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Spielen mit allen Sinnen

Wer sinnlich ist, wird klug: Riechen, Hören, Sehen, Tasten, Schmecken. Wie Kinder mit ihren Sinnen die Welt um sich herum besser begreifen und dabei noch Spaß haben, das lesen Sie in unseren Spieletipps.

HÖREN: Spiele für Hellhörige

Fördern: Spielen mit allen Sinnen

Wecker-Spiel:
Dieses Spiel kann man mit einem oder mehreren Kindern spielen. Ein Kind verlässt den Raum. Wenn es draußen ist, wird ein Wecker so eingestellt, dass er in zwei bis drei Minuten klingelt und anschließend versteckt (in einer Schublade, hinterm Sofa - je nach Alter der Kinder lässt sich der Schwierigkeitsgrad anpassen). Dann darf das Kind wieder eintreten und wartet, bis der Wecker klingelt. Jetzt versucht das Kind, den Wecker zu finden, indem es immer dem Klingeln nachgeht. Einfaches Spiel, das das Gehör trainiert und schon mit kleinen Kindern klappt.
Ab zwei Jahren

Hör-Lotto:
Verschiedene Geräusche auf Kassette aufzeichnen, etwa ein startendes Auto, eine quietschende Tür, einen abfahrenden Zug, das Anreißen eines Streichholzes usw. Für jedes Geräusch eine dazu passende Abbildung aus alten Zeitschriften ausschneiden und auf Pappkarten kleben. Karten den entsprechenden Geräuschen zuordnen. Wer zuerst die passende Bildkarte zu einem bestimmten Geräusch findet, behält sie; wer die meisten ergattert, gewinnt. Bei diesem Spiel erfassen Kinder Zusammenhänge und lernen, sich Dinge einzuprägen.
Mit etwas Hilfe ab drei Jahren

Geräusch-Paare:
Leere Filmdosen paarweise mit verschiedenen Materialien füllen: Reis, Erbsen, Steine, Sand oder Watte. Inhalt auf dem Dosenboden notieren und Geräusche einmal durchhören. Dosen mischen und zusammengehörende Paare "erlauschen". Zwar konzentrieren sich Kinder auf das Hören, gleichzeitig verknüpfen sie aber auch das Gehörte mit dem Aussehen des Inhalts der einzelnen Döschen. Fördert Phantasie und Kombinationsvermögen.
Ab vier Jahren.

SEHEN: Spiele für Durchblicker

Regenbogen:
Für Kinder ist Licht durchsichtig. Dass hinter dem, was sie sehen, eine verborgene, bunte Welt existiert, die sie sichtbar machen können, müssen sie erst noch lernen: Zum Beispiel, indem sie Spektralfarbkugeln aus geschliffenem Glas (Spielwarengeschäft) betrachten, die in der Sonne hängen, oder mit dem Gartenschlauch einen Regenbogen zaubern. In beiden Fällen wird Licht in bunte Strahlen gebrochen. Weckt die Neugier.
Ab zwei Jahren

Nachtwanderung:
Wer kaum etwas sieht, hört intensiver. Diese Erfahrung stärkt Körpergefühl, Selbstbewusstsein und Vertrauen. Ältere Kinder lernen dabei: Ich kann mich auf meine Sinne und auf die Menschen, die mich durch die Nacht leiten, verlassen. Besonders intensiv wirken Nachtwanderungen mit Fachleuten, zum Beispiel vom Naturschutz- oder Vogelschutzbund, auch Zoos machen Nachtführungen.
Ab vier Jahren

  • Buchtipp: Claudia Wulff, "Mit Kindern die Nacht erkunden", Herder, 8,90 Euro.
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