Entwicklung im zweiten Lebensjahr
 
Zweites Lebensjahr: Tipps für gute und schlechte Zeiten

Im zweiten Lebensjahr können sich Kinder in Rekordgeschwindigkeit von "extrem süß" bis "nicht zum Aushalten" verändern. Mit diesen Tipps bist Du für alle Situationen gewappnet.

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Fünf Tipps für gute Zeiten

Mutter kuschelt mit Kleinkind
Thinkstock, AshleyWiley
  • Leg Dir ein Verbalakrobatik-Büchlein zu: Im zweiten Lebensjahr entdeckt Dein Kind die Sprache und probiert damit herum. Heraus kommen wunderbare Wortschöpfungen, die Dich später beim Nachlesen zum Lachen bringen werden.
  • Nutze die Macht des Blickes: Gerade in heiteren Stunden, wenn Dein Kind offen für Signale ist, schau es so oft wie möglich an. Ein wohlwollend-zugewandter Blick gibt dem Kind die Sicherheit: Mami ist bei mir, auch wenn ich manchmal von ihr weg will.
  • Lobe Dein Kind gezielt,wenn ihm etwas gelungen ist, wenn es z. B. die Zahnpastatube zugeschraubt hat. Zweijährige sind bereits sehr empfänglich für diese anerkennenden Worte.
  • Umschiffe Trotzfallen: Manchmal kann schon ein Teller mit verschiedenen Obstsorten aus einem fröhlichen ein wütendes Kleinkind machen. Das Kind ist mit der Entscheidung überfordert, will Apfel, Birne, Pfirsich gleichzeitig – und Du musst Nein sagen. Eine reduzierte Auswahl (an Spielzeug, Brötchensorten, Schuhen) hingegen kann oft die Stimmung retten.
  • Lese das Buch von Doro Kammerer: Die dreifache Mutter beschreibt ausführlich, wie Kinder zwischen dem ersten und zweiten Geburtstag "ticken", und hat gute Alltagstipps parat ("Das zweite Lebensjahr", dtv, 9,50 Euro).

Fünf Tipps für schlechte Zeiten

Entwicklung im zweiten Lebensjahr: Zweites Lebensjahr: Tipps für gute und schlechte Zeiten
Thinkstock, denisl
  • Betrachte die Unausgeglichenheit Deunes Kindes nicht als negativen Wesenszug, sondern als Entwicklungsschritt: Nur ein Kind, das seinen Willen entdeckt und die Freiheit, etwas entscheiden zu können, ist sauer,wenn es nicht so darf, wie es möchte.
  • Gehe sparsam mit dem Wörtchen Nein um: Das Kind will bei Regen nur im T-Shirt raus? Oder unangeschnallt im Auto sitzen? Keine Diskussion. Aber der gelbe Fahrradhelm zum Spazierengehen – warum nicht?
  • Sorge für Ablenkung: Du hast Nein gesagt, schlechte Laune kündigt sich im Gesicht Deines Kindes an, Dir schwant nichts Gutes. Lenke das Kind mit irgendetwas ab, das ihm das Gefühl gibt: Hier darf ich, hier gibt’s keine Grenzen – eine Wundertüte mit leeren Tuben, die man aufschrauben kann. Ein Klammerbeutel.
  • Lege Dir ein Mantra zu: Dein Kind schreit sich gerade in Rage, und Du merkst, gleich flippe auch ich aus. Tu es nicht. Sage lieber 20-mal vor Dich hin: Ist schon okay, mein Kind braucht das jetzt, es kämpft um seine Eigenständigkeit.
  • Mache das Sandmännchen zu Deinem Verbündeten: Terrible two und übermüdet – das ist fatal. Gerade kleine Wüteriche brauchen Schlaf und feste Bettzeiten, sonst kann die kleinste Unregelmäßigkeit zu noch mehr Zorn führen.