Kinder und Glück
 
Was macht eine glückliche Kindheit aus?

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21. Lass Dein Kind dazugehören

Mithalten können. Das ist wichtig für das Wohlbefinden. Gerade für ein Kind, das seine Individualität noch entwickeln muss und sich stark über Rückmeldungen aus der Umwelt definiert. Familien können deshalb den Mainstream nicht völlig draußen lassen: Die Fernsehserie, über die alle Gleichaltrigen sprechen, sollte nicht komplett verboten sein, auch wenn sie den Eltern nicht gefällt. Beim Kauf von Kleidung sollten die Kinder mitreden und ihren Geschmack einbringen dürfen. Wenn sie erleben, dass ihre Eltern ihnen die Teilhabe an der Gleichaltrigenwelt im Prinzip ermöglichen wollen, sind sie oft erstaunlich kompromissbereit.

22. Erfüll nicht jeden Wunsch

Noch 137 Tage bis Weihnachten! Kinder sind große Meister der Vorfreude. Sie haben Wünsche und Sehnsüchte, die Aussicht auf deren Erfüllung versetzt sie in eine positive Anspannung. Diese Anspannung bezeichnen Gehirnforscher als ein wichtiges Moment eines inneren Glückszustandes: "Wir Menschen sind immer dann am glücklichsten", sagt Professor Gerald Hüther, Neurobiologe, "wenn wir etwas sehnsuchtsvoll Gesuchtes finden." Je länger ein dringender Wunsch besteht, desto zufriedener macht seine Erfüllung. Je materialistischer Kinder sind, desto unglücklicher sind sie, haben britische Forscher herausgefunden: Bei einem Experiment zeigte man Kindern im Alter zwischen vier und acht Jahren zwei Fotos. Auf dem ersten war ein lachendes Kind ohne Spielzeug zu sehen, auf dem anderen ein missmutiges Kind, das in der Hand das jeweils favorisierte Spielzeug der befragten Kinder hielt. Die Frage lautete: "Mit welchem Kind würdest du lieber spielen?" Kinder mit fröhlichem und optimistischem Wesen wählten das "nette" Kind, die kleinen Pessimisten meinten, sie müssten "leider mit dem bösen Kind" spielen. Wenn Du die Wahl hast, schenk Deinem Kind Zuwendung und Zeit statt Spielzeug.

23. Sorg für Bewegung

Alles an Kindern ist Bewegung. Sie toben, rennen Bällen hinterher, klettern, hüpfen. Bewegung ist Ausdruck kindlicher Lebensfreude, sie hält den Körper gesund und hilft der Intelligenz, sich zu entwickeln. Eltern, die dafür sorgen, dass ihr Kind Platz, Zeit und genug Anreize hat, sich zu bewegen, tun sehr viel dafür, dass es ihm gut geht. Drei bis vier Stunden täglich müssen sich Kinder bewegen, um bei Laune zu bleiben.

24. Achte auf gesunde Ernährung

Gemüsesuppe ist normalerweise nicht das Lieblingsessen von kleinen Feinschmeckern, aber in irgendeiner Form sollten Gemüse und Obst es doch auf den Teller schaffen. Immer nur fettes Fertigessen macht auf Dauer träge, dick und unzufrieden. Ein Teller Tomatensalat mit Mozzarella ist ein besserer Garant für eine glückliche Kindheit als jeden Tag Pommes und Schokolade.

25. Bestehe darauf auch unangenehme Dinge zu machen

Zähneputzen ist bei vielen Kinder ungefähr so beliebt wie Gemüsesuppe. Mama und Papa bestehen trotzdem darauf. Das ist ihren Sprösslingen ein bisschen lästig, zeigt ihnen aber auch: Ich bin meinen Eltern wichtig. Sie wollen, dass ich gesund bin, dass es mir gut geht. Deshalb gehen sie mit mir zu Vorsorgeuntersuchungen, messen Fieber, wenn ich heiße Backen habe, und kommen nachts an mein Bett, wenn ich von Monstern träume.