Kindertraum
 
Was Kinder träumen

Hilfe bei Alpträumen

Alpträume können so intensiv und belastend sein, dass Kinder große Angst vor dem Einschlafen haben. Sie befürchten, dass Monster und schreckliche Gestalten wiederkehren.

• Oft ist es hilfreich ein kleines Lämpchen im Kinderzimmer brennen zu lassen. Viele Kinder fürchten sich vor tiefer Dunkelheit.

• Wichtig ist es für Kinder, einen nächtlichen Begleiter zu haben. Der Teddy oder das Schmusetuch können gute Beschützer durch die lange Nacht sein.

• Denken Sie an abendliche Rituale, wie die Gute-Nacht-Geschichte. Kinder brauchen einen beruhigenden Tagesausklang, der ihnen Geborgenheit schenkt.

• Lassen Sie sich vor dem Schlafengehen erzählen, was Ihr Kind am Tag erlebt hat. So können sich Probleme noch vor dem Schlafen lösen und müssen nicht im Traum verarbeitet werden.

• Wenn Ihr Kind nachts zu Ihnen ins Bett huscht, weil es schlecht geräumt hat, werden Sie es instinktiv beschützen. Lassen Sie sich den Traum erzählen und nehmen Sie Ihr Kind unbedingt ernst.

• Vergewissern Sie sich gemeinsam, dass sich im Zimmer nichts Böses versteckt hält. Gerade kleine Kinder sind nicht fähig, zwischen Traum und Wirklichkeit zu unterscheiden.

• Viele Kinder warten nach dem Aufwachen auf die Frage: "Was hast Du heute Nacht geträumt?" Es ist wichtig, sich in die Welt des Kindes zu versetzen.
Therapeuten und Psychologen warnen Eltern jedoch davor, sich als Traumdeuter zu verstehen. Eltern können fragen: "Wie sah das Ungeheuer denn aus?" Oder: "Du bist ganz schnell gelaufen?" Doch sollten Sie es vermeiden, wilde Theorien über das Geträumte vor Ihrem Kind aufzustellen. Kinder sind noch zu jung, um Traumdeutung richtig zu verstehen. Eine Interpretation von Träumen würde sie eher verunsichern als ihnen helfen.

Alpträume wegen traumatisierender Erlebnisse

Inhalte kindlicher Alpträume lassen nicht gleich Rückschlüsse auf das wirkliche Leben zu. Sie können aber Anhaltspunkte für Situationen im Alltag geben, mit denen das Kind nicht klar kommt.
Überlegen Sie, woher die nächtlichen Ängste Ihres Kindes kommen. Spannungen und Konflikte in der Familie oder im Kindergarten belasten kleine Kinderseelen. Häufig werden einschlägige Ereignisse, wie die Geburt eines Geschwisters, ein neuer Lebenspartner, Beginn des Kindergartens, im Traum verarbeitet.

Manchmal führen aber auch schwerwiegende Ursachen zu Alpträumen: Scheidung, Umzug, Gewalt und sexueller Missbrauch traumatisieren ein Kind über Jahre. Wird Ihr Kind auffallend oft und regelmäßig von Alpträumen heimgesucht, sollten Sie sich an einen Kinderarzt wenden. Fragen Sie die Erzieher im Kindergarten, ob es Probleme im Umfeld Ihres Kindes gibt. Sind Träume stark belastend für ein Kind und wirken sich auf das kindliche Verhalten am Tag aus, ist es hilfreich professionelle Unterstützung von Therapeuten und Psychologen in Anspruch zu nehmen.