Fünf Sinne
 
Spiele für alle Sinne zum Nachmachen

Mit allen Sinnen zu lernen macht fits fürs Leben! Hier stellen wir Ihnen Möglichkeiten vor, mit denen Sie die fünf Sinne Ihres Kindes spielerisch fördern können. Ihr Job: Sie machen ihm Angebote - Ihr Kind wird sich dann heraussuchen, was ihm gefällt.

Spiele für Hellhörige

Fünf Sinne: Spiele für alle Sinne zum Nachmachen

Geräusch-Memory: Leere Filmdosen paarweise mit verschiedenen Materialien füllen: Reis, Erbsen, Steine, Sand, Watte usw. Inhalt auf dem Dosenboden notieren, Geräusche durchhören. Dosen mischen und zusammengehörende Paare „erlauschen“. Zwar konzentrieren sich Kinder auf das Hören, gleichzeitig verknüpfen sie aber auch das Gehörte mit dem Aussehen des Inhalts der einzelnen Döschen. Fördert Phantasie und Kombinationsvermögen.
Ab vier Jahren.

Hör-Lotto: Verschiedene Geräusche auf Kassette aufzeichnen, z.B. eine quietschende Tür, einen abfahrenden Zug, das Anreißen eines Streichholzes. Für jedes Geräusch eine dazu passende Abbildung aus alten Zeitschriften ausschneiden und auf Pappkarten kleben. Karten den entsprechenden Geräuschen zuordnen. Wer zuerst die passende Bildkarte zu einem bestimmten Geräusch findet, behält sie; wer die meisten ergattert, gewinnt. Bei diesem Spiel erfassen Kinder Zusammenhänge und lernen, sich Dinge einzuprägen. Mit Hilfe von Erwachsenen klappt das Hör-Lotto mit Kindern ab drei Jahren.
Ab drei Jahren.

Spiele für Supernasen

Nachtfalter-Spiel: Der Geruchssinn ist mit dem Gefühlszentrum im Gehirn verknüpft. Deshalb fördert dieses Spiel die Fähigkeit, sich "nach der eigenen Nase" - dem eigenen Gefühl - zu richten: Mehrere Kinder (ab vier Jahren) in zwei Gruppen unterteilen, die einen sind Weibchen, die anderen Männchen. Die Weibchen reiben sich mit einem Duftöl oder mit einem Parfum ein und verstecken sich in der Nähe. Die "Männchen" bekommen das Duftfläschchen in die Hand und versuchen, das passende Weibchen zu erschnuppern.
Ab vier Jahren

Spiele für Durchblicker

Regenbogen: Für Kinder ist Licht durchsichtig. Dass hinter dem, was sie sehen, eine verborgene Welt existiert, die sie sichtbar machen können, müssen sie erst noch lernen: etwa, indem sie Spektralfarbkugeln aus geschliffenem Glas (Spielwarengeschäft) betrachten, die in der Sonne hängen, oder mit dem Gartenschlauch einen Regenbogen zaubern. Das in bunte Strahlen gebrochene Licht weckt die Neugier.
Ab zwei Jahren.

Nachtwanderung: Wer kaum etwas sieht, hört intensiver. Diese Erfahrung stärkt Körpergefühl, Selbstbewusstsein und Vertrauen. Kinder ab fünf Jahren lernen dabei: Ich kann mich auf meine Sinne und auf die Menschen, die mich durch die Nacht leiten, verlassen. Besonders intensiv wirken Nachtwanderungen mit Fachleuten, z. B. vom Naturschutz- oder Vogelschutzbund, auch Zoos machen Nachtführungen.
Ab fünf Jahren.

Spiele für Feinfühlige

Barfußstraßen: Legen Sie eine Straße an, indem Sie verschiedene Materialien (Filz, Schmirgelpapier, Wollfäden, Folie) auf Styroporplatten kleben und dazwischen Sand-, Wasser- oder Matscheimer aufstellen. Mit geschlossenen Augen drüber- und durchstapfen, dabei versuchen, die Materialien zu erraten: Regt den Tastsinn an und schult die Fähigkeit, sich auf neue Erfahrungen einzulassen. Tipp: Öffentlicher Barfußpark im schwäbischen Dornstetten (www.barfusspark.de).

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Lauschen, Riechen, Schmecken - Spielen mit allen Sinnen macht klug

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