Familienplanung
 
Vorsatz: Wir wollen schwanger werden!

Schnuller
Thinkstock
Inhalt: 
Warum es nicht falsch ist, die Familiengründung ein wenig zu planenWarum es hilft zu wissen, wie der Zyklus funktioniert und wann der Eisprung istFünf sanfte Mittel, die die Fruchtbarkeit steigernTauschen Sie sich mit anderen Paaren über Ihren Kinderwunsch aus

Warum es hilft zu wissen, wie der Zyklus funktioniert und wann der Eisprung ist

Mönchspfeffer-Präparate helfen bei Zyklusschwankungen

"Jetzt machen Sie sich mal eine schöne Zeit mit Ihrem Mann, und in einem halben Jahr sehen wir uns wieder." Mit diesen Worten verabschiedet Jennifer Roder Paare mit Kinderwunsch gern, weil sie davon überzeugt ist, dass man die Sache mit dem Baby nicht zu verbissen angehen darf. "Gelassen bleiben, das Leben genießen ist ganz wichtig. Wer um jeden Preis ein Baby will, setzt sich unter Druck. Stress - auch der im Job - ist kontraproduktiv beim Schwangerwerden."
Ein paar Dinge über den weiblichen Zyklus darf man trotzdem wissen. Eine Eizelle lebt, wenn sie einmal gesprungen ist, rund zwölf Stunden lang; die männlichen Spermien können im Körper der Frau drei bis vier Tage überleben. Macht summa summarum 72 Stunden pro Zyklus, in denen die Eizelle befruchtet und ein Paar schwanger werden kann.

Drei Tage im Monat, das klingt machbar - wenn man den richtigen Zeitpunkt für die Befruchtung kennt. Aber wann genau ist der Eisprung? Im Prinzip gilt: Der Eisprung passiert in der Mitte des Zyklus. Wenn der regelmäßig 28 Tage dauert, ist die Chance, schwanger zu werden, 14 Tage nach Beginn der letzen Regelblutung ziemlich gut. So bilderbuchmäßig verläuft ein Zyklus allerdings selten. Je unregelmäßiger der Zyklus (mal 26, mal 32 Tage), desto ungenauer lässt sich auch der Eisprung bestimmen. Berechnen können Sie Ihren Eisprung übrigens auch mithilfe unseres Fruchtbarkeitskalenders oder mobil mit unserer neuen Zykus-Kalender-App.

Jeden Tag Sex zu haben ist zwar eine nette Methode, Zyklusschwankungen auszugleichen - auf Dauer leidet allerdings die Spermienzahl. Die höchste Trefferquote hat, wer in der Woche um die Zyklusmitte einfach häufiger miteinander schläft.
Starke Zyklusschwankungen lassen sich mit pflanzlichen Mönchspfeffer-Präparaten ausgleichen (verschreibt der Frauenarzt), und natürlich lässt sich der Eisprung auch bestimmen. Zwölf bis 24 Stunden davor setzt das Gehirn ein eisprungauslösendes Hormon (das luteinisierende Hormon) frei - und das kann man im Urin nachweisen. Für den LH-Test (den man in Drogerien bekommt) werden Pappstreifen mit Urin benetzt; wenn sie sich verfärben, wird die Eizelle langsam auf die Reise geschickt. Eine weitere Methode, den Eisprung natürlich zu bestimmen, ist die Beobachtung des Zervixschleims. Ist er klar und zieht lange Fäden, sind die fruchtbaren Tage gekommen.

Fünf sanfte Mittel, die die Fruchtbarkeit steigern

  • Stress runterfahren. Den im Job so weit wie möglich, aber auch den Babywunsch nicht zu hoch hängen. Die meisten Paare werden problemlos schwanger - man kann es also gelassen angehen.
  • Gesund essen. Viel Obst und Gemüse, mäßig Fleisch und Fisch, lieber Vollkorn als Weißbrot. Frauen mit Kinderwunsch sollten ausreichend Folsäure zu sich nehmen.
  • Viel trinken, aber Alkohol nur in Maßen und nicht täglich.
  • Nicht rauchen. Nikotin senkt die Fruchtbarkeit (bei Frauen und Männern). Am besten ein halbes Jahr vor der Schwangerschaft aufhören!
  • Den eigenen Zyklus kennenlernen. Ein Tagebuch über ein paar Monate führen; der Eisprung ist in der Zyklusmitte. Schwankt der Zyklus stark, sollte man das mit dem Frauenarzt besprechen.

Tauschen Sie sich mit anderen Paaren über Ihren Kinderwunsch aus

Sie möchten schwanger werden und eine Familie gründen? Dann tauschen Sie sich doch mit anderen Paaren aus und freuen Sie sich gemeinsam, wenn es mit dem Baby geklappt hat. Wo? Natürlich in unserem "Wir planen ein Baby-Forum"!