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Eisprung-Symptome: Das sind die 10 typischen Anzeichen

Möchtest Du schwanger werden? Dann ist es hilfreich, wenn Du Deine fruchtbaren Tage kennst. Das bedeutet für Dich: Ein bisschen beobachten, rechnen & spüren, schon zeigen Dir Deine individuellen Eisprung-Symptome den besten Zeitpunkt für Sex, um die Chancen auf eine Schwangerschaft zu erhöhen.

Schwanger werden: Eisprung-Symptome: Das sind die 10 typischen Anzeichen
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Inhalt: 
Wann ist mein Eisprung und wann bin ich fruchtbar?Woran lässt sich der baldige Eisprung erkennen?1. Mittelschmerz2. Weicher Muttermund3. Höhere Basaltemperatur4. Veränderter Zervixschleim5. Kurze Ovulationsblutung6. Eisprungrechner7. Ovulationstest8. Zykluscomputer9. Spannende Brüste10. Lust auf Sex

Gerade bei der natürlichen Familienplanung ist der Eisprung, also der Moment, in dem die reife Eizelle aus dem Eierstock in die Eileiter ausgestoßen wird, ein wichtiger Anhaltspunkt zur Feststellung der fruchtbaren Tage. Tatsächlich können manche Frauen diesen Moment spüren. Meist wird dies als kurzer, stechender Schmerz oder Ziehen im Unterleib beschrieben. Aber das ist definitiv nicht der Regelfall und es sollte Dich daher nicht beunruhigen, wenn du einen solchen Schmerz nicht fühlen kannst. Stattdessen gibt es aber eine Reihe von Anzeichen, die einen baldigen Eisprung und somit die fruchtbaren Tage im Zyklus ankündigen können.

Die verschiedenen Symptome sind dabei von Frau zu Frau unterschiedlich ausgeprägt, mal stark, mal schwach und auch mal gar nicht vorhanden oder zu spüren. Umso wichtiger ist es, gerade bei Kinderwunsch den eigenen Körper genau zu beobachten und zu verstehen, um mit Sex an den richtigen Tagen im Monat hoffentlich schwanger zu werden. Rund um den Eisprung sind die Chancen schließlich am höchsten, dass es mit einem Baby klappt. Genauso gibt es auch Symptome, die erst in der zweiten Zyklushälfte auftreten. Wenn Du diese ein paar Monate lang dokumentierst, können sie Dir dabei helfen, den exakten Zeitpunkt des Eisprungs im Zyklus einzukreisen.

Wann ist mein Eisprung und wann bin ich fruchtbar?

Um eins vorwegzunehmen: Hundertprozentig genau lassen sich der Eisprung einer Frau und somit auch ihre fruchtbaren Tage meist nicht ermitteln. Aber generell gilt: Die fruchtbaren Tage, die für einen Baby-Wunsch so wichtig sind, liegen ungefähr in der Mitte Deines Zyklus. Vorausgesetzt, er ist regelmäßig. Je nach Zykluslänge beginnen sie etwa vier bis fünf Tage vor Deinem Eisprung. Die Wahrscheinlichkeit, beim Sex schwanger zu werden, steigt dann Tag für Tag an. Am höchsten ist die Fruchtbarkeit zwei Tage vor dem Eisprung und am Tag des Eisprungs selbst, am so genannten Ovulationstag. Ab diesem Moment kann die Eizelle noch etwa zwölf bis 24 Stunden befruchtet werden. Geschieht dies nicht, setzt etwa zwei Wochen später Deine Periode ein, mit der Blutung wird die unbefruchtete Eizelle zusammen mit der Gebärmutterschleimhaut abgestoßen. Es sei denn, es hat geklappt und Du bist schwanger.

Pro Zyklus sind es insgesamt etwa sechs Tage, an denen eine Frau fruchtbar ist. Eine wichtige Voraussetzung, um diese Zeit eingrenzen zu können, ist, dass man den eigenen Zyklus genau beobachtet. Du kannst Deinen Zyklus zum Beispiel in einem Zykluskalender dokumentieren. Dabei spielt Deine durchschnittliche Zykluslänge eine wichtige Rolle. Um sie zu bestimmen, beobachtest Du über einen Zeitraum Deine Zyklen. Für einen Zyklus gilt: Er beginnt am ersten Tag der letzten Blutung und endet am letzten Tag vor der nächsten Regelblutung. Schwankt Deine Zykluslänge um ein paar Tage, ist das kein Thema. Eine hundertprozentige Regelmäßigkeit gibt es nur sehr selten. Als ungefährer Richtwert lässt sich trotzdem erkennen, dass der Eisprung circa 12 bis 16 Tage vor Zyklusende stattfindet.

Woran lässt sich der baldige Eisprung erkennen?

Zwischenblutung, Lust auf Sex oder stechender Schmerz – verschiedene Eisprung-Symptome können auf eine baldige Fruchtbarkeit im Zyklus hindeuten. Wer an diesen Tagen Sex hat, kann sich hoffentlich den Traum von einem Baby erfüllen. Diese zehn typischen Symptome können auf einen bevorstehenden Eisprung hindeuten:

1. Mittelschmerz

Dieser Schmerz ist für manche Frauen kein Thema, für andere wiederum ein unangenehmer Schmerz im Unterleib, der unterschiedlich stark ausfallen kann und außerdem verschieden lang spürbar ist, mal minutenlang, mal stundenlang. Auch wo genau der Mittelschmerz auftritt, unterscheidet sich von Frau zu Frau. Mal wird er links, mal rechts im Unterbauch wahrgenommen. Manchmal beschreiben Frauen auch, dass er sogar in den Rücken oder die Beine ausstrahlt. Was genau den Schmerz auslöst, ist nicht eindeutig geklärt. Als Ursache nimmt man die Spannung und das Aufplatzen des prall gefüllten Follikels, also des Eibläschens, an, kurz bevor es die Eizelle im Eierstock freigibt. Auch möglich ist, dass die beim Aufplatzen austretende Flüssigkeit das Bauchfell reizt und den Schmerz verursacht.

