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Verantwortungsbewusst 8 Tipps, wie wir Kindern Eigenverantwortung beibringen

Verantwortungsbewusst: Kleines Mädchen faltet Kleidung und räumt das Zimmer auf
Aufräumen, Ordnung und Organisation – so werden eure Kinder verantwortungsbewusst … 
© evafrey / Shutterstock
Es gilt als eine Fähigkeit, Verantwortung für sich selbst zu übernehmen. Wie Eltern ihren Kindern diese Eigenschaft früh vermitteln können, möchten wir erklären …

Wenn euer Nachwuchs vom Baby zum Kleinkind wird, entsteht bestimmt auch bei euch der Wunsch, dass es verantwortungsbewusst und selbstständig heranwächst. Das ist ganz normal und gut. Ihr möchtet eurem Nachwuchs beibringen, dass es verantwortlich für seine eigenen Sachen ist und es so auf das spätere Leben vorbereiten.

Unabhängigkeit und die Fähigkeit, für sich selbst sorgen zu können, stärkt enorm das Selbstwertgefühl bei Kindern. Ein weiterer Vorteil: Eigenständige Kinder entlasten auch ihre Eltern im Alltag. Ob das Aufräumen, das ständige Abholen oder das Organisieren – ihr könnt euren Kindern früh vorleben und beibringen, wie sie von Tag zu Tag selbstständiger werden.

8 Tipps, wie Kinder Eigenverantwortung lernen

1. Ordnung vorleben

Nicht nur im Kinderzimmer, in eurer ganzen Wohnung sollte jedes Teil im Idealfall einen festen Platz haben. Auch wenn der Aufbewahrungsort nicht immer optimal ist, lernen Kinder dadurch schnell zu hinterfragen, ob es überhaupt Platz für neue Anschaffungen gibt. Kommt es zu neuen materiellen Wünschen, könnt ihr ihnen zum Beispiel vorschlagen, sich von einem Teil zu trennen und es zu spenden, um so Platz für ein neues Spielzeug zu schaffen. 

2. Weniger ist mehr! 

Besitz belastet, heißt es. Das gilt auch für Kinder. Klar, Schnäppchen können verlockend sein, auf Flohmärkten ergattert ihr bestimmt viele tolle Teile, aber macht euch bewusst: Ob Spielsachen oder Kleidung, je voller das Kinderzimmer, desto mehr Chaos ist vorprogrammiert! Ihr müsst nicht komplett minimalistisch leben, aber um es euren Kindern zu erleichtern, Ordnung im Kinderzimmer zu halten, ist es einfacher, wenn es weniger hat als zu viel. 

3. Qualität statt Quantität

Eine Regel, die tatsächlich für Spielzeug, Elektronik und Möbel gilt: Versucht, auf eine gute Qualität zu setzen, wenn es möglich ist. Das bedeutet nicht immer, dass ihr dafür tief ins Portemonnaie greifen müsst. Viele Eltern denken, Kinder würden alles schnell kaputtmachen. So rechtfertigen sie oft geringe Qualität und günstige Preise. Dabei vermittelt der Gedanke die falsche Botschaft. Es führt dazu, dass Kinder den Eindruck bekommen: Das Teil war günstig, es ist nicht schlimm, wenn es kaputt geht. Es könnte dazu führen, dass es denkt, nur schöne und teure Produkte haben einen Wert. Das Ziel sollte jedoch sein, dem Kind beizubringen, dass es verantwortungsbewusst mit all seinen Sachen umgeht. 

