoppt zu werden. Sich überwinden löst innere Freude aus. Auf einen Baum klettern, den Schulweg allein meistern, vom Fünfmeterturm springen - ein mutiges Kind fühlt sich gut.

18. Lass Dein Kind auch eigene Wege gehen

Zahnbürste einpacken, Rucksack auf und losmarschiert. Hänschen klein zieht in die Welt. "Und die Mama weinte sehr", heißt es dann im Kinderlied. Das sollte sie besser nicht tun, denn ein Kind soll kein schlechtes Gewissen haben, wenn es eigene Pläne schmiedet und damit seine Selbstständigkeit beweist.

19. Sorge für gute Freunde

Kinder brauchen Freunde. In allen Studien zum Lebensgefühl Heranwachsender stehen gute Beziehungen zu Gleichaltrigen in jeder Altersstufe ganz weit oben. Wer sein Kind dabei unterstützt, andere Kinder zu treffen, Freundschaften zu schließen und zu pflegen, tut schon viel für sein Wohlbefinden.

20. Lass Dein Kind auch mal allein

Hannah verhängt ihr Hochbett mit rosa Tüll, Karim erklärt zwei Betttücher zu einem Indianerzelt, der Lieblingsplatz von Simon ist der alte Holzschuppen hinter dem Haus - Kinder brauchen Rückzugsmöglichkeiten. In der ZDF-Kinderglückstudie stand bei 71 Prozent der Befragten ihr persönlicher „geheimer Platz“ ganz oben auf der Wohlfühlliste. An diesen Platz müssen Kinder kein GPS-Handy mitnehmen - sondern das Vertrauen ihrer Eltern! Kinder brauchen aber nicht nur unbeobachtet Freiräume, sondern auch Zeit für sich. Beim Spielen vergessen sie oft alles um sich herum, sind völlig eins mit sich selbst. Sie erleben dann das, was der amerikanische Psychologieprofessor Mihaly Csikszentmihalyi "Flow" nennt: das absolut glücklich machende Gefühl des Aufgehens in einer Tätigkeit.