2. Weicher Muttermund

Am Muttermund selbst lässt sich ein guter Zeitpunkt für Sex bei einem bestehenden Kinderwunsch erkennen. Dafür benötigt man jedoch etwas Übung, da man den Muttermund vaginal abtasten muss. Ist er weich und leicht geöffnet, ist dies ein recht verlässliches Eisprung-Anzeichen.

3. Höhere Basaltemperatur

Eine mögliche Methode, um die fruchtbaren Tage einzukreisen, ist das Messen der Körpertemperatur. Dabei ist die Basaltemperatur ausschlaggebend. So nennt man die Temperatur direkt nach dem Aufwachen am Morgen – also ganz ohne körperliche Belastung vor dem Aufstehen. Um ein möglichst unverfälschtes Ergebnis zu erzielen, wird empfohlen, sie vaginal oder rektal zu messen. Die Basaltemperatur ist zwar ungeeignet, einen bevorstehenden Eisprung anzukündigen, da sie erst nach dem Eisprung ansteigt, übrigens um bis zu 0,6 °C. Aber sie eignet sich bei einer regelmäßigen Beobachtung zur Feststellung, ob ein Eisprung überhaupt stattgefunden hat und wenn ja, wann Du in Deinem Zyklus mit ihm rechnen kannst.

4. Veränderter Zervixschleim

Auch die Konsistenz des Zervixschleims, also des Gebärmutterhalsschleims, kann als Symptom einen sicheren Hinweis auf die fruchtbare Phase geben. Man spricht von der Spinnbarkeit des Zervixschleims an diesen Tagen. Er ist heller und leicht verflüssigt. Letzteres macht Sinn, schließlich soll er an diesen Tagen die Spermien zur Gebärmutter weiterleiten. Man spricht daher auch von einem spermienfreundlichen Schleim. An den unfruchtbaren Tagen ist das Sekret weitaus dickflüssiger und blockiert die Spermien eher.

5. Kurze Ovulationsblutung

Ein weiteres Anzeichen für einen Eisprung ist eine kurze Blutung. Sie ähnelt kaum der Blutung der Periode, ist nur selten mit Schmerz verbunden und gleicht eher einem rötlich bis bräunlich verfärbten Zervixschleim. Die Ursache dieses Symptoms ist der sinkende Hormonspiegel während der Ovulation.

6. Eisprungrechner

Eine bei Kinderwunsch leicht einzusetzende Methode ist die Anwendung eines Eisprungkalenders, der die fruchtbaren und unfruchtbaren Tage einer Frau überwacht. Anhand des Kalenders oder Rechners kann der bevorstehende Eisprung ungefähr eingekreist werden, dabei werden die Zykluslänge und der erste Tag der letzten Periode zugrunde gelegt. Diese Methode eignet sich jedoch nur bei einem einigermaßen regelmäßigen Zyklus.

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7. Ovulationstest

Eine weitere Methode, um die fruchtbare Phase zu bestimmen, ist der Ovulationstest, auch LH-Test genannt. Mit ihm kann das im Urin vor dem Eisprung typische Ansteigen des luteinisierenden Hormons LH nachgewiesen werden. Bei einem positiven Ovulationstest ist der Eisprung in den nächsten 24 bis 36 Stunden zu erwarten – somit ein guter Zeitpunkt für Sex bei Kinderwunsch. Wichtig zu wissen, ist, dass ein Anstieg des Hormons und ein somit positives Testergebnis nicht garantieren, dass wirklich ein Eisprung stattfindet.

8. Zykluscomputer

Das Ansteigen von Hormonen als Eisprung-Anzeichen dient auch als Grundlage der Methode sogenannter Zykluscomputer, die anhand der Messung von Hormonen im Urin die fruchtbare Zeit im Zyklus dokumentieren.

Mit der ELTERN-Zykluskalender-App kannst Du Deine fruchtbaren Tage auch unterwegs im Blick behalten.

9. Spannende Brüste

Dieses körperliche Symptom mit schmerzenden Brüsten und berührungsempfindlichen Brustwarzen in der Mitte Deines Zyklus ist individuell sehr verschieden ausgeprägt und auch nicht immer wahrnehmbar. Manche Frauen beschreiben das Gefühl empfindlicher Brüste, mal wird es als Spannungsgefühl oder auch als pralle, volle Brüste beschrieben. Der Brustschmerz als Symptom markiert zwar nicht Deine fruchtbaren Tage, kann aber ebenso helfen, die fruchtbare Phase zeitlich einzukreisen.

10. Lust auf Sex

Eine gesteigerte Libido ist womöglich das erfreulichste Anzeichen für die fruchtbaren Tage: Typisch ist deutlich mehr Lust auf Sex an diesen Tagen im Monat. Was für ein kluger Schachzug der Natur für eine gewünschte Schwangerschaft!