Babywunsch
 
Ein Test verrät, wie fruchtbar Sie sind

So funktioniert der Fruchtbarkeits-Check

Um festzustellen, wie es im konkreten Fall um die Fruchtbarkeit bestellt ist, schaut sich Professor Geisthövel am fünften bis sechsten Zyklustag per Ultraschall (der Schallkopf wird dabei in die Scheide eingeführt) die Eierstöcke an. Er beurteilt

  • die Größe der Ovarien. Gut ist ein Durchmesser von etwa 20 Millimetern.
  • die Anzahl der Follikel. Lassen sich fünf und mehr Eibläschen zählen, ist der Eierstock sehr munter. Drei und weniger Eibläschen weisen auf eine sich langsam erschöpfende Fruchtbarkeit hin.
  • die Binnenstruktur. Dabei wird auf das Bindegewebe in den Ovarien geschaut. Wenig bis mäßig viel Bindegewebe heißt: genug Platz für Follikel. Viel Bindegewebe dagegen zeigt, dass die Eizellen zum Großteil verbraucht sind und sich Füllstoff ausbreiten konnte.

Nach der Ultraschall-Untersuchung (sie dauert nur ein paar Minuten) teilt Professor Geisthövel die Eierstöcke in fünf Stufen ein (von plus zwei für sehr gute ovarielle Reserve über null für einen mittleren Befund bis zu minus zwei für nahezu erschöpfte Eierstöcke).

Zusammenspiel der Hormone

Eine Hormonuntersuchung aus dem Blut ergänzt den Ultraschall-Befund. Gesucht wird nach LH und FSH, den zwei Hormonen, die an der Eizellreifung maßgeblich beteiligt sind. FSH (Follikel stimulierendes Hormon) wird zu Beginn des Zyklus' von der Gehirnanhangdrüse ausgeschüttet.

Die Ovarien "antworten" mit LH (luteinisierendem Hormon), dem Stoff, der die Kraft des FSH auf ein Eibläschen bündelt, für die Reifung der einen Eizelle sorgt und schließlich den Eisprung auslöst. Die Verteilung aus FSH und LH lässt Rückschlüsse auf die Fruchtbarkeit zu. Überwiegt FSH, ist zu befürchten, dass die Eierstöcke schon zu schwach für eine Rückantwort sind.

Das Labor braucht für die Hormonanalyse nur ein paar Stunden; die Frau bekommt ihre Fruchtbarkeits-Prognose also meistens noch am Tag der Untersuchung. Und für wie lange gilt die Prognose? "Das Ergebnis hat mindestens für die nächsten drei bis fünf Jahre Bestand", sagt der Fruchtbarkeitsmediziner.