Kinderentwicklung
 
Was kann mein Kind in welchem Alter?

Bei einem anderen Kind bleiben, ohne Aufsicht draußen spielen, alleine zu Hause bleiben: Kleinere und größere Entwicklungsschritte, die Kinder allmählich vollziehen. In welchem Alter man Kindern diese zutrauen kann, erfahren Sie hier.

Allein bei einem anderen Kind bleiben

Kinderentwicklung: Was kann mein Kind in welchem Alter?
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Ab drei Jahre besitzt ein Kind die Fähigkeit, sich in der Gruppe sozial zu verhalten und damit auch andere Kinder zu besuchen. Die Mutter des Besuchskindes sollte natürlich zu Hause sein.

Ohne Aufsicht draußen spielen

Bis zum Schuleintritt schwierig, weil Kinder bis zu vier Jahren fahrende Autos nicht von stehenden unterscheiden können. Auch ein vorausschauendes Gefahrenbewusstsein entwickelt sich erst mit etwa acht Jahren. Sagen Sie Ihrem Kind auch immer wieder, dass es nicht mit Fremden mitgehen darf. Und geben Sie ihm Verhaltensoptionen an die Hand: Wenn du dich nicht wohlfühlst, komm nach drinnen. Wenn Kinder überfordert sind, halten sie sich einfach Augen und Ohren zu. Sie denken, wenn sie nichts mehr hören und sehen, nimmt man sie auch nicht mehr wahr.

Allein zu Hause bleiben

Bis zum Schulalter nur bedingt, denn das magische Denken hält noch an – Kinder können sich grundlos in Ängste hineinsteigern. Auf jeden Fall aber dem Kind Bescheid geben, wenn man noch kurz zum Bäcker muss. Ihm beispielsweise mit dem Zeiger auf der Uhr verdeutlichen, wann man zurück ist. Oder eine DVD-Sequenz bzw. ein Hörspiel einstellen, zu dessen Ende man wiederkommt. Ihr Kind sollte auch das Telefon bedienen können, um Sie im Notfall anrufen zu können. Oder wissen, dass es bei der Nachbarin klingeln kann. Deshalb ein Kind nie einschließen, sonst könnte es auf die Idee kommen, das Fenster zu öffnen.

Ohne Mama zur Schule gehen

Das Hörvermögen eines Kindes ist mit sechs Jahren ausgereift, Kinder können ganz gut einschätzen, von wo sich ein Auto nähert und ob es ein Bus oder Lkw ist. Anders das Gefahrenbewusstsein: Erst mit sieben oder acht Jahren können Kinder Gefahren übertragen – ein Sechsjähriger bezieht das, was er an der einen Kreuzung gelernt hat, nur auf diese Stelle. Deshalb: den Weg schon vor Schulbeginn zusammen trainieren. Vielleicht als Rollenspiel: "Jetzt bist du mal Papa oder Mama und bringst mich zur Schule." Und: das Kind hin und wieder ablenken. Achtet es trotzdem auf die rote Ampel? Dann nur noch die ersten Schulwochen mitgehen und, wenn möglich, organisieren, dass die Kinder mindestens zu zweit unterwegs sind.