Kinderwunsch
 
Fragen und Antworten zum Thema Schwangerschaftstest

Schwangerschaftstest
Thinkstock, diego_cervo
Inhalt: 
1. Wie funktioniert der Schwangerschaftstest?2. Wann sollte man den Schwangerschaftstest am besten durchführen?3. Kann ich beim Benutzen eines Schwangerschaftstests etwas falsch machen?4. Was hat es mit dem Hormon HCG auf sich?5. Was ist bei digitalen Schwangerschaftstests anders?6. Wie funktionieren Schwangerschaftstests mit Wochenanzeige?7. Wie sicher sind Schwangerschaftstests?8. Wann sollte ich zum Frauenarzt gehen?9. Schwanger trotz Periode?10. Wie lange bleibt das Ergebnis sichtbar?11. Wie kann man den Schwangerschaftstest aufbewahren?

4. Was hat es mit dem Hormon HCG auf sich?

Die Abkürzung HCG steht für "Humanes Choriongonadotropin" und ist auch als Schwangerschaftshormon bekannt. Das liegt daran, dass das Hormon nur während einer Schwangerschaft gebildet wird und dafür sorgt, diese zu erhalten. HCG wird eine Woche nach der erfolgreichen Befruchtung ausgeschüttet und ist im Blut sechs bis neun Tage danach festzustellen, im Urin rund 14 Tage nach der Befruchtung.

Der befruchtete Keim ist der Auslöser für die Ausschüttung des Hormons HCG. Während der Einnistung teilen sich seine Zellschichten in zwei Gruppen: Aus den inneren Zellschichten entsteht der Embryo, die äußeren Zellschichten bilden die Plazenta. Das Hormon bildet sich zuerst über die äußere Zellschicht, später auch über die ausgebildete Plazenta. Die äußere Zellschicht ist auch dafür verantwortlich, ein Signal an die Eierstöcke und die Hirnanhangdrüsen zu senden, dass in den kommenden Monaten kein Eisprung stattfinden wird.

Die Menge des Schwangerschaftshormons verdoppelt sich im Körper einer werdenden Mutter alle zwei bis drei Tage. Zwischen der siebten und zwölften Schwangerschaftswoche erreicht das Hormon seinen Höchststand. Man vermutet, dass der steigende Hormonstand von HCG Schuld an der Übelkeit ist, an der viele Frauen während der Schwangerschaft leiden. Kein Wunder: Während der HCG-Spiegel in der dritten Woche noch zwischen zehn und 50 liegt, steigt er bis in der neunten Schwangerschaftswoche auf bis zu 205.000 an.