Diffuse Ängste
 
"Mama, ich hab Angst"

Hat Ihr Kind oft Angst vor Tieren oder vor Wasser? Plagt es die Angst bald zu sterben oder eine Krankheit zu bekommen? Diffuse Ängste wie diese sind häufig entwicklungsbedingt. Doch was sind die Auslöser und wie kann man seinem Kind helfen?

Trennungsangst

Diffuse Ängste: "Mama, ich hab Angst"

Sie taucht meist auf, wenn Kinder in den Kindergarten oder in die Schule kommen, sollte sich aber im Verlauf von sechs bis acht Wochen legen. Trennungsangst in Verbindung mit Angst vor Dunkelheit und Heimweh, ist auch noch bei größeren Kindern nicht ungewöhnlich. Vor allem, wenn Eltern abends ausgehen oder Kinder in fremder Umgebung übernachten sollen.

Tipps für Eltern: Seien Sie pünktlich beim Abholen. Lassen Sie Ihr Kind abends nicht allein. Vor dem zehnten Lebensjahr auch nicht länger als ein bis zwei Stunden am Nachmittag. Sorgen Sie für einen liebevollen Babysitter.

Nachtangst

Dazu gehört Angst vor Dunkelheit, vor Monstern und Einbrechern, Angst einzuschlafen und nächtliches Erwachen wegen schlechter Träume. Betroffen sind vor allem Kinder zwischen drei und sieben, die meist eine lebhafte Phantasie haben, aber auch schon begreifen, dass bestimmte Gefahren real existieren - nicht nur in ihrer Vorstellung.

Tipps für Eltern: Das Einschlafen sollte ruhig und entspannt vonstatten gehen. Die Tür offen und ein kleines Licht brennen lassen, bis das Kind eingeschlafen ist. Entfernen Sie Vorhänge u.ä., die störende Schatten werfen. Erklären Sie Geräusche, die als unheimlich empfunden werden.

Schulangst

Schulangst geht oft Hand in Hand mit Trennungsangst und taucht am häufigsten in der Grundschulzeit auf und beim Übertritt auf weiterführende Schulen auf. Meist verfliegt sie nach zwei bis drei Monaten.

Tipps für Eltern: Halten Sie engen Kontakt zu Schule, Mitschülern und Lehrern. Engagieren Sie sich bei Schulveranstaltungen. So fasst Ihr Kind vertrauen und lernt, die Trennung zu verkraften.

Angst vor Insekten

Angst oder übertriebene Abneigung beim Anblick von Spinnen, Würmern u.ä. ist einerseits auf übergesteigerte Reinlichkeit zurückzuführen, andererseits auf angstmachende Geschichten. Häufig tauchen diese Ängste auch mit Beginn der Pubertät auf. Sie deuten dann auf das Erwachen sexueller Gefühle hin.

Tipps für Eltern: Machen Sie sich nicht lustig, aber lassen Sie auch nicht zu, dass pubertierende Mädchen - meist in der Gruppe - ihre Spinnenangst instrumentalisiert und sich damit interessant machen. Erklären Sie Bedeutung und Aufgabe der Insekten für die Natur und sagen Sie, dass man damit leben muss.

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