Kinderkrippe
 
Daran erkennen Sie gute Krippen

Krippe ist nicht gleich Krippe: Damit Sie ein gutes Gefühl haben, wenn Sie Ihr Kind in die Krippe bringen und damit sich Ihr Kind wohlfühlt und gut aufgehoben ist, sollten Sie bei der Auswahl der Krippe auf ein paar wichtige Dinge achten. Worauf es bei der Krippe wirklich ankommt, erfahren Sie hier.

Kinderkrippe: Daran erkennen Sie gute Krippen
iStock, FatCamera

Darauf sollten Sie achten:

Kinder unter drei brauchen vor allem eine feste Bezugsperson unter den Erzieherinnen, die während der gesamten Krippenzeit gleich bleibt. Wünschenswert: eine Gruppe von maximal 15 Kindern, davon höchstens fünf unter zwei Jahren, mit mindestens zwei Betreuern. Eine gute Krippe bietet lange Eingewöhnungszeiten (bis zu vier Wochen), und auch die Einrichtung sollte auf die Allerkleinsten abgestimmt sein: Spielmaterialien für die sinnliche Wahrnehmung (farbige Kissen, Klangbüchsen, Spiegel), keine scharfen Ecken und Kanten, gemütliche Schlafplätze, viel Platz zum Toben. Noch wichtiger als bei Kindergartenkindern: der gute Draht und ausführliche Austausch zwischen Eltern und Erziehern. Denn schließlich können die Jüngsten noch nicht selbst erzählen, wenn etwas schiefläuft

  • Qualität: Wie gut ist die Einrichtung?
  • Konzept: Wie arbeitet die Krippe?
  • Zeitfrage: Passt die Krippe zu unserem Leben?
  • Mitmachen: Was wollen wir?
  • Qualität: Wie gut ist die Einrichtung?

    Im Idealfall sind zwei Vollzeitkräfte für höchstens 15 Kinder (ab drei Jahren) verantwortlich - in der Realität muss man zufrieden sein, wenn zwei Erzieherinnen und eine Praktikantin für 25 Kinder da sind. Und: Je besser die Erzieher ausgebildet sind, desto mehr werden die Kleinen gefördert. Ganz wichtig ist der Umgangston: Sind die Erzieherinnen liebevoll und geduldig? Gehen sie auf Fragen der Kinder ein? Das sehen Sie am besten, wenn Sie mal Mäuschen spielen dürfen. Auch nicht unwichtig: ein abwechslungsreiches Programm für die Größeren - Turnen, Musik, Experimentiertage, ausgewogene Ernährung und viel Platz zum Toben - auch draußen.

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    Konzept: Wie arbeitet die Krippe?

    Reggio-Pädagogik, Montessori, Waldorf - in der Praxis vermischen sich die verschiedenen Ansätze zunehmend. Daneben unterscheiden sich vor allem offene (das Kind wählt zwischen verschiedenen Projektgruppen) und geschlossene Konzepte (Kinder sind den ganzen Tag in einer festen Gruppe zusammen). Das erste ist das modernere, aber nicht für jeden geeignet - sehr junge oder schüchterne Kinder sind in einem stärker geregelten Tagesablauf oft besser aufgehoben. Immer gut: Altersmischung. Wenn die Großen erklären und die Kleinen nachmachen dürfen, ist das ein prima Training fürs Sozialverhalten.

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    Zeitfrage: Passt die Krippe zu unserem Leben?

    Wann öffnet, wann schließt sie? Was, wenn ich mich in der Arbeit verspäte? Wann sind Ferien? Öffnungs- und Urlaubszeiten spielen eine wichtige Rolle bei der Auswahl. Ebenso die Flexibilität: Was ist, wenn ich plötzlich mehr Betreuungsbedarf habe, weil ich wieder mehr arbeite - oder weniger, weil ein Geschwisterchen kommt und ich im Babyjahr zu Hause bleibe? Schließlich die langfristige Aussicht: Hat die Kita einen Hort, der mit der passenden Grundschule kooperiert? Gibt es eine Platzgarantie für Geschwister?

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    Mitmachen: Was wollen wir?

    Manche Kindergärten verstehen sich als Serviceeinrichtungen: Die Eltern zahlen ihren Beitrag und backen mal einen Apfelkuchen fürs Sommerfest, mehr Engagement wird nicht erwartet. Dafür haben Sie auch wenig Mitspracherecht. Andere, oft aus Elterninitiativen entstanden, halten es genau umgekehrt: Mitarbeit (Sand schleppen, Übernachtungsparty vorbereiten) gegen Mitbestimmung, etwa bei der Zusammensetzung der Gruppen. Eine Frage von Lust, Zeit und Einstellung - auf jeden Fall bei der Vorauswahl klären!

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