Das Große aufs Baby vorbereiten
 
Es ist da!

Gar nicht so leicht. Plötzlich ist das Baby da und alles dreht sich um das knautschige kleine Wesen. 5 Sätze, die dem Großen helfen, sich an das Kleine zu gewöhnen.

Neugeborenes mit Bruder
Plainpicture, Cavan Images

„Für dich!“

Entthront. Das tut natürlich immer ein bisschen weh. Und dann noch das: Kommen Verwandte oder Freunde zu Besuch, gilt der erste Blick dem Baby. Bittet darum, dass Babywatcher eine kleine (!) Aufmerksamkeit fürs Ältere mitbringen und es herzlich begrüßen. Das Kleine merkt ja noch nicht, dass es anstehen muss. Und für das Große wird die Babyaudienz so zur Attraktion. Was den Winzling etwas sympathischer macht.

„Wir müssen es nicht in Watte packen“

Den Satz sagt ihr am besten zu euch selbst. Er bewahrt euch davor, ständig am Großen herumzunörgeln: „Jetzt sei doch mal leise, dein Bruder schläft!“ Säuglinge mögen Trubel um sich herum. Und sie sind nicht aus Zucker, eine stürmische Umarmung halten sie gut aus, solange ihr im Raum seid und eingreifen könnt. Kleinkinder besser noch nicht mit dem Neugeborenen allein lassen.

„Jetzt bist nur du wichtig“

Gebt dem entthronten Kind oft das Gefühl, immer noch die Hauptperson zu sein. Es ist anstrengend, vom endlich schlafenden Baby nahtlos zum Kuscheln, Vorlesen, Spielen mit dem Älteren überzugehen. Aber es lohnt sich. Regelmäßige Exklusivzeit ist das die beste Medizin gegen Eifersucht.

"Du bist auch mein winzig kleines Baby!“

Kinder wünschen sich, groß zu sein. Doch wenn sie erleben, wie viel Liebe und Aufmerksamkeit ein Neugeborenes bekommt, sehnen sie sich zurück in diese Zeit. Sie sprechen in Babysprache, wollen einen Schnuller, eine Windel, Fläschchen nuckeln. Lasst euch ruhig auf das Spiel ein. Mehr ist es nämlich nicht: Die Großen merken bald, wie langweilig es ist, dauernd auf Baby zu machen.

„Ich verstehe, dass du sauer bist“

Manchmal geht es nicht anders. Das schreiende Baby muss in den Schlaf getragen werden, zwei Kinder haben keinen Platz auf dem Arm. Werden die Gefühle des Großen erkannt und ausgesprochen, beschwert es sich vielleicht immer noch. Es fühlt sich aber nicht abgelehnt, sondern verstanden.