4. Respekt und Achtsamkeit macht Kinder verantwortungsbewusst

Es können eigene Wertgegenstände sein oder die eines anderen Kindes – wichtig ist, dass euer Kind versteht, dass Habseligkeiten gut behandelt werden sollten und man auf sie aufpassen muss (ob teuer oder nicht, spielt dabei keine Rolle). Beschäftigt sich euer Kind beispielsweise mit den Sandkastenförmchen eines anderen Kindes, könntet ihr ihm erklären, dass es besonders vorsichtig damit umgeht und sie wieder von alleine zurückgibt, weil es nicht die eigenen sind. So lernt es, Respekt vor dem Eigentum anderer Menschen zu haben. Zudem ist es wichtig, dass Kinder das Gefühl haben, dass sie und ihr Eigentum respektiert werden. Das bedeutet auch, dass ihr als Eltern nicht in das Kinderzimmer gehen und einfach Spielsachen aussortieren solltet. Bezieht stattdessen euer Kind in solche Aktionen mit ein. Auch das fördert die Fähigkeit, Eigenverantwortung zu übernehmen.

5. Pflege und Fürsorge

Fast jedes Kind wünscht sich ein Haustier. Grundsätzlich fördern sie das Verantwortungsgefühl bei Kindern. Allerdings ist es sehr wichtig zu beachten, dass das jeweilige Tier auch für das Kind geeignet ist. Denn weder das Kind noch ihr solltet mit den Aufgaben überfordert sein. Besonders bei der Anschaffung des ersten Haustieres solltet ihr darauf achten, dass euer Kind nicht gleich am Anfang zu viel Verantwortung trägt. Ein Schulkind könnte zum Beispiel für die tägliche Fütterung des Meerschweinchens oder Kaninchens verantwortlich sein oder einmal am Tag mit dem Hund in den Park gehen. 

6. Organisationsgewohnheit fördern

Um euren Kindern noch vor dem Schulbeginn beizubringen, wie Organisation und Aufräumen funktioniert, sind Organisationsroutinen ein guter Tipp. Damit sind feste Aufgaben gemeint, die ihr vielleicht zu Beginn gemeinsam bewältigt, bis euer Kind groß genug ist, um sie alleine zu können. Versucht dafür feste Tageszeiten oder Wochentage einzuplanen, die Hauptsache ist, es findet regelmäßig statt. Beispielsweise könnte das gemeinsame Tischabräumen nach dem Mittagessen eine solche Aufgabe sein oder ein Freitag Nachmittag, an dem ihr mit eurem Kind aufräumt, damit ihr als Familie am Wochenende ein sauberes Zuhause habt und mehr Zeit zum gemeinsamen Spielen übrig bleibt. 

7. Gründlich aufräumen? 

Kinder zum Aufräumen zu motivieren, kann ziemlich kräfteraubend sein. Schöne Aufbewahrungsboxen oder -körbe können dabei sehr hilfreich sein. Ob aus Holz, Stoff oder Plastik, ist letztendlich egal. Wichtig ist nur, dass sie für Kinder leicht zugänglich und nicht weit weg oder geschlossen sind. So wird das alltägliche Wegräumen kinderleicht. Euer Kind wird es irgendwann von ganz alleine machen, ohne lästige Aufforderungen zu brauchen. 

8. Kuchen backen 

In Frankreich wird das gemeinsame Kuchenbacken mit Kindern oft sehr früh eingeführt. Das soll besonders fördernd für eine ausgeprägte Eigenverantwortung sein. Natürlich kostet es mehr Zeit und Geduld, wenn ihr mit eurem Kind einen Kuchen backt. Aber die Geduld zahlt sich aus, wenn ihr seht, wie stolz euer Kind ist, wenn der Kuchen fertig ist und es weiß, dass es dazu beigetragen hat. Wenn es etwas älter ist, reicht es, wenn ihr dabei seid und es nach und nach seine eigenen Mahlzeiten kochen oder backen kann. 

Fazit: Schlussendlich gibt es viele weitere Situationen, in denen ihr eurem Kind beibringen könnt, Eigenverantwortung zu übernehmen. Wichtig ist nur, dass ihr das Loben dabei nicht vergesst und sie sich nicht überfordert fühlen. Das kann Frustration erzeugen. Zeigt ihnen, dass sie euch um Hilfe bitten können, wenn sie an ihre Grenzen kommen. Das stärkt sie besonders.

Verwendete Quellen: thesimplicityhabit.com

ELTERN